Bittere 0:2-Niederlage gegen den FC St. Pauli

Moritz Stoppelkamp
Moritz Stoppelkamp und die Löwen erlebten gegen den FC St. Pauli eine Bauchlandung.

Für die Löwen ist der Zug nach oben erstmal abgefahren. Im Heimspiel gegen St. Pauli mussten sie eine bittere 0:2-Niederlage durch die Treffer von Fabian Boll (26.) und Daniel Ginczek hinnehmen (53.). Damit holte das Team von Trainer Reiner Maurer nur einen Punkt aus den letzten vier Spielen, fiel ins Mittelfeld der Tabelle zurück.


Personal: Löwen-Trainer Reiner Maurer musste wegen einer Gelbsperre auf Guillermo Vallori verzichten. Kurzfristig fiel auch noch Dominik Stahl wegen einer Magen-/Darmerkrankung aus, so spielte doch Grzegorz Wojtkowiak als Rechtsverteidiger, Christopher Schindler rückte für Vallori in die Innenverteidigung und Kai Bülow bildete mit Daniel Bierofka die Doppel-Sechs. Neu ins Team kam Marin Tomasov. Die Nachwuchsspieler Liridon Vocaj, Vitus Eicher, Korbinian Vollmann und Phillipp Steinhart kamen nicht Zuge.

Spielverlauf: Eine Riesenchance ergab sich für die Hanseaten gleich mit dem ersten Angriff. Die Löwen-Defensive war nach einem Konter entblößt. Christopher Buchtmann lief im Zentrum völlig frei alleine Richtung Tor. Löwen-Keeper Gabor Kiraly kam aus seinem Strafraum, baute sich vor Buchtmann auf, der nach links zum mitgelaufenen Akaki Gogia ablegte, der zu lange mit seinem Schuss zögerte. Als er dann aus 13 Metern abzog, hechtete der zurückgeeilte Kiraly in den Ball, wehrte ihn ab (3.). Nach einem Eckball in der 10. Minute kam St. Pauli an den zweiten Ball, Florian Kringe auf der rechten Strafraumseite passte auf Sebastian Schachten im Sechzehnmeterraum. Paulis Nummer 20 zog halbrechts aus 14 Metern unbedrängt ab, verfehlte jedoch das lange Eck des 1860-Gehäuses. Einen weiten Einwurf von Grzegorz Wojtkowiak konnte die Hamburger Defensive zunächst abwehren, Daniel Halfar kam aber aus 19 Metern in halblinker Position zum Schuss, traf das Leder aber nicht voll. Doch von Christopher Schindler abgefälscht kam der Schuss als Aufsetzer aufs lange Eck, so dass Philipp Tschauner ihn nur mit Mühe zur Ecke ablenken konnte (12.). Ein kurz ausgeführter Freistoß von Moritz Stoppelkamp auf Halfar führte zur nächsten gefährlichen Szene vorm St. Pauli-Tor. Halfar flankte von rechts den Ball vors Tor, der sich aber gefährlich über Tschauner aufs lange Eck senkte, doch der ehemalige Löwen-Keeper hatte aufgepasst, kratzte das Leder mit einer Hand weg (16.). In der 19. Minute blockte Wojtkowiak im letzten Moment einen Schuss von Gogia im Strafraum zur Ecke. Im Anschluss an die Ecke traf Daniel Ginczek nur das Außennetz des 1860-Tores (20.). Erst hatten die Löwen Glück, als nach einem Eckball durch Buchtmann von der linken Seite gleich vier Hanseaten am Torraum die Hereingabe verpassten. Doch Kevin Schindler flankte anschließend von rechts quer durch den Strafraum auf Ginczek, der per Kopf auf Fabian Boll ablegte. Der St. Pauli-Kapitän nahm das Leder aus 14 Metern in zentraler Position direkt aus der Drehung, traf zum 1:0 ins linke untere Eck (26.). Sechs Minuten später war für Boll Schluss. Der 33-Jährige musste verletzt den Platz verlassen (32.). Nach einer Hereingabe von Kringe am linken Torraumeck konnte Moritz Volz gerade noch vor dem einschussbereiten Kevin Schindler hinter ihm zur Ecke klären (34.). Die Löwen selbst hatten eine Reihe von Standardsituationen, kamen aber nicht entscheidend zum Abschluss oder ein Hamburger Spieler brachte im letzten Moment den Fuß dazwischen. So nahmen die Gäste die verdiente Führung mit in die Halbzeitpause.

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Die Löwen besaßen gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts eine Riesenchance zum Ausgleich. Bierofka hatte aus dem Halbfeld fast von der rechten Außenlinie geflankt, Lauth schraubte sich hoch, kam aus zehn Metern zum Kopfball. Tschauner im Tor der Hamburger brachte noch die Fingerspitzen ans Leder, lenkte es an die Querlatte (51.). Das Tor fiel wenig später auf der Gegenseite. Ausgangspunkt war ein Einwurf von Christopher Avevor auf der rechten Seite fast auf Höhe der Mittellinie. Diesen verlängerte Volz mit dem Kopf über seine eigenen Abwehrspieler hinweg. Kevin Schindler hatte aufgepasst und lief mit dem Ball halbrechts alleine auf Kiraly zu, legte am Torraum quer auf Ginczek, der das Leder aus sechs Metern zum 2:0 über die Linie drückte (53.). Vier Minuten später besaß der Torschütze des zweiten Treffers sogar die Chance, auf 3:0 zu erhöhen. Doch Ginczeks Zwölf-Meter-Schuss aus halblinker Position wehrte Kiraly per Reflex ab (57). In der nächsten Szene tauchte Avevor vor Kiraly auf, aber der Keeper nahm ihm an der Strafraumgrenze den Ball vom Fuß (60.). Eine Direktabnahme aus 15 Metern von Stoppelkamp, die weit übers Tor ging, war eine der wenigen Antworten der Löwen auf den Zwei-Tore-Rückstand (68.). Ansonsten wirkten Kapitän Benny Lauth und seine Teamkollegen ziemlich verunsichert. Einen weiten Einwurf von Wojtkowiak verlängerte Schindler mit dem Kopf auf Blanco, der bei seinem Kopfball aus neun Metern nicht genug Druck aufs Leder brachte, um Tschauner vor Probleme zu stellen (73.). In der 79. Minute tauchte Ginczek vollkommen frei vor Kiraly auf, sein unplatzierter Schuss aus zwölf Metern wehrte der Löwen-Keeper mit dem Fuß ab. Drei Minuten später verfehlte Christopher Schindler mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das Hamburger Tor nur um Zentimeter (82.). Danach passierte nicht mehr viel. Die Hanseaten brachten gegen harmlose Sechziger die Führung problemlos über die Zeit. Die Tuchfühlung zur Spitze hat sich für die Löwen damit erstmal erledigt.

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