13.08.2012

Zwar wurde es nichts mit dem 50. Zweitliga-Sieg für Trainer Reiner Maurer, doch am Ende konnten die Löwen mit dem 2:2 bei Dynamo Dresden gut leben. Nach der Führung von Benjamin Lauth (18.) drehten die Sachsen durch Treffer von Mickael Poté (38.) und einem Eigentor von Grzegorz Wojtkowiak (64.) die Partie. Daniel Bierofka rettete mit seinem Tor in der 74. Minute den wichtigen Punkt für die Sechzger.
Personal: Löwen-Chefcoach Reiner Maurer musste in Dresden verletzungsbedingt nur auf Grigoris Makos (Riss des Syndesmosebandes am linken Sprunggelenk) verzichten. Auf seine Position rückte Dominik Stahl. Die jungen Spieler Liridon Vocaj, Vitus Eicher, Korbinian Vollmann und Phillipp Steinhart verstärken die U21 in deren Englische Woche. Erstmals in dieser Saison saß Youngster Basti Maier nach überstandener Verletzung auf der Bank.
Spielverlauf: Die erste gefährliche Szene des Spiels besaßen die Sachsen nach einer Standardsituation. Filip Trojan hatte den Freistoß von der linken Strafraumseite nach innen geflankt, Robert Koch kam im Zentrum aus sieben Metern zum Kopfball, setzte das Leder aber weit übers Löwen-Tor (2.). Zwei Minuten später verlor Necat Aygün im Aufbauspiel den Ball an Mickael Poté. Der Dynamo-Stürmer sprintete sofort über die linke Seite, verfolgt von Aygün, Richtung 1860-Tor. Sein Flachschuss aus 13 Metern aufs kurze Eck wurde aber sichere Beute von Gabor Kiraly (4.). In der 11. Minute setzte sich Ioannis Papadopoulos auf der linken Seite gegen Grzegorz Wojtkowiak durch, Poté kam zwar noch an seine Hereingabe am Torraum, hatte aber dabei zu viel Rücklage, so dass sein Schuss weit über die Querlatte ging. Ein Distanzschuss aus 25 Meter durch Papadopoulos ging haarscharf am rechten Pfosten vorbei (12.). Im direkten Gegenzug flankte Maximilian Nicu von der linken Strafraumseite in den Rückraum, Dominik Stahl nahm das Leder per Dropkick, sein Zehn-Meter-Schuss aufs rechte Kreuzeck konnte Dynamo-Torhüter Benjamin Kirsten mit einer Glanzparade gerade noch herausboxen (13.). Fünf Minuten später konterten die Löwen die Gastgeber klassisch aus. Nach einem weiten Ball aus der eigenen Hälfte hatte Nicu viel Platz am linken Flügel. Mit viel Gefühl hob er den Ball von der linken Seite in die Mitte, Benjamin Lauth kam von hinten herangebraust, traf aus neun Metern volley unter die Latte zum 1:0 (18.). Es war der 49. Zweitliga-Treffer für den Löwen-Torjäger. Eine gute Freistoßchance der Dresdner halbrechts aus 20 Metern setzte Papadopoulos in die Mauer der Sechzger (27.). Noch besser die Distanz für Dresden vier Minuten später. Fast zentral aus 19 Metern wurde der Freistoß von Sebastian Schuppan erneut durch die Mauer geblockt (31.). Eher zufällig die nächste Dresdner Chance. Poté stocherte vorm Löwen-Strafraum den Ball auf Koch, der zog aus 22 Metern sofort ab, Kiraly war dabei die Sicht versperrt, doch der Schuss landete neben dem rechten Pfosten (35.). Drei Minuten später war es dann passiert. Koch legte auf der linken Seite zurück, Schuppan flankte aus dem Halbfeld sofort vors Tor, Poté kam in der Mitte aus dem Rücken von Stahl ans Leder, versenkte es aus sieben Metern per Flugkopfball zum 1:1 im rechten Eck (38.). Gefährlich wurde es nochmals in der Nachspielzeit nach einer Ecke von rechts durch Trojan, doch Poté am ersten Pfosten brachte das Leder nicht unter Kontrolle, das ins Seiten-Aus rollte (45.). Danach pfiff Schiedsrichter Felix Zwayer zur Pause.
Auch im zweiten Durchgang kam Dresden zur ersten Chance. Poté hatte am Strafraum nach hinten auf Koch abgelegt, der Dresdener Kapitän zog sofort aus 20 Metern ab, doch der Ball rutschte ihm etwas über den Spann, sodass er rechts neben dem Tor landete (47.). Nach einem Pass von Lauth in die Tief lief Moritz Stoppelkamp über halblinks auf Kirsten zu, doch sein 13-Meter-Schuss aus spitzem Winkel ging übers Tor (57.). In der 60. Minute setzte ein von Marin Tomasov aus halblinker Position getretener Freistoß gefährlich auf, doch Kirsten lenkte den Schuss um den rechten Pfosten. Die Ecke von Tomasov von der linken Seite segelte in den Strafraum, Guillermo Vallori lenkte den Ball aufs Tor, erneut klärte Kirsten mit einem Reflex (61.). Ein Konter in der 64. Minute brachte die Löwen in Rückstand. Nach einem weiten Pass von Trojan lief Idir Ouali über die rechte Seite in den Strafraum, flankte flach an den zweiten Pfosten, wo Wojktowiak gegen Papadopoulos klären wollte, dabei das Leder über den Innenpfosten ins eigene Tor bugsierte (64.). Rechtsverteidiger Cheikh Gueye rückte in der 68. Minute weit auf und flankte von der Grundlinie nach innen, wo Poté nur knapp die Hereingabe verpasste. Ein mustergültiger Konter führte zum 2:2. Daniel Bierofka trieb in der Mitte den Ball nach vorne, passte auf die linke Seite auf den eingewechselten Daniel Halfar, der halbhoch in die Mitte flankte, wo Bierofka aus acht Metern das Leder direkt nahm und unhaltbar für Kirsten versenkte (74.). Zwei Minuten später tauchte Lauth nach Zuspiel von Ismael Blanco alleine vor dem Dynamo-Torhüter auf, der war ihm entgegengeeilt, konnte an der Strafraumgrenze mit dem Fuß klären (76.). Nach einem Abspielfehler von Kristen kam Blanco ans Leder, sein Schuss wurde aber ebenso geblockt wie der von Lauth (77.). Vallori rettete in der 86. Minute nach einer Trojan-Flanke von links am Torraum mit einem Kopfball übers eigene Gehäuse vor Pavel Fort (86.). Nach dem anschließenden Eckball von der linken Seite kam der Ball aus dem Getümmel heraus aufs Löwen-Tor, aber Kiraly war zur Stelle, fing den Ball ab (87.). So blieb es beim 2:2. Wenigstens konnten die Löwen damit eine Negativserie beenden. Zuvor hatten sie die letzten vier Montagabendspiele in der Fremde verloren.
Stimmen zum Spiel bei Dynamo Dresden