Löwen beenden beim 2:1-Sieg Düsseldorfer Serie

Aygün
Rettete mit seinem ersten Saisontreffer den Löwen drei Punkte: Innenverteidiger Necat Aygün (li.).

Die Löwen beendeten beim 2:1 die Serie der Düsseldorfer von 14 ungeschlagenen Auswärtsspielen. Die Führung von Stefan Aigner aus der 6. Minute konnte Maximilian Beister kurz vor der Pause egalisieren (44.). Nach einer herrlichen Freistoßvariante war Necat Aygün in der 81. Minute per Kopf zur Stelle, erzielte den Siegtreffer für die Sechzger, die damit seit sieben Spielen ungeschlagen sind.

Personal: Löwen-Trainer Reiner Maurer musste im Heimspiel gegen Düsseldorf auf Bobby Wood (Aufbautraining nach Meniskus-OP), Sandro Kaiser (Aufbautraining nach Leisten-OP), Benjamin Schwarz (Patellasehnenabriss) und Daniel Halfar (Schambeinentzündung) verzichten. Die Sechzger starteten mit der gleichen Elf wie im letzten Heimspiel gegen Energie Cottbus.

Spielverlauf: Bereits nach 20 Sekunden starteten die Düsseldorfer den ersten gefährlichen Angriff über die linke Seite. Nach einem Ballverlust der Sechzger in der Hälfte der Fortunen trieb Verteidiger Johannes van den Bergh den Ball nach vorne. Kai Bülow konnte ihm nicht folgen. Sein Querpass in die Mitte kam zu Ken Ilsö in zentraler Position. Necat Aygün konnte dessen Schuss vor der Strafraumgrenze blocken (1.). In der 6. Minute kamen die Löwen erstmals gefährlich vors Düsseldorfer Tor. Nach einem Solo über halblinks passte Djordje Rakic auf Benjamin Lauth, der zog am Strafraum aus der Drehung ab. Sein Schuss war aber zu schwach und zu unplatziert. Wenige Sekunden später eroberte Kevin Volland halblinks gegen Adam Bodzek das Leder, stürmte Richtung Strafraum, passte anschließend auf den gestarteten Aigner, der aus dem Rücken von Jens Langeneke ans Leder kam. Die Nummer 15 der Löwen legte den Ball am links herausstürzenden Keeper Michael Ratajczak vorbei und traf aus drei Metern mit links ins kurze Eck zum 1:0 (6.). Nur knapp über die Querlatte des Löwen-Tors schrammte ein Kopfball von Assani Lukimaya in der 13. Minute. Nach einem Eckball von Ilsö hatte sich der Innenverteidiger gegen Rakic im Kopfballduell acht Meter vor dem Tor durchgesetzt. Fünf Minuten später die nächste Ausgleichschance der die Rheinländer. Thomas Bröker setzte sich rechts im Strafraum durch. Seine scharfe Hereingabe touchierte Ilsö mit der Hacke, sodass der Ball um Zentimeter am linken Pfosten vorbei strich (18.). Drei Minuten später kam Bröker über die linke Strafraumseite, doch sein Pass auf Maximilian Beister war zu ungenau, sodass die Löwen klären konnten. Im Gegenzug konnte Lukimya den agilen Volland nur mit einem Foul am Strafraum bremsen. Während die Blauen Elfmeter forderten, verlegte Schiedsrichter Manuel Gräfe den Tatort vor den Strafraum (22.). Der anschließende Freistoß von Daniel Bierofka landete in den Wolken (23.). Stefan Buck setzte in der 26. Minute eine Direktabnahme aus 22 Metern nur knapp neben den rechten Pfosten. Glück hatten die Löwen zwei Minuten später. Nach einem Ballverlust im Aufbau konterte die Fortuna in Überzahl, doch Brökers Pass auf den völlig freistehenden Ilsö geriet zu lang, sodass Aygün klären konnte (28.). Im direkten Gegenzug kam Aigner an der rechten Eckfahne zum Flanken. Der heranstürmende Rakic schraubte sich in die Höhe, sein Kopfball aus neun Metern ging aber knapp über die Querlatte (29.). Nach einer halben Stunde musste Antonio Rukavina verletzungsbedingt vom Platz. Für ihn kam Guillermo Vallori zu seiner Punktspielpremiere. Christopher Schindler rückte nach rechts, damit der Spanier in der Mitte der Viererkette spielen konnte. Eigentlich hätte Beister in der 36. Mintue das 1:1 erzielen müssen. Lambertz hatte sich links durchgesetzt. Ilsö verpasste seine Hereingabe am ersten Pfosten. Beister kam dadurch aus sieben Metern vollkommen frei zum Schuss, traf aber den auf der Linie stehenden Bierofka. In der 42. Minute verhinderte Levels das 2:0 für die Löwen. Nach einem Pass von Volland kam Rakic halblinks im Strafraum an den Ball. Sein Schuss aus acht Metern konnte der Düsseldorfer Verteidiger mit einer Grätsche gerade noch abwehren. Das Tor fiel dann auf der Gegenseite. Nach einem Konter tauchte van den Bergh frei auf der linken Strafraumseite auf. Kiraly verkürzte ihm geschickt den Winkel. So fiel der Pass des Düsseldorfers Aygün genau vor die Füße. Der Löwen-Abwehrspieler klärte jedoch genau auf Beister, der diesmal aus sieben Metern das leere Tor zum 1:1 traf (44.). Mit einem gerechten Remis im Hinblick auf die Spielanteile verabschiedeten sich die Teams in die Kabine.

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Schiri Gräfe zog sich endgültig in der 47. Minute den Unmut der Löwen-Fans zu. Nach einem klaren Foul an Bierofka ließ der Unparteiische weiterlaufen. Im Anschluss daran kam Beister über die rechte Strafraumseite zum Abschluss. Sein Linksschuss aus neun Metern ging aber hoch und weit am langen Eck vorbei. Bei einer Freistoßflanke von Volland in der 55. Minute wurde Aygün am Düsseldorfer Torraum von Langeneke umgerissen, aber erneut blieb Gräfes Pfeife stumm (55.). Im Gegenzug kam Lambertz aus 18 Meter frei zum Abschluss, setzte das Leder aber einige Meter neben das Löwen-Tor (56.). Artistisch leitete Lauth in der 60. Minute eine Hereingabe von Aigner mit der Hacke weiter. Doch Fortuna-Torhüter Ratajczak konnte den Ball vor dem lauernden Volland aufnehmen. Drei Minuten später nahm Bierofka im Zentrum eine Kopfballabwehr von Lukimaya am Elfmeterpunkt direkt. Sein Schuss strich nur knapp über die Querlatte (63.). Wiederum drei Minuten später rettete die Querlatte für die Fortunen. Bülow hatte von halbrechts den Ball an den zweiten Pfosten geschlenzt. Volland kam aus sechs Metern unbedrängt zum Kopfball, traf aber nur das Aluminium (66.). In der 69. Minute kam Oliver Fink im Anschluss an einen Freistoß vollkommen frei zum Abschluss. Den schwachen Schuss aufs linke Eck konnte Kiraly jedoch souverän parieren (69.). In der 80. Minute war Lauth sechs Meter vor dem Strafraum nur mit einem Foul zu bremsen. Rechts vom Ball stand Buck, links der eingewechselte Maximilian Nicu. Linksfuß Buck lief über den Ball hinweg, Nicu schlenzte das Leder mit viel Gefühl in den Strafraum, der aus dem Rückraum gestartete Aygün kam zum Kopfball, traf von der Unterkante der Latte aus sieben Metern zum 2:1 (81.). In der 90. Minute rettete Kiraly den Löwensieg, indem er einem verdeckten Schuss von Ranisav Jovanovic hielt. Das Team von Trainer Reiner Maurer ist damit seit sieben Spielen (6 Siege, 1 Remis) ungeschlagen.

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