3:1-Sieg in Karlsruhe – Bierofka mit Doppelpack

Daniel Bierofka

Daniel Bierofka schloss in dieser Szene einen sehenswerten Konter in der 33. Minute zum 1:0 ab.

Die Löwen verabschiedeten sich mit einem 3:1-Erfolg beim Karlsruher SC aus dem Spieljahr 2011. Daniel Bierofka hatte die Sechzger nach einem sehenswerten Spielzug vor der Pause in Führung gebracht (33.), die Marc Terrazzino in der 72. Minute ausglich. Stefan Aigner (80.) und Daniel Bierofka per Foulelfmeter (87.) trafen zum Endstand. Damit haben die Löwen aus den letzten fünf Spielen 13 Punkte geholt, überwintern auf dem 6. Tabellenplatz.

Personal: Löwen-Trainer Reiner Maurer musste zum Jahresabschluss beim KSC auf Gabor Kiraly (Faserriss in der Wade), Bobby Wood (Meniskus-OP), Benjamin Schwarz (Aufbautraining nach Knieverletzung), Arne Feick (Außenbandriss im Sprunggelenk), Daniel Halfar (Schambeinreizung) und Daniel Hofstetter (Adduktorenprobleme) verzichten.

Spielverlauf: Bereits nach 90 Sekunden hatten die Löwen die Riesenchance zur Führung. Einen Freistoß aus dem linken Halbfeld flankte Daniel Bierofka mit rechts in den Strafraum, Kai Bülow verlängerte am Elfmeterpunkt das Leder mit dem Kopf aufs kurze Eck. Der Ball sprang jedoch vom linken Innenpfosten nach vorne weg, Djordje Rakic jagte anschließend den Abpraller aus sechs Metern mit Rückenlage über das KSC-Gehäuse (2.). Fast eine identische Situation hatten die Karlsruher auf der Gegenseite. Einen Freistoß von halblinks flankte Alexander Iashvili mit rechts in den Strafraum, jedoch gewann Necat Aygün das Kopfballduell gegen Klemen Lavric, verlängerte das Leder mit dem Hinterkopf über die eigene Querlatte (8.). Anschließend kamen die Badener noch zu drei Eckbällen in Folge - ohne sich dabei aber ein Chance zu erspielen. Einen 22-Meter-Freistoß aus halbrechter Position setzte Stefan Buck nach einer knappen Viertelstunde mit links etwa einen Meter über das rechte Kreuzeck (15.). In der 19. Minute kam Lavric halblinks im Löwen-Strafraum ans Leder, doch Christopher Schindler war zur Stelle, grätschte ihm das Leder vom Fuß. Vier Minuten später gab's für die Sechziger einen Freistoß von der rechten Strafraumseite. Die Flanke von Benjamin Lauth erreichte Schindler zwar mit dem Kopf, doch der Ball ging weit übers KSC-Tor (23.). Im Gegenzug hatte Kevin Volland Daniel Bierofka die Bahn am Strafraum freigesperrt, doch der Flachschuss des 32-Jährigen aus 21 Metern ging drei Meter am rechten Pfosten vorbei (24.). In der 33. Minute gingen die Löwen durch einen sehenswerten Spielzug in Führung. Nach einem weiten Ball auf die linke Seite flankte Rakic das Leder mit Übersicht an den Strafraum, wo Lauth mit der Brust auf Bierofka ablegte. Der Routinier kam von hinten angesprintet, nahm das Leder aus 18 Metern per Dropkick und versenkte es flach im linken unteren Eck zum 1:0. Direkt nach dem Anstoß hatte Iashvili die große Chance zum Ausgleich, als er halblinks frei vor Timo Ochs auftauchte, aber aus elf Metern am 1860-Keeper scheiterte (34.). In der 38. Minute verlor Bierofka im Spielaufbau vorm eigenen Strafraum das Leder an Pascal Groß. Aber anstatt selbst den Abschluss zu suchen, passte der Youngster auf Gaetan Krebs, der im Strafraum mit einem fairen Tackling von Schindler am Abschluss gehindert wurde (38.). Glück hatten die Löwen kurz vor der Pause. Groß hatte eine Freistoßflanke von der rechten Seite an den Torraum gezirkelt, Innenverteidiger Dennis Kempe kam freistehend aus sieben Metern zum Kopfball, traf aber nur die Unterkante der Querlatte (44.). Somit glichen die Karlsruher die Bilanz nach Aluminiumtreffer aus, während die Sechzger die 1:0-Führung mit in die Pause nahmen.

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Verletzungsbedingt musste Löwen-Trainer Reiner Maurer zur 2. Halbzeit wechseln. Für Aygün kam Dominik Stahl, der die Position von Kai Bülow im defensiven Mittelfeld einnahm. Bülow rückte für Aygün in die Innenverteidigung. Die Gastgeber versuchten, den Druck zu erhöhen, doch die Möglichkeiten besaßen die Löwen. In der 49. Minute kam Lauth nach einem Volland-Zuspiel am Strafraum frei zum Abschluss, doch sein Schlenzer aufs linke obere Eck ging über den Querbalken. Vier Minuten später war es Antonio Rukavia, der nach Pass von Stefan Aigner am rechten Torraumeck in die Mitte flanken wollte, jedoch grätschte ein Karlsruher die Hereingabe zur Ecke ab (53.). Eine Freistoßflanke durch Bierofka aus dem rechten Halbfeld ging in der 63. Minute durch Freund und Feind hindurch zum überraschten Stefan Buck, der das Leder aus sieben Metern rechts neben das Tor setzte. Vollkommen überraschend kamen die Karlsruher in der 72. Minute zum Ausgleich. Timm setzte sich auf der rechten Seite im Sprint gegen Buck durch, kam bis zur Grundlinie, seine Hereingabe konnte Stahl zunächst abwehren. Das Leder kam zum eingewechselten Marco Terrazzino, der am rechten Torraumeck aus sieben Metern links unten zum 1:1 traf. Lange dauerte die Freude bei den Badener nicht. Die Löwen hatten einen Freistoß im linken Halbfeld fast an der Mittellinie zugesprochen bekommen. Vor der Ausführung wurde der verletzte Rakic für Sandro Kaiser ausgewechselt. Danach führte Buck den Standard aus, Aigner konnte den 40-Meter-Pass am langen Eck aus sieben Metern ungehindert köpfen, traf ins rechte untere Eck zum 2:1 (80.). Beinahe hätten die Karlsruher drei Minuten später den erneuten Ausgleich erzielt. Terrazzino kam auf der rechten Seite zum Flanken, seine flache Hereingabe an den zweiten Pfosten erreichte Timm, der mit seinem Schuss aus sechs Metern an der glänzenden Fußabwehr von Ochs scheiterte (83.). Die Entscheidung fiel in der 87. Minute. Nach Bierofka-Zuspiel kam Niklas Hoheneder im Strafraum gegen Volland zu spät, holte ihn von den Beinen. Schiedsrichter Patrick Ittrich zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Bierofka lief an, verlud Dirk Orlishausen und traf zum 3:1. Mit dem Sieg in Karlsruhe krönten die Löwen ihr starkes Finish 2011. Aus den letzten fünf Spielen holten sie 13 Punkte, lediglich in Aachen gab es ein 2:2.

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Steno

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