1:1 gegen Dynamo Dresden – Vallori trifft per Kopf

Vallori und Tomasov
Löwen-Torschütze Guillermo Vallori (li.) und Vorbereiter Marin Tomasov bejubeln das 1:1.

Die Löwen blieben auch im fünften Spiel unter Trainer Alexander Schmidt ungeschlagen, konnten beim 1:1 aber erneut Angstgegner Dynamo Dresden in der Allianz Arena nicht bezwingen. Die Führung von Cheikh Gueye in der 61. Minute glich Guillermo Vallori zehn Minute vor dem Ende aus. Die Sechzger verpassten mit dem einen Punkte den Sprung nach oben, haben jetzt viermal in den letzten fünf Spielen Unentschieden gespielt.

Personal: Im Heimspiel gegen Dynamo Dresden musste Trainer Alexander Schmidt auf die gesperrten Moritz Volz (5. Gelbe Karte) und Benjamin Lauth (Sperre nach Sportgerichtsurteil) verzichten. Maximilian Nicu war nach seinem Muskelfaserriss noch nicht fit, Ismael Blanco und Timo Ochs standen diesmal nicht im 18er-Kader. Guillermo Vallori, zuletzt nur Ersatz, rückte wieder in die Innenverteidigung, Christopher Schindler spielte dafür auf der linken Seite der Viererkette. Wie angekündigt kam Sebastian Maier in die Startelf, in die auch wieder der zuletzt verletzte Daniel Halfar zurückkehrte, ebenso wie Mittelfeldspieler Stefan Wannnenwetsch. Dafür mussten Blanco, Grigoris Makos und Dominik Stahl weichen. Außerdem erhielt Markus Ziereis als Sturmspitze den Vorzug vor Bobby Wood, gab somit sein Startelfdebüt.

Spielverlauf: Die Löwen hatten bereits in der 5. Minute die Riesenchance zur Führung. Grzegorz Wojtkowiak hatte Moritz Stoppelkamp auf der rechten Seite steil angespielt, der ging bis zur Grundlinie, passte dann den Ball scharf in die Mitte, doch die Position am langen Pfosten war verwaist, sodass die Möglichkeit ungenutzt verpuffte. Vier Minuten später setzte sich erneut Stoppelkamp nach Doppelpass mit Daniel Halfar mit einem Dribbling auf der rechten Strafraumseite durch, erreichte aber gerade noch die Kugel vor der Grundlinie, sodass er die Flanke nicht mehr platzieren konnte (9.). Ein Schuss von Halfar aus 20 Metern ging in der 12. Minute weit über das Dresdener Gehäuse. Nach einem misslungenen Abschlag von Dynamo-Keeper Benjamin Kirsten nahm Halfar den schwer zu nehmenden Ball aus 19 Metern direkt, schoss aber genau auf Kirsten, der problemlos das Leder abwehrte (15.). In der 25. Minute versuchte es Daniel Bierofka mit einem schnellen Antritt über halblinks, hatte sich aber den Ball etwas zu weit vorgelegt, sodass er zwar zum Abschluss kam, aber den Schuss aus 18 Metern weit übers Dynamo-Tor setzte. Ein schneller Konter gegen die aufgerückte Löwen-Abwehr brachte die erste gefährliche Szene für die Gäste. Idir Ouali hatte Bierofka an der rechten Strafraumseite ausgespielt, seine Hereingabe fast von der Grundlinie wehrte jedoch Guillermo Vallori zur Ecke ab (33.). Fünf Minuten später die nächste Chance für Dresden. Ouali kam diesmal über links, zirkelte die Flanke hoch ans rechte Torraumeck, wo Mickael Poté lauerte, doch Gabor Kiraly hatte aufgepasst, warf sich vor dem Dynamo-Torjäger in die Hereingabe, verhinderte dessen Kopfball aus sechs Metern (38.). Und wiederum fünf Minuten später die gleiche Kombination. Erneut hatte Oali von links geflankt, Poté kam diesmal zentral aus sieben Metern zum Kopfball, streifte die Kugel aber nur mit dem Scheitel, die rechts am Pfosten vorbei im Seitenaus landete (43.). Im Gegenzug spielte Halfar die Dresdner Hintermannschaft an der linken Seitenlinie schwindlig, seine flache Hereingabe nahm Sebastian Maier aus acht Metern per Drehschuss direkt, aber der Ball kam zu zentral auf Kirsten, der abwehren konnte (44.). Kurz danach pfiff Schiedsrichter Christian Dingert zur Pause, in einer Partie, in der die Löwen im ersten Durchgang viel mehr Ballbesitzt hatten, aber sich aufgrund von vielen Ungenauigkeiten keine klaren Chancen erspielen konnten.

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Ein schlampiger Querpass von Christopher Schindler brachte nach der Pause die Löwen in Bedrängnis. Filip Trojan flankte von links, am zweiten Pfosten nahm Poté die Kugel aus spitzem Winkel volley, konnte den Schuss aber nicht platzieren (48.). Nach einer Ecke von Trojan wehrte Stefan Wannenwetsch das Leder mit dem Kopf ab, Christian Fiel kam im Rückraum ans Leder, seinen Schuss aus 20 Metern fälschte Markus Ziereis knapp über die eigene Torlatte (56.). Nach einem schlechten Zuspiel von Ziereis auf Bobby Wood kam Cheikh Gueye an der Mittellinie an den Ball, leitete sofort den Konter über die rechte Seite ein, spielte anschließend am Strafraum mit David Solga Doppelpass, tauchte dadurch frei vor Kiraly auf und schoss dem Keeper aus sieben Metern den Ball zum 1:0 glücklich durch die Beine (61.). Löwen-Trainer Alexander Schmidt brachte sofort mit Marin Tomasov eine weitere Offensivkraft. Dresden, mit der Führung im Rücken, zog sich noch weiter zurück, baute sich wie eine Handball-Mannschaft vor ihrem Strafraum auf. Eine Reihe von Frei- und Eckstössen flog in der Folge vors Dresdener Tor, wurde aber immer wieder Beute der großgewachsenen Abwehrspieler der Sachsen. In der 79. Minute versuchte es Bierofka mit einem 22-Meter-Schuss, den Kirsten aber zur Ecke abwehrte. Diese war dann Ausgangspunkt für den Ausgleich. Tomasov hatte von links in die Mitte geflankt, Vallori schraubte sich ungehindert nach oben, traf per Kopf ins linke Eck zum 1:1 (80.). In der 84. Minute setzte sich Stoppelkamp rechts durch, seine Hereingabe an den ersten Pfosten fing Kirsten gerade noch vor Ziereis ab. So blieb es bei der Punkteteilung. Es war das vierte Remis unter Trainer Schmidt im fünften Spiel.

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