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DFB-Pokal-Vorschau, 2. Runde: Berliner AK - 1860 München

Timo Ochs
Steht wie in der 1. Pokalrunde Runde gegen Hennef auch beim Berliner AK im Tor: Timo Ochs.

Seit drei Spielen haben die Löwen nicht mehr gewonnen. Trotzdem ist ein Sieg in der 2. Runde des DFB-Pokals am Dienstagabend, 30. Oktober, gegen Regionalligist Berliner AK Pflicht. Anstoß der Partie im Jahnsportpark ist um 19 Uhr.


Die kurze Pause seit der 0:1-Niederlage beim FC Energie Cottbus ist für Trainer Reiner Maurer diesmal kein Problem. Im Gegenteil: „Nach dem unerfreulichen Spiel haben wir die Möglichkeit, ins Achtelfinale zu kommen. Das muss unser Anspruch sein, auch wenn die Berliner in der 1. Runde Hoffenheim mit 4:0 bezwungen haben."

Deshalb fordert der 52-Jährige eine ähnlich konzentrierte Leistung wie beim 6:0-Erfolg gegen den FC Hennef 05. Das war gleichzeitig der höchste Erstrundensieg aller Mannschaften. „Wir müssen unser Spiel machen. Gegen Hennef hat das nach anfänglichen Schwierigkeiten gut geklappt. Auch wenn es für uns eine undankbare Aufgabe ist, wir wollen den Platz als Sieger verlassen. Dazu müssen wir in die Zweikämpfe gehen", verlangt Maurer von seinen Löwen.

Keine Bedenken hat der Trainer, dass die Mannschaft den Viertligisten auf die leichte Schulter nehmen könnte. „Das kann ich mir aufgrund unserer Situation und dem Spiel in Cottbus nicht vorstellen", sagt er. „Wir wollen wieder zurück in die Spur kommen, und dafür müssen wir uns in Berlin entsprechend präsentieren", lautet sein Credo.

Den Gegner hat Maurer intensiv beobachten lassen. „Eine Mannschaft, die sehr tief steht und auf Konter lauert", so sein Fazit. „Sie werden uns 90 Minuten beackern, versuchen, uns die Lust am Fußball spielen zu nehmen." Darauf müsse sein Team vorbereitet sein. Torhüter Timo Ochs befürchtet gar, dass sich der Athletik-Klub „mit elf Mann hinter die Mittellinie zurückzieht". Ganz kann Maurer diese Einschätzung nicht teilen. „Auch wenn sie sehr defensiv agieren werden, so spielen sie sicher nicht 90 Minuten auf ein 0:0."

Für Maurer und den Verein hat der Pokal einen hohen Stellenwert, zumal er finanziell ein schönes Zubrot bedeutet. Der Einzug unter die letzten 16 bringt 531.000 Euro Prämie plus die Zuschauer-Einnahmen aus der nächsten Runde. Bei einem Fernseh-Spiel würde sich der Betrag nochmals erhöhen. „Nachdem wir in den beiden letzten Jahren jeweils in der 2. Runde gegen Köln und Düsseldorf ausgeschieden sind, wäre ein Einzug ins Achtelfinale mal wieder an der Zeit", so Maurer.

Damit spekulieren auch die Amateure aus Berlin, die durch ihr Weiterkommen gegen Hoffenheim bereits ihren Saisonetat decken konnten. „Sie haben zuletzt einige Spieler geschont, sind guten Mutes gegen uns", hat Maurer erkannt. So wurde ihr Stürmer-Star Metin Cakmak, der zwei Tore gegen den Bundesligist Hoffenheim erzielt hatte, am Samstag im Regionalligaspiel gegen den VfB Germania Halberstadt (1:1) aufgrund einer Innenbanddehnung geschont. Gegen die Löwen will er aber unbedingt auflaufen. „Es sieht ganz gut aus, das Knie wird halten", sagt der 25-Jährige gegenüber der Berliner Morgenpost, warnt aber vor zu viel Euphorie. „Wir müssen auf dem Boden bleiben. Die Münchner werden uns bestimmt nicht so unterschätzen wie Hoffenheim." Trotzdem träumt auch der Deutsch-Türke vom erneuten Pokal-Coup des BAK.

Im Tor der Löwen kommt es zum bereits avisierten Wechsel. Wie in der 1. Runde wird Gabor Kiraly pausieren und Timo Ochs den Vortritt lassen. Auf der Bank nimmt U21-Keeper Vitus Eicher Platz. Diese Maßnahme begründet Maurer mit dem vorbildlichen Verhalten der Nummer 22 der Löwen. „Timo hat gut trainiert, bei ihm habe ich keine Bedenken. Auch gegen Hennef hat er eine tadellose Partie absolviert."

Wie Kiraly wird auch Grzegorz Wojtkowiak nicht mit in die Bundeshauptstadt reisen. „Wir versuchen das Problem von Grzegorz, das vom Rücken her kommt, in den Griff zu bekommen", erklärt der Löwen-Coach. Nachdem der Pole im Heimspiel gegen Aue geschont wurde, musste Maurer ihn in Cottbus bereits nach einer halben Stunde vom Feld nehmen. „Das ist bitter für ihn und die Mannschaft, wenn er nicht fit ist. Grzegorz war in der Vorbereitung und beim Auftakt gegen Regensburg der überragende Spieler." Für ihn wird erneut Christopher Schindler auf der rechten Seite verteidigen.

Ebenfalls wieder im Kader steht Marin Tomasov nach seinem Virusinfekt. Am Sonntag war der Kroate beim Laufen, am Montag absolvierte er mit der Mannschaft das Training auf dem Kunstrasen, bei dem das schnelle Passspiel im Vordergrund stand. „Marin ist eine Option", sagt Maurer, ebenso wie Grigoris Makos. „Ob er spielen wird, lasse ich mir offen. Akis brennt auf einen Einsatz. Aber nach so einer undankbaren Verletzung dauert es, bis er wieder in der Spur ist."

Voraussichtliche Aufstellungen:

BAK: 1 Kisiel - 16 Häntschke, 6 Teichmann, 24 Gerlach, 3 Krstic - 7 Altiparmak, 20 Siemund - 17 Blazynski, 10 Malinowski, 8 Kruschke - 18 Cakmak
Ersatz: 22 Hildebrandt (Tor) - 5 Yigitoglu, 9 Avcioglu, 11 Makangu, 13 Korkmazyürek, 18 Akgün, 21 Miessner, 23 Kesavan.
Nicht dabei: 2 Lichte (Muskelfaserriss), 4 Osadchenko (Kreuzbandriss), 8 Brandt (Sprungelenksverletzung).

1860: 22 Ochs - 26 Schindler, 13 Aygün, 5 Vallori, 2 Volz - 4 Bülow, 6 Stahl - 10 Stoppelkamp, 7 Bierofka, 28 Halfar - 11 Lauth.
Ersatz: 30 Eicher (Tor) -8 Nicu, 14 Tomasov, 18 Blanco, 19 Maier, 21 Makos 27 Feick.
Nicht dabei: 1 Kiraly (pausiert), 3 Wojtkowiak (Rückenprobleme), 17 Vocaj, 33 Vollmann, 36 Steinhart (alle U21).

Schiedsrichter: Bibiana Steinhaus (Hannover); Assistenten: Arne Aarnink (Nordhorn), Martin Bärmann (Leipzig); Vierter Offizieller: Stefan Lupp (Zossen).

Pokal BAK-1860

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