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2:1-Sieg beim Schweizer Rekordmeister Grasshopper

Wojtkowiak und Tomasov
Der zweite Löwen-Treffer war eine Gemeinschaftproduktion der beiden Neuen, Grzegorz Wojtkowiak und Marin Tomasov.

Die Löwen gewannen das erste von zwei Testspielen bei ihrem Kurztrip in die Schweiz gegen den eidgenössischen Rekordmeister Grasshopper Club Zürich mit 2:1. Skelshen Gashi hatte die Gastgeber in Führung gebracht (7.), die beiden Neuzugänge Moritz Stoppelkamp (17.) und Grzegorz Wojtkowiak (22.) drehten die Partie. Nach neun Wechseln - nur Torhüter Gabor Kiraly kam nicht zum Einsatz - in der zweiten Hälfte ging der Spielfluss verloren. Keeper Timo Ochs rettete die Führung über die Zeit.


ValloriDie Hoppers verabschiedeten zunächst offiziell ihren früheren Abwehrchef Guillermo Vallori (Bild li.), der in der Winterpause zu den Löwen gewechselt war, mit Blumen und Wimpel. Auf dem Platz machten die Gastgeber keine Geschenke, bestürmten in der Anfangsphase das Tor der Sechzger. Nach einem Ballverlust in der Abwehr kam Nassim Ben Khalifa ungehindert zum Abschluss, sein Schuss landete jedoch am Außennetz (4.). Besser machte es drei Minuten später sein Kollege Skelshen Gashi. Nach einem Freistoß kam er ungehindert ans Leder, bei seinem Schuss aus 18 Metern war Timo Ochs im Löwen-Tor die Sicht versperrt, zudem wurde er abgefälscht, so dass er unhaltbar für den Keeper im linken unteren Eck landete (7.). Erstmals gefährlich kamen die Sechzger in der 13. Minute vors GC-Tor. Marin Tomasov hatte auf der rechten Seite viel Platz, doch seine Flanke landete in den Armen von Torwart Roman Bürki (13.). Nach einem gelungenen Zusammenspiel von Benjamin Lauth und Kai Bülow passte der Mittelfeldspieler das Leder in den Lauf von Moritz Stoppelkamp, der das Spielgerät mitnahm und an zwei Hoppers-Spielern und dem Torwart vorbei zum 1:1 traf (17.). Zwei Minuten später beinahe sogar die Führung. Ochs hatte aus dem eigenen Strafraum auf Stoppelkamp abgeworfen, der kam über die linke Flanke, spielte auf den mitgelaufenen Tomasov im Zentrum. Doch der Kroate scheiterte am herausstürzenden Zürcher Torwart (19.). Dafür saß die nächste Offensivaktion der Sechzger. Nach einem Eckball durch Tomasov von der rechten Seite stieg Grzegorz Wojtkowiak am höchsten, köpfte zum 2:1 ein (22.). Die Löwen blieben bei Standards weiterhin gefährlich. In der 30. Minute flankte Tomasov einen 23-Meter-Freistoß auf Vallori, dessen Kopfball landete aber genau in den Armen von Torwart Bürki. Die letzte Chance vor der Pause nahm ebenfalls ihren Ausgangspunkt nach einem von Tomasov getretenen Eckball. Im Gegensatz zum 2:1 verpasste Wojtkowiak das Leder diesmal knapp. Der Ball prallte von einem GC-Spieler erneut zum Polen, doch sein Schuss wurde geblockt (42.).

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Gleich sechs Wechsel gab es bei den Löwen zur Pause - zunächst ohne einen spürbaren Bruch im Spiel. In der 54. Minute eröffnete Kai Bülow mit einem gelungenen Pass auf Maximilian Nicu einen Angriff. Dieser spielte Sebastian Maier auf halblinks an, der jedoch mit seinem 25-Meter-Schuss knapp scheiterte. Nach einer Viertelstunde im zweiten Durchgang übernahmen die Platzherren eindeutig das Kommando. Immer mehr rückte Löwen-Keeper Ochs in den Mittelpunkt. Ben Khalifa ließ am linken Strafraum Manuel Bühler stehen, seinen Schuss wehrte Ochs mit dem Fuß ab (60.). Glück hatte der 1860-Schlussmann in der 66. Minute, als Gahis Schuss von der Unterkante der Latte am Kreuzeck abprallte, Ochs im Nachfassen aber klären konnte. Eine Minute später lief Amir Abrashi alleine auf Ochs zu, wieder konnte er per Fußabwehr ein Tor verhindern (67.). Danach verflachte die Partie zusehends, sodass die Löwen die knappe Führung über die Zeit brachten.

„Die 1. Halbzeit war sehr gut", resümierte Löwen-Chefcoach Reiner Maurer. „Die Tore waren schön herausgespielt. Darüber hinaus hatten wir noch ein paar gute Chancen." Lediglich die ersten zehn Minuten missfielen dem 52-Jährigen. „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, da konnte man merken, dass wir eine lange Busfahrt in den Knochen hatten. Dann fiel die Führung für den GC auch noch durch einen abgefälschten Schuss."

Zufrieden zeigte sich Maurer mit seinen beiden Neuen in der Defensive, Moritz Volz und Grzegorz Wojtkowiak, die erstmals in einem Testspiel die Außenbahnen besetzten. „Sie standen defensiv sehr stabil und haben nichts zugelassen. Wenn, dann gab es Schüsse aus der zweiten Reihe." Ebenfalls ein gutes Spiel vor der Abwehr bescheinigte Maurer Kai Bülow. Moritz Stoppelkamp, der neben Benny Lauth in der Spitze spielte, nannte er „sehr lauffreudig und torgefährlich", was auch auf Marin Tomasov zutraf.

„Ab der 60. Minute gab es einen Bruch in unserem Spiel", analysierte der Löwen-Trainer. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits achtmal gewechselt, später musste er auch noch Sebastian Maier, der zur Pause gekommen war, wegen einer Knieverletzung vom Feld nehmen. „Bei uns hat dadurch die Ordnung nicht mehr gestimmt. In dieser Phase hat sich Timo Ochs mit einigen guten Paraden ausgezeichnet." Genau das wollte der 30-Jährige auch bewirken. „Es freut mich, dass ich heute ein gutes Spiel zeigen konnte", sagte Ochs. „Das ist gerade in der Vorbereitung sehr wichtig."

Grasshopper Club Zürich - 1860 München 1:2 (1:2)

1860: 22 Ochs - 3 Wojtkowiak (46. Bühler), 26 Schindler (46. Aygün), 5 Vallori, 2 Volz (46. Feick) - 4 Bülow (72. Vocaj), 4 Bierofka (46. Stahl) - 14 Tomasov (63. Vollamnn), 28 Halfar (46. Maier, 70. Steinhart) - 10 Stoppelkamp (46. Nicu), 11 Lauth (56. Ziereis).

Tore: 1:0 Shkelzen Gashi (7.), 1:1 Stoppelkamp (17.), 1:2 Wojtkowiak (22.).
Gelbe Karte: - Vallori, Lauth.
Zuschauer: 850 auf dem „Campus" in Niederhasli.
Schiedsrichter: San Fedayi (Windisch); Assistenten: Didier Dubrit ( Baulmes), Christopher Chaillet (Pully).

Die bisherigen Testspiel

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