Heimserie zum Wiesn-Auftakt verteidigt – Löwen siegen 4:0

Stefan Aigner

Erzielte bereits nach 125 Sekunden per Kopf die Löwen-Führung: Stefan Aigner.

Der Wiesn-Auftakt ist gelungen. Mit 4:0 bezwangen die Löwen den FSV Frankfurt. Je zwei schnelle Tore durch Stefan Aigner (3.) und Kevin Volland (47.) zu Beginn der beiden Halbzeiten führten zum 2:0. Volland mit seinem sechsten Saisontreffer traf in der 67. Minute zum 3:0, Alexander Huber machte den Löwen-Erfolg mit einem Eigentor komplett (90.). Somit sind die Sechziger seit neun Spielen (7 Siege, 2 Remis) zu Hause ungeschlagen und haben alle vier Heimspiele in dieser Saison gewonnen.

Personal: Löwen-Chefcoach Reiner Maurer musste auf Sandro Kaiser (Muskelfaserriss) und Benjamin Schwarz (Reha nach Knieverletzung) verzichten. Geburtstagskind Sebastian Maier (18) und Bobby Wood spielten am Freitagabend in der U23 gegen den FC Ingolstadt II (0:0). Die Innenverteidigung bildeten diesmal Necat Aygün und Stefan Buck, Collin Benjamin verteidigte auf der linken Seite, Kai Bülow rückte auf die Sechser-Position vor.

Spielverlauf: Erstmals traten die Löwen mit „Aston Martin", dem neuen Hauptsponsor, auf der Brust an. Und es begann für die Heimmannschaft optimal am ersten Wiesn-Wochenende. Bereits nach 125 Sekunden lag der Ball im Tor der Hessen. Benjamin Lauth führte einen Eckball von der linken Seite kurz auf Daniel Halfar aus, der kam von der Grundlinie zum Flanken, Stefan Aigner stand am Torraum mutterseelenallein, musste nur noch zum 1:0 einnicken (3.). In der 6. Minute kam Collin Benjamin im FSV Strafraum bis zur Grundlinie, doch seine Hereingabe in die Mitte fand keinen Abnehmer. Drei Minuten später hatte Halfar auf der rechten Seite Lauth angespielt. Dessen Flanke an den zweiten Pfosten auf Kevin Volland konnte Gledson aber per Kopf klären (9.). In der 24. Minute verweigerte Schiedsrichter Bastian Dankert den Löwen einen klaren Elfmeter. Lauth hatte an der rechten Strafraumseite Samil Cinaz getunnelt, lief dann an ihm vorbei, der Frankfurter holte ihn im Strafraum von den Beinen, doch der Unparteiische ließ weiterspielen. Drei Minuten später die nächste Riesenchance für die Sechziger. Aigner hatte im Strafraum zurück auf Lauth gepasst, der nahm das Leder aus 15 Metern volley, hatte aber bei seinem Schuss zu viel Rücklage, so dass er weit über den Querbalken ging (27.). Nach einem 1860-Konter lupfte Antonio Rukavina von halbrechts den Ball schön in die Mitte, wo der zurückeilende Gledson gerade noch vor Lauth das Leder über das eigene Tor köpfen konnte (33.). In der folgenden Phase gaben die Sechziger dem Gegner mehr Raum, ließen sie durchs Mittelfeld kombinieren. Zum Glück fanden deren letzte Pässe meistens keinen Abnehmer. So wurde es nur in der 43. Minute nach einem Eckball von rechts durch Zafer Yelen gefährlich. Der großgewachsene Marc Heitmeier kam bedrängt aus acht Metern zum Kopfball, setzte das Leder aber zwei Metern neben den rechten Pfosten. So blieb es bei der knappen Führung für die Hausherren zur Pause, die nach gutem Beginn etwas den Faden verloren hatten.

Zur Bildergalerie >>

Noch schneller ging es mit dem ersten Tor für die Löwen im zweiten Durchgang. Torhüter Kiraly schlug aus dem Spiel heraus weit ab. Volland wurde bei der Ballannahme nur halbherzig von Yannick Stark bedrängt, drehte sich anschließend um die eigene Achse, lief noch zehn Meter, sah das Keeper Patric Klandt weit vor seinem Kasten stand. Mit einem Linksschuss aus 20 Metern überlupfte er den Torhüter, traf rechts oben zum 2:0 ins FSV-Tor (47.). Zwei Minuten später die nächste Großchance für die Sechziger. Aigner hatte aus halbrechter Position in die Mitte gespielt, wo Halfar als erster am Ball war, sein Schuss aus zwölf Metern konnte Klandt aber in bester Handball-Torhüter-Manier mit dem Fuß zur Ecke klären (49.). Ähnlich gut war die Möglichkeit in der 52. Minute. Halfar hatte einen Eckball von links an den Torraum geflankt, Kai Bülow kam relativ frei zum Kopfball, setzte das Leder aber aus sechs Metern neben den rechten Pfosten. Dann verlor Bülow in der Vorwärtsbewegung den Ball. Stark passte auf die rechte Seite zu Viachaslau Hleb, der frei vor Kiraly auftauchte, aber aus sechs Metern am Löwen-Keeper scheiterte (56.). Nach einer Stunde musste der gerade wiedergenesene Necat Aygün verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für ihn kam Christopher Schindler ins Spiel. Sehenswert der Treffer zum 3:0 in der 67. Minute. Halfar kam nach einem Fehlpass von Gledson an die "Torfabrik", zog von links in die Mitte, spielte dann mit rechts den Pass außen am Gegenspieler vorbei in den Strafraum. Volland war gestartet und überlupfte den herausstürzenden Klandt aus acht Metern mit links, erzielte damit seinen zweiten Treffer an diesem Nachmittag. Es war bereits das sechste Saisontor des 19-Jährigen. Danach passierte nicht mehr viel. FSV-Trainer Hans-Jürgen Boysen wechselte zwar offensiv ein, doch an Durchschlagskraft gewann sein Team dadurch nicht. Lediglich ein Schuss aus spitzem Winkel von Babacar Gueye aus zwölf Metern aufs kurze Eck musste Kiraly halten (85.). Im Gegenzug wäre Volland beinahe sein erster Hattrick gelungen. Im Strafraum kam er zum Schuss, Klandt war zwar mit den Händen dran, doch der Ball trudelte Richtung Tor, wo Gledson mit einer Grätsche das Leder von der Linie bugsierte (86.). Nicht so gut machte es sein Kollege Alexander Huber in der 90. Minute. Der eingewechselte Djordje Rakic hatte von rechts scharf in die Mitte geflankt, Huber wollte vor dem hinter ihm lauernden Lauth klären, lenkte dabei das Leder zum 4:0 ins eigene Netz. Damit feierten die Löwen ihren vierten Sieg im vierten Heimspiel in dieser Saison.

Zum Stenogramm

Die Stimmen zum Spiel gegen den FSV Frankfurt

Zur Bildergalerie

    Drucken
    created by: SoInteractive