Löwen besiegen Union 3:1 – Doppelpack durch Volland

Kevin Volland

Kevin Volland (re.) erzielte die ersten beiden Treffer für die Löwen und bereitete das dritte Tor vor.

Die Löwen blieben beim 3:1-Erfolg über Union Berlin bereits im achten Heimspiel in Folge ungeschlagen. Mann des Tages war eindeutig Kevin Volland, der die ersten beiden Treffer selbst erzielte und das Tor zum 3:1 mustergültig vorbereitete. Damit haben die Sechziger ihr Ziel von zwölf Punkten aus den ersten sechs Spielen erreicht.

Personal: Löwen-Trainer Reiner Maurer musste gegen Union Berlin auf Necat Aygün (Aufbautraining), Collin Benjamin (Trainingsrückstand) und Benjamin Schwarz (Aufbautraining nach Knieverletzung) verzichten. Kurzfristig fiel beim Aufwärmen noch Antonio Rukavina mit Oberschenkelproblemen aus. Für ihn rückte Stefan Buck in die Startelf. Dagegen waren die unter der Woche grippekranken Daniel Halfar und Stefan Aigner dabei.

Spielverlauf: Gleich in der 1. Minute wurde es gefährlich vorm Union-Tor. Einen Freistoß aus halblinker Position hatte Daniel Halfar mit viel Gefühl vors Tor gehoben, Kai Bülow kam aus acht Metern zum Kopfball, doch Silvio, der mit ihm hochgestiegen war, klärte mit dem Kopf zur Ecke. Glück hatten die Löwen bei einem Konter der Berliner über die linke Seite. Die flache Hereingabe von Michael Parensen nahm der mitgelaufene Christian Stuff am Torraum mit der Hacke, doch der Ball ging am rechten Pfosten vorbei (5.). Ähnlich gefährlich war die Situation vor dem Löwen-Tor in der 14. Minute. Silvio hatte sich halblinks durchgesetzt, anschließend den Ball in den Lauf des gestarteten Simon Terodde gespielt, der halblinks vor Gabor Kiraly auftauchte, dann aber in die Mitte auf John Jairo Mosquera ablegte, dessen Schussversuch aus sechs Metern konnte Kai Bülow jedoch vereiteln. Drei Minuten später konterten die Sechziger. Kevin Volland hatte steil auf die rechte Seite gespielt, wo Benjamin Lauth davon eilte, Stuff kam mit seiner Grätsche zu spät, doch Lauth hatte bei seinem 13-Meter-Schuss zu viel Rücklage, so dass er weit über das Union-Tor zielte (17.). Eine Minute später konnte sich Arne Feick auf der linken Seite durchsetzen, seine Flanke an den ersten Pfosten erwischte Lauth aus sieben Metern mit dem Kopf, doch Torhüter Jan Glinker klärte den Ball mit einem Reflex zur Ecke (18.). In der 22. Minute lag das Leder dann im Union-Tor. Feick hatte mit einem Diagonalpass von links auf rechts zu Stefan Aigner das Spiel geöffnet, der überlupfte aus halbrechter Position mit viel Gefühl die Innenverteidigung, Volland war in Position gelaufen, nahm den Ball aus zwölf Metern direkt und traf zum 1:0 ins rechte obere Eck. Lange währte die Freude über den Treffer aber nicht. Zwei Minuten später hatte Markus Karl von der rechten Außenlinie aus dem Halbfeld geflankt. Obwohl der Ball lange unterwegs war, kam Mosquera im Rücken von Schindler zum Kopfball, traf aus sechs Metern zum 1:1 unter die Latte (24.). In der 35. Minute hatten die Löwen erneut Glück, als Union einen Konter in Überzahl zu überhastet abschloss. Der Schuss von Terodde aus 15 Metern landete weit neben dem linken Pfosten. Kurz vor der Pause verlor Schiedsrichter Thomas Metzen in einigen Szenen den Überblick, als er zum Beispiel nach einem Kopfballduell zwischen Terodde und Stefan Buck Vorteil für Sechzig laufen ließ, dann aber plötzlich Foul für Union pfiff (42.). Außerdem ahndete er viele taktische Fouls der Berliner nicht adäquat. Kurz vor der Pause hatten die Löwen noch eine gute Chance. Nach einer Kontersituation kam Halfar im Zentrum aus 20 Metern zum Abschluss, seinen gefährlichen Aufsetzer parierte Glinker zur Seite, Volland reagierte am schnellsten, erlief sich den Ball, fand aber keine Anspielstation in der Mitte. Im Gegenzug kam Terodde im Strafraum aus 14 Metern zum Schuss, doch der Kullerball landete genau bei Torhüter Kiraly (45.). Kurz danach war Pause und Ende einer Halbzeit, die die Löwen nach etwa einer Viertelstunde dominierten. Berlin blieb aber immer wieder durch schnell vorgetragene Konter gefährlich.

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Die 2. Halbzeit begann zunächst verhalten, ehe sie in der 53. Minute aus Löwen-Sicht richtig Fahrt aufnahm. Christoph Menz hatte einen katastrophalen Fehlpass gespielt, Lauth ging mit dem Ball halbrechts auf und davon, legte im Strafraum mit viel Übersicht quer auf Volland, der aus acht Metern zum 2:1 traf. Stadionsprecher Stefan Schneider war gerade dabei, den Treffer anzusagen, da lag das Leder bereits wieder im Netz der Berliner. Volland hatte sich halblinks durchgesetzt, hob den Ball anschließend mit viel Gefühl in den Strafraum, wo Aigner aus neun Metern zum Kopfball kam und gegen den Lauf von Torhüter Glinker ins linke Eck zum 3:1 traf (54.). Danach war etwas die Luft aus dem Spiel. In der 73. Minute wäre fast aus dem Nichts beinahe der Anschlusstreffer gefallen. Einen Eckball von rechts durch Torsten Mattuschka unterlief Tohüter Kiraly, Stuff kam herangebraust, köpfte den Ball aber aus acht Metern über das leere Löwen-Tor. Auf der anderen Seite kam Dominik Stahl nach einer Lauth-Ecke von der linken Seite am ersten Pfosten zum Kopfball, Glinker verhinderte aber mit einer Glanzparade das 4:1 (80.). Union gab sich aber bis zum Schluss nicht auf, versuchte immer wieder den Anschlusstreffer zu erzielen, doch die Löwen verteidigten das 3:1 mit Glück und Geschick, kamen in dieser Saison zum dritten Heimsieg im dritten Spiel.

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