Heimpremiere geglückt: Löwen besiegen KSC 2:1

Stefan Aigner

Dominik Stahl, Dennis Malura und Kevin Volland gratulieren Stefan Aigner zum Treffer zum 2:1.

Die Löwen hielten dem Druck im ersten Heimspiel stand, rangen in einer engen Partie den Karlsruher SC mit 2:1 nieder. Die Führung durch Christopher Schindler in der 35. Minute egalisierte Alexander Iashvili zwei Minuten später per Elfmeter (37.). Den Siegtreffer erzielte Stefan Aigner in der 56. Minute vor den Augen von Investor Hasan Ismaik per Kopf.

Personal: Im ersten Heimspiel musste Cheftrainer Reiner Maurer verletzungsbedingt auf Necat Aygün (Gesichtsfraktur) und Benjamin Schwarz (Knieverletzung) verzichten, Stefan Buck stand wegen seiner gelb-roten Karte aus dem Braunschweig-Spiel nicht zur Verfügung. Kai Bülow rückte für Buck in die Innenverteidigung, seinen Platz im Mittelfeld übernahm Dominik Stahl. Außerdem bekam auf der rechten Mittelfeldseite Stefan Aigner den Vorzug vor Daniel Bierofka.

Spielverlauf: Die Löwen taten sich in der Anfangsphase sehr schwer, weil die Karlsruher aggressiv gegen den Ball spielten und früh attackierten. So neutralisierten sich beide Teams zunächst gegenseitig. Es dauerte bis zur 12. Minute, ehe die Gäste erstmals gefährlich vors 1860-Tor kamen. Klemen Lavric hatte kurz vorm Strafraum quer auf Alexander Iashvilli gelegt, dessen 17-Meter-Flachschuss aus halblinker Position aufs lange Eck konnte Gabor Kiraly erst im Nachfassen festhalten. Drei Minuten später hatten die Sechzger ihre erste Möglichkeit. Einen Freistoß fünf Meter vor der rechten Eckfahne zirkelte Daniel Halfar mit links aufs lange Eck des KSC-Tores, aber das Leder ging Zentimeter übers Kreuzeck (15.). Brenzlig war die Situation in der 18. Minute für Sechzig. Marco Terrazzino hatte von rechts in die Mitte gepasst, Lavric nahm den Ball aus elf Metern direkt, doch Kiraly tauchte ab, holte das Leder aus dem langen Eck. Im Gegenzug foulte Staffeldt Aigner an der rechten Außenlinie. Den fälligen Freistoß brachte Halfar mit viel Schnitt an den ersten Pfosten, Dominik Stahl verlängerte mit dem Kopf, KSC-Torhüter Dirk Orlishausen holte den Ball aus dem kurzen Eck, Aigner kam nochmals ans Leder, konnte den Ball aber nur noch aus spitzem Winkel am Tor vorbeistochern (19.). In der 25. Minute konnte Niklas Hoheneder gerade noch vor Kevin Volland, der Doppelpass mit Stahl gespielt hatte, am Torraum zur Ecke klären. Zwei Minuten später konterten die Löwen, doch Halfars Flanke von der linken Strafraumseite auf Benjamin Lauth in der Mitte lief Thorben Stadler ab (27.). Die beste Chance besaßen die Sechzger in der 32. Minute. Lauth hatte Staffeldt kurz vor der rechten Außenlinie aussteigen lassen, flankte von der Grundlinie zurück auf Stahl, doch der traf aus zwölf Metern den Ball nicht richtig, so dass dieser links am Tor vorbeikullerte. Drei Minuten später war es dann passiert. Nach einer Ecke von rechts durch Lauth köpfte Bülow aus acht Metern das Leder wuchtig aufs lange Eck. Orlishausen tauchte ab, parierte den Kopfstoß, doch Christopher Schindler war zur Stelle, bugsierte am linken Pfosten den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie (35.). Doch lange konnten sich die Löwen an der Führung nicht freuen. Im Gegenzug ging Stahl zu ungestüm gegen Marco Terrazzino vor, holte ihn im Strafraum von den Beinen, Schiedsrichter Babak Rafati zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt (36.). Iashvili lief an, verlud Kiraly und schnippte das Leder in die Tor-Mitte zum 1:1 ein (37.). Bis zum Pausenpfiff passierte nicht mehr viel.

Es dauerte fast zehn Minuten nach der Pause, bis die Partie wieder in Fahrt kam. Zunächst hatten die Löwen Glück. Feick brachte Terrazzino nach einem Konter kurz vor dem Strafraum zu Fall, Rafati ließ weiterlaufen, Buckley kam ans Leder, wurde aber anschließend mit fairen Mitteln gestört (55.). Im Gegenzug gab es einen Eckball von rechts, den Halfar in die Mitte flankte, Bülow verlängerte mit dem Kopf, Aigner hatte sich aus dem Rücken seines Bewachers davon gestohlen, traf aus sechs Metern zum 2:1 per Kopf (56.). Eine Minute später parierte Oerlishausen einen 17-Meter-Schuss von Stahl (57.). Auf der Gegenseite hatte Karlsruhe eine gute Freistoßchance, doch Buckleys Schlenzer aus 17 Metern aufs kurze Eck ging einen Meter über den Querbalken (59.). In der gleichen Minute passte Iashvili auf Lavric im Strafraum, der kam halblinks gegen Bülow zum Abschluss, seinen Flachschuss aus spitzem Winkel wehrte Kiraly mit den Fingerspitzen in die Mitte ab, wo Feick endgültig klären konnte (59.). In der 67. Minute besaßen die Nordbadener vielleicht ihre beste Chance. Terrazzino hatte zentral auf Lavric durchgesteckt, der sich ausnahmsweise von seinem Bewacher Schindler lösen konnte, aber aus 14 Metern den Ball links neben den Pfosten setzte (67.). Eine Minute später suchte Terrazzino auf der rechten Strafraumseite erneut den Köperkontakt gegen Stahl, ließ sich theatralisch fallen, doch diesmal zeigte ihm Rafati wegen einer „Schwalbe" zu Recht die gelbe Karte (68.). In der 74. Minute zog Daniel Bierofka auf der rechten Seite aus spitzem Winkel ab, sein Zehn-Meter-Schuss konnte Oerlishausen zwar nur nach vorne abwehren, doch seine Kollegen entschärften die Situation. Drei Minuten später hätte Lauth alles klar machen können. Nach einem Konter über rechts legte Manuel Schäffler quer in die Mitte, doch der Löwen-Torjäger scheiterte aus acht Metern an Oerlishausen, der sich ihm entgegen warf und zur Ecke abwehrte (77.). Vier Minuten später setzte Thorben Stadler einen 19-Meter-Freistoß aus halbrechter Position knapp über den Querbalken (81.). In der Nachspielzeit ging sogar KSC-Torhüter Oerlishausen zweimal bei Freistössen mit in den Strafraum, doch die Löwen-Abwehr stand sicher, konnte den knappen Erfolg über die Zeit retten.

Stefan Aigner

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