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Dezimierte Löwen unterliegen Köln mit 0:2

Grigoris Makos
Grigoris Makos kann es nicht fassen: Schiedsrichter Markus Schmidt zeigt ihm nach einem Luftkampf Gelb-Rot.

Die Löwen konnte gegen den 1. FC Köln das dritte Heimspiel nicht gewinnen, kassierten eine bittere Niederlage. Der frühen Führung der Gäste in der 3. Minute durch Kevin McKenna folgte eine überzogene Gelb-Rote Karte für Grigoris Makos (38.). Danach konzentrierten sich die Gäste aufs Verteidigen und lauerten auf Konter. So entschieden sie in der 75. Minute durch Adil Chihi endgültig das Spiel.


Personal: Löwen-Trainer Reiner Maurer hatte alle Mann an Bord, weshalb Ismael Blanco nicht im Kader stand. Wie gewohnt sammelten die Nachwuchsspieler Liridon Vocaj, Vitus Eicher, Korbinian Vollmann und Phillipp Steinhart Spielpraxis im Regionalliga-Team.

Spielverlauf: Die erste gefährliche Szene des Spiels gehörte den Gästen. Mato Jajalo kam an der Strafraumgrenze zum Abschluss. Doch Guillermo Vallori grätschte dazwischen und lenkte den Schuss zur Ecke ab. Diese flankte Adil Chihi von links an den Torraum. Kevin McKenna lief von hinten in die Hereingabe und köpfte das Leder aus sechs Metern unbedrängt und unhaltbar für Gabor Kiraly zum 1:0 in die Maschen (3.). Genau das hätte nicht passieren sollen! Nach einem Freistoß von Daniel Halfar aus halbrechter Position zeigte FC-Torhüter Timo Horn eine Unsicherheit, als er den Ball nicht festhalten konnte. Der Ball landete jedoch anschließend im Tor-Aus (12.). Eine Halfar-Ecke zwei Minuten später brachte die nächste brenzlige Situation vor dem Kölner Tor. Necat Aygün am zweiten Pfosten legte das Leder zurück auf Arne Feick, der aus 15 Metern mit vollem Risiko abzog. Der 24-Jährige traf den Ball allerdings nicht voll, sodass er links neben dem Tor landete (14.). Insgesamt bestimmten die Löwen in dieser Phase das Spielgeschehen, ohne dabei zu klaren Chancen zu kommen. Einen Flachschuss von Christian Clemens aus 22 Metern in der 24. Minute wurde sichere Beute von Löwen-Keeper Kiraly. Auf der Gegenseite prüfte Halfar den Kölner Keeper mit einem 30-Meter-Freistoß, der als Flanke gedacht war, aber immer länger wurde. Horn fischte das Leder aus dem linken unteren Eck (27.). Vallori kam zwar nach einem Vorstoß aus 18 Metern zum Abschluss, sein Schuss ging jedoch links am Tor vorbei (38.). Kurz danach verletzte sich der Ex-Löwe Matthias Lehmann in einem Luftkampf mit Makos im Gesicht. Schiedsrichter Markus Schmidt reagierte direkt und zeigte dem Griechen die Gelb-Rote-Karte. Dadurch mussten die Sechzger fast eine Stunde mit einem Mann weniger auskommen. Mehr als ein klares Abseitstor durch Chihi gelang den Rheinländern in Überzahl bis zur Pause nicht mehr (41.).

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Die Kölner taten nach der Pause noch weniger fürs Spiel als im ersten Durchgang, lauerten nur noch auf Konter gegen die dezimierten Löwen. Nach einem Eckball von rechts durch Halfar kam Aygün am ersten Pfosten zum Kopfball. Das Leder wurde in der Luft noch leicht abgefälscht, ging knapp am rechten Kreuzeck vorbei (57.). Im Gegenzug hätte Feick beinahe eine Hereingabe von Chihi ins eigene Tor geklärt (58.). Geradezu stümperhaft war der Abschluss von Anthony Ujah. Nach einem Abspielfehler von Grzegorz Wojtkowiak tauchte er alleine vor Kiraly auf, schoss den Ungarn aus zwölf Metern aber nur an (67.). Nach einem Halfar-Eckball, bei dem Horn erneut nicht ans Leder kam, blieb der Kölner-Keeper im Torraum liegen. Der Unparteiische Schmidt pfiff ab und gab Schiedsrichter Ball. Daraus entwickelte sich das 2:0 für die Gäste. Ein weiter Abschlag von Kiraly kam postwendend über die weit aufgerückte Innenverteidigung der Kölner zurück. Chihi lief alleine auf Kiraly zu und traf aus 15 Metern ins linke untere Eck (75.). Das war die Entscheidung. In der 84. Minute entwischte der eingewechselte Tobias Strobl auf der rechten Seite. Die Hereingabe des Ex-Löwen setzte Mikael Ishak per Direktabnahme rechts neben den Pfosten. So blieb es beim 0:2. Unterm Strich eine bittere Löwen-Niederlage gegen eine schwache Kölner Mannschaft, die die Fehler der Sechzger eiskalt bestrafte und durch eine zweifelhafte Schiedsrichter-Entscheidung begünstigt wurde.

Steno

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