1:1 im Duell der Löwen: Sechzig weiter unbesiegt

Necat Ayguen
Necat Aygün (re.) hat gerade das 1:1 erzielt. Moritz Volz beglückwünscht den Verteidiger.

Die Löwen sind auch nach dem sechsten Punktspiel ungeschlagen, kamen aber gegen Spitzenreiter Eintracht Braunschweig nicht über ein 1:1 hinaus. Dominick Kumbela hatte die Gäste vor der Pause in Führung gebracht (19.), Necat Aygün glich in der 59. Minute aus. Für die Niedersachsen war es nach fünf Auftaktsiegen das erste Remis der Saison.


Personell: Lediglich auf Grigoris Makos (Reha nach Riss des Syndesmosebandes) musste Löwen-Chefcoach Reiner Maurer verletzungsbedingt verzichten. Liridon Vocaj, Vitus Eicher, Korbinian Vollmann und Phillipp Steinhart sammelten Spielpraxis in der U21 beim Derby in Heimstetten (0:1). Eine personelle Änderung nahm der Trainer vor: Dominik Stahl kam als zweiter Sechser ins Team, für ihn rückte Daniel Bierofka nach vorne, während Moritz Stoppelkamp zunächst auf der Bank Platz nahm.

Spielverlauf: Premiere! Erstmals in ihrer Klubgeschichte traten die Löwen in eigens fürs Oktoberfest kreierten Wiesn-Trikots an, sorgten auch für den ersten Aufreger des Spiels in der 4. Minute. Ein weiter Einwurf von rechts durch Grzegorz Wojtkowiak wurde auf Marin Tomasov abgewehrt. Der Kroate wollte von rechts Flanken, der Ball rutschte ihm aber etwas über den Spann und klatschte an den rechten Außenpfosten. Braunschweigs Torhüter Daniel Davari konnte dem Schuss nur nachsehen. Nach dieser Szene konterten die Gäste. Dennis Kruppke enteilte Guillermo Vallori auf der linken Seite. Seinen Rückpass an den Elfmeterpunkt konnte Kai Bülow jedoch klären (5.). Die erste schön herausgespielte Chance besaßen die Löwen in der 11. Minute. Benjamin Lauth hatte von rechts in die Mitte auf Daniel Bierofka gepasst, der legte ab auf Daniel Halfar, der noch ein paar Meter lief. Sein Schuss aus 19 Metern landete dann knapp neben dem linken Pfosten. Zwei Minuten später konterten die Löwen über die rechte Seite. Lauths Pass in die Tiefe erlief sich Tomasov, legte sich den Ball im Strafraum aber zu weit vor, sodass Torhüter Davari vor dem Kroaten klären konnte (13.). Nach einem ungenauen Pass von Necat Aygün auf Wojtkowiak kam Mirko Boland ans Leder, wurde sechs Meter vorm rechten Strafraumeck von dem Polen zu Fall gebracht. Den fälligen Freistoß flankte Kevin Kratz mit rechts und viel Schnitt an den Torraum. Dominick Kumbela lief in die Hereingabe, drückte das Leder aus sechs Metern per Kopf zum 1:0 für die Gäste über die Linie (19.). Zwei Minuten später hatten die Löwen einen Freistoß in halbrechter Position. Das Leder wurde zu kurz abgewehrt, landete vor den Füßen von Lauth, dessen Schuss aus sechs Metern blockte Marcel Correia zur Ecke (21.). Wiederum eine Minute später kam Kruppke aus 19 Metern frei zum Abschluss. Sein Schuss aufs rechte Kreuzeck lenkte Gabor Kiraly mit den Fingerspitzen gerade noch über die Latte (22.). Nach dem anschließenden Eckball und einer Linksflanke von Boland hatte Ermin Bicakcic die nächste Großchance, um auf 2:0 zu erhöhen. Doch Kiraly parierte seinen Kopfball aus fünf Metern und hielt das Leder im Nachfassen vor zwei nachsetzenden Braunschweigern fest (23.). Im Gegenzug nahm Bierofka den Ball auf der rechten Strafraumseite kurz vorm Überqueren der Torauslinie aus der Luft, flankte hoch auf die linke Strafraumrückseite.  Dort stand Halfar richtig. Die Nummer 28 der Löwen zog mit vollem Risiko ab, aber seine Direktabnahme ging weit übers lange Eck (24.). Ein Distanzschuss aus 22 Metern von Bierofka nach einer Hacken-Ablage von Lauth ging einen Meter über die Braunschweiger Querlatte (33.).  90 Sekunden später verpasste Aygün am rechten Torraumeck eine Freistoßflanke aus dem linken Halbfeld von Halfar, monierte dabei ein Foulspiel seines Gegenspielers (35.). Einen Freistoß in der 43. Minute auf der rechten Strafraumseite zirkelte Halfar mit links über die Zwei-Mann-Mauer aufs lange Eck, doch Davari streckte sich, lenkte das Leder über die Latte. Kurz vor der Pause fiel eine Faustabwehr von Kiraly nach einer Freistoßflanke genau vor die Füße von Kruppke, der schoss aus 20 Meter aufs verwaiste Tor. Der Ball wurde abgefälscht, trudelte anschließend vor den Augen von Kiraly und Wojtkowiak am linken Pfosten vorbei (45.). Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Tobias Christ, der mit seinen Assistenten nicht immer den sichersten Eindruck machte, zur Pause. Unterm Strich eine glückliche Führung für Braunschweig in einer ausgeglichenen Partie.

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Im zweiten Durchgang brachte Maurer Moritz Stoppelkamp für Tomasov. Dem eingewechselten war sofort anzumerken, dass er seinen Startplatz auf der Bank mit einer guten Leistung vergessen machen wollte. Gegen offensive Sechzger hatten die Braunschweiger Räume zum Kontern. In der 53. Minute flankte Boland fast von der linken Eckfahne zurück an die Strafraumgrenze. Kruppke nahm das Leder volley aus der Luft, zielte aber knapp über Kiralys Tor. Riesenglück hatten die Löwen vier Minuten später. Ein abgefangener Aufbaupass auf der rechten Seite leitete den Konter ein, Boland flankte an den Torraum, Kumbela kam zum Flugkopfball im Torraum, der Aufsetzer sprang aber über die Querlatte (57.). In der 59. Minute dann der Ausgleich. Halfars halbhoher Eckball von links ging durch Freund und Feind. Aygün am zweiten Pfosten bekam das Leder ans Knie, traf aus sechs Metern zum 1:1 ins kurze Eck. Aber die Gäste blieben gefährlich. Nach einem Eckball von rechts durch Kratz kam Kumbela erneut im Torraum zum Flugkopfball, wieder ging der Ball über die Querlatte (62.). Auf der Gegenseite wurde ein weiter Einwurf von Wojtkowiak auf Bierofka verlängert. Doch der 33-Jährige hatte bei seinem Schuss zu viel Rücklage, sodass der Ball dadurch hoch am Torraum zu Lauth kam. Überrascht köpfte der Stürmer, aber genau in die Arme von Devari (64.). Eine Flanke von Bierofka verlängerte in der 68. Minute Vallori am zweiten Pfosten per Kopf in die Mitte, wo Wojtkowiak aus sieben Metern zum Kopfball kam, das Leder aber nicht mehr drücken konnte. In der 78. Minute klärte Moritz Volz eine Kumbela-Flanke vor Boland am Torraum gerade noch zur Ecke. Um Millimeter verpasste Lauth zwei Minuten später eine Hereingabe von Wojtkowiak am zweiten Pfosten (80.). Kurz vor dem Ende rettete Dominik Stahl das Unentschieden, indem er sich beherzt in einen 14-Meter-Schuss von Kumbela warf (88.). Auf der anderen Seite kam Halfar nach einem weiten Einwurf von Wojkowiak aus 13 Metern zum Abschluss. Sein nicht sonderlich platzierter Schuss konnte Davari parieren (90.). So blieb es beim 1:1. Beide Teams sind damit in der noch jungen Saison ungeschlagen.

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