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Löwen-Reserve übernimmt nach 2:0 in Würzburg Tabellenführung

Nono Koussou
Kodjovi Koussou war von der Würzburger Abwehr kaum zu stoppen, erzielte kurz vor der Pause das wichtige 2:0.

Die Serie der Löwen-Reserve 2013 hat weiterhin Bestand. Durch einen 2:0-Erfolg bei den Würzburger Kickers feierten sie den fünften Sieg im fünften Spiel, übernahmen als alleiniger Tabellenführer die Spitze vom FV Illertissen. Markus Ziereis mit seinem 18. Saisontreffer (27.) und Kodjovi Koussou (44.) stellten schon vor der Pause den 2:0-Endstand her.

Löwen-Coach Markus von Ahlen konnte im Spiel bei den Würzburger Kickers auf die Profis Stefan Wannenwetsch und Grigoris Makos zurückgreifen. Dazu fiel Stammtorhüter Vitus Eicher mit einer Prellung am Knie aus, die er sich tags zuvor im Testspiel mit den Profis gegen den 1. FC Kaiserslautern zugezogen hatte. Für ihn stand erstmals in einem Punktspiel Kai Fritz zwischen den Pfosten. Verletzungsbedingt fehlten auch Necat Aygün (Sehnenentzündung) und Robert Zeus (Muskelfaserriss) aus. Jann George, Gianni Gotthardt und Nico Karger haben noch Trainingsrückstand. Erstmals standen nach Verletzung wieder Kodjovi Koussou und Manuel Bühler in der Startformation.

Die erste Chance des Spiels besaßen die Löwen. Korbinian Vollmann hatte aus zentraler Position nach rechts auf Daniel Jais abgelegt, der kam am Strafraumeck zum Abschluss, sein abgefälschter Schuss wurde aber sichere Beute von Kickers-Keeper Daniel Tsiflidis (9.). Im Anschluss an eine abgewehrte Ecke kam Philipp Steinhart aus dem Rückraum zum Schuss, verfehlte das Tor aber um Zentimeter (12.). In der 27. Minute gelang den Löwen die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung, weil sie mehr als der Gegner ins Spiel investierten, die aktivere Mannschaft waren. Nach einem durchgesteckten pass von Stefan Wannenwetsch setzte sich Vollmann auf der linken Seite gegen zwei Gegenspieler durch, seine Rückgabe setzte Markus Ziereis aus neun Metern souverän zum 1:0 in die Maschen. Es war bereits der 18. Saisontreffer des 20-Jährigen. Fünf Minuten später kamen die Weiß-Blauen zur nächsten Großchance. Der agile Kodjovi Koussou hatte fast von der Grundlinie auf Vollmann am zweiten Pfosten gepasst, doch dessen Schuss wurde auf der Linie gerade noch von Alexander Konjevic geblockt (30.). In der 38. Minute tanzte Koussou die halbe Abwehr der Unterfranken aus, bediente Daniel Jais, der mit seinem Schuss aus zehn Metern jedoch am glänzend reagierenden Tsiflidis scheiterte. Kurz vor der Pause gelang den Sechzgern das 2:0. Der entfesselt aufspielende Koussou nahm ein Zuspiel von Chris Wolf von der rechten Seite an der Strafraumgrenze an, drehte um seinen Gegenspieler und ließ Tsiflidis im Kickers-Tor aus 13 Metern keine Chance (44.). Diese verdiente Zwei-Tore-Führung nahmen die Löwen mit in die Pause.

Im zweiten Durchgang verstärkten die Gastgeber die Offensivbemühungen und kamen in der 54. Minute zu ihrer ersten gefährlichen Szene. Einen Kopfball von Sebastian Sonnenberger verpasst Torjäger Christopher Bieber nur knapp, sonst wäre es gefährlich für das Tor von Kai Fritz geworden. Zwei Minuten später landete ein abgefälschter Schuss von Ex-Löwe Manuel Duhnke nur knapp neben dem 1860-Gehäuse (56.). Kurz danach konnte Bieber nach einer Flanke von Frank Wirsching den Ball nicht entscheidend Richtung Tor drücken, sodass die Löwen-Abwehr klären konnte (58.). In der 60. Minute hatten die Sechzger mal wieder eine Offensivaktion, jedoch eilte Kickers-Torhüter Tsiflidis aus seinem Kasten, konnte so den Ball außerhalb des Strafraums vor Ziereis klären. Im direkten Gegenzug war Fritz bei einem Schuss von Frank Wirsching, der freistehend aus zehn Metern zum Abschluss kam, zur Stelle und bewahrte sein Team mit dieser Glanzparade vor dem Anschlusstreffer (60.). Auch einen 25-Meter-Freistoß aus halbrechter Position durch Ricardo Borba aufs rechte obere Eck pariert Fritz glänzend (63.). Danach hatten die Unterfranken ihr Pulver verschossen. Die Löwen bekamen wieder die Kontrolle über das Spiel. Drei Minuten nach seiner Einwechslung prüfte Robert Glatzel den Kickers-Keeper mit einem Schuss von der Strafraumlinie (72.). Nach einem üblen Tritt von Andreas Bauer gegen Grigoris Makos zeigte Schiedsrichter Eduard Beitinger glatt Rot, schickte den Würzburger vorzeitig zum Duschen (80.). So brachten die Sechzger das 2:0 mit einem Mann mehr sicher über die Zeit, feierten im fünften Spiel 2013 den fünften Sieg und übernahmen als alleiniger Tabellenführer die Spitze, weil der FV Illertissen im Heimspiel gegen Bayern Hof beim 0:1 patzte.

Bereits am kommenden Mittwoch, 27. März, empfangen die Löwen im Heimspiel den TSV Buchbach. Anstoß der Begegnung unter Flutlicht ist um 18 Uhr im Stadion des SC Baldham-Vaterstetten.


Trainerstimmen zum Spiel

Löwen-Trainer Markus von Ahlen sprach von einem intensiven Spiel. „Das belegen die sechs Gelben Karten und die Rote Karte für den Gegner. Würzburg hat versucht, uns mit körperlicher Härte zu bearbeiten." Ohne Erfolg, wie der 42-Jährige konstatieren konnte. „Meine junge Mannschaft hat das angenommen, sich davon nicht beeindrucken lassen." Als wichtigsten Faktor für den Erfolg bezeichnete von Ahlen, „dass wir mannschaftlich und individuell konzentriert gegen den Ball gespielt haben." Deshalb sei das 2:0 unterm Strich auch verdient. „Meine Mannschaft hat richtig gut Fußball gespielt, konstruktiv das Spiel aufgebaut und den Abschluss gesucht."

Besonders gefiel dem Fußball-Lehrer, dass die Lücke der zuletzt vermehrt zum Einsatz gekommenen Profis nahtlos geschlossen wurde. „Wir haben generell Vertrauen in unseren Kader. Das heute war ein Beleg dafür, dass es nicht nur Christopher Schindler, Arne Feick, Bobby Wood oder Ola Kamara richten können. Die Jungs, die für sie ins Team gekommen sind, haben sich wunderbar eingebracht. Ein Manuel Bühler, Kai Fritz, Nono Koussou oder Daniel Jais haben gezeigt, dass sie sich in der Liga absolut behaupten können."

Wenngleich von Ahlen nicht gerne Spieler hervorhebt, so tat er dies zumindest bei Gregoris Makos. Der griechische Nationalspieler und EM-Teilnehmer sammelte erstmals im Regionalliga-Team Spielpraxis. „Akis hat die Aufgabe super angenommen, sich vorbildlich eingebracht", lobte von Ahlen den Mittelfeldspieler.

Dieter Wirsching, der Coach der Würzburger Kickers, hatte eine zweigeteilte Partie gesehen. „Die ersten 20 Minuten haben wir gut verteidigt und sind ordentlich ins Spiel gekommen. Durch Unachtsamkeiten gerieten wir dann in Rückstand." Danach habe sein Team gezeigt, „dass wir gegen den Tabellenführer mithalten können. Ich bin mit der Leistung meiner Jungs zufrieden und wir werden aufarbeiten, was es aufzuarbeiten gibt. Vor allem über die 2. Halbzeit bin ich sehr glücklich, weil wir mutig nach vorne gespielt haben. Ich würde sagen: Wir sind in der Rückrunde angekommen."

Steno

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