Löwen schweben auf Wolke 7: 4:0-Sieg gegen Sandhausen

Benny Lauth
Löwen-Kapitän Benny Lauth bereitete das 1:0 vor und erziellte das 4:0 zum Endstand selbst.

Die Löwen feierten gegen heillos überforderte Sandhäuser den höchsten Saisonsieg. Vor der Pause trafen Daniel Halfar (10.), Moritz Stoppelkamp (20.) und Daniel Bierofka (24.). Im zweiten Durchgang erhöhte Benjamin Lauth zum 4:0-Endstand (46.). Danach war die Luft raus, die Sechzger spielten die Partie locker zu Ende. Mit dem Sieg kletterten die Sechzger in der Tabelle vorrübergehend auf Rang drei, feierten bereits ihr sechstes zu Null im achten Punktspiel.


Personal: Lediglich auf Grigoris Makos, der nach Riss des Syndesmosebandes bereits schon wieder mit dem Ball trainiert, musste Löwen-Chefcoach Reiner Maurer gegen den SV Sandhausen verzichten. Liridon Vocaj, Vitus Eicher, Korbinian Vollmann und Philipp Steinhart Steinhart wurden für die U21 abgestellt. Die Löwen begannen in der gleichen Aufstellung wie beim 2:0-Sieg in Ingolstadt drei Tage zuvor.

Die Fans hatten sich auf der Nordtribüne etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Eine Choreografie mit blauem Himmel und weißen Wolken. In der Mitte waren das Münchner Kindl, Engel Aloisius und der Löwe zu sehen. Auf den Wolken stand: „Ganz München schwebt auf Wolke 7, wenn wir zur Wiesn siegen!"

Spielverlauf: Gleich zu Beginn hatte Benny Lauth eine Riesenchance. Verteidiger Guillermo Vallori kam im Zentrum weit in der gegnerischen Hälfte ans Leder, legte halbrechts auf Moritz Stoppelkamp ab, der steckte für Lauth durch. Aus stark abseitsverdächtiger Position lief der Löwen-Kapitän alleine auf Daniel Ischdonat zu, zielte aus zwölf Metern am linken langen Eck vorbei (2.). In der 6. Minute setzte Sandhausens David Ulm zum Sololauf an, kam in den Strafraum. Doch sein Abschluss aus 13 Metern war zu schwach, stellte Gabor Kiraly vor keinerlei Probleme. Drei Minuten später setzte sich Timo Achenbach auf der linken Seite durch, in seine flache Hereingabe hechtete sich Kiraly, konnte so den Ball vor Stürmer Frank Löning abfangen (9.). Ein schnell ausgeführter Einwurf von Lauth auf der linken Seite kam zu Daniel Halfar; der ging auf und davon, ließ Jan Fießer und Marco Pischorn stehen. Der 24-Jährige lupfte das Leder anschließend im Strafraum aus halblinker Position mit dem linken Außenrist aufs lange Eck. Vom rechten Innenpfosten sprang der Ball zum 1:0 ins Sandhäuser Netz (10.). Die nächste Großchance der Löwen brachte das 2:0. Lauth querte von rechts in die Mitte, bediente dann mit einem Außenristpass Daniel Halfar auf der linken Seite. Dessen Flankenversuch konnte Marcel Busch zunächst blocken. Doch Halfar kam erneut ans Leder, umdribbelte den SVS-Verteidiger, zog zur Grundlinie, lupfte den Ball mit viel Gefühl auf Moritz Stoppelkamp, der am ersten Pfosten aus drei Metern per Kopf traf (20.). Sören Halfar, der Flügelspieler des SVS, drang in der 23. Minute über links in den Strafraum ein, traf dann mit seinem Schuss aus spitzem Winkel nur das Außennetz des Löwen-Tores. Im Gegenzug gelang den Hausherren sogar das 3:0. Eine Flanke aus dem linken Halbfeld von Moritz Volz flog über Stoppelkamp im Zentrum hinweg, Daniel Bierofka setzte auf der rechten Seite nach, kam ans Leder und vollendete mit einem Volleyschuss aus 14 Metern hoch ins rechte obere Eck (24.). Eine Freistoßflanke von Halfar fast von der linken Eckfahne konnte SVS-Verteidiger Daniel Schulz im Torraum gerade noch vor Necat Aygün zur Ecke köpfen (32.). Nach einem Eckball von Bierofka von der rechten Seite kam Grzegorz Wojtkowiak am ersten Pfosten zwar zum Kopfball, konnte ihn aber nicht aufs Tor lenken. Der Klärungsversuch der Sandhäuser Defensive kam zu Daniel Halfar, dessen Aufsetzer aufs linke unter Eck von der Strafraumgrenze parierte Ischdonat (37.). Eine Minute später vergab Stoppelkamp die Riesenchance zum 4:0. Alleine tauchte er vor Ischdonat auf, sein Schuss aus 15 Metern aufs lange Eck wehrte der SVS-Keeper zur Seite ab (38.). Nach einem Diagonalpass von Lauth auf Bierofka kam der 33-Jährige halbrechts ans Leder, Busch behinderte ihn beim Abschluss entscheidend, so dass sein Schuss rechts am Tor vorbei ging (39.). Unterm Strich waren die Gäste aus der Kurpfalz mit dem Drei-Tore-Rückstand zur Pause noch gut bedient.

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Wie schon zu Beginn der 1. Halbzeit hatte Lauth auch im zweiten Durchgang die erste Chance. Doch diesmal machte es „Benny Bomber" besser. Volz hatte aus der eigenen Hälfte hoch ins Zentrum gespielt. Der Löwen-Kapitän lief seinem Gegenspieler auf und davon, legte den Ball im Strafraum am herausstürmenden Ischdonat vorbei, traf zum 4:0 ins lange Eck (46.). Danach nahm die Partie für die Sechzger Trainingscharakter an. Sie ließen Ball und Gegner laufen, zeigten einige gute Ansätze, ohne dabei richtig zwingend zu werden. Den Fans gefiel es trotzdem, sie stimmten „O, wie ist das schön"-Gesänge an. In der 76. Minute hatte Jan Fießer zweimal die Chance, den Ehrentreffer für Sandhausen zu erzielen, aber beide Male vergab er kläglich. In der gleichen Minute musste Ischdonat nach einem Steilpass seinen Strafraum verlassen, konnte gerade noch vor Stoppelkamp per Fuß klären (76.). Nach einem Konter spielte Sebastian Maier Ismael Blanco halbrechts frei. Der Argentinier steuerte alleine auf Ischdonat zu. Sein kräftiger, aber unplatzierter Schuss aus 14 Metern konnte der 36-Jährige entschärfen (79.). Der eingewechselte Kingsley Onuegbo prüfte in der 81. Minute Kiraly mit einem Schuss aus extrem spitzem Winkel, doch der Ungar wehrte das Leder sicher zur Ecke ab. Somit bleib es beim 4:0. Die Löwen feierten den höchsten Saisonsieg, blieben damit im siebten von neun Pflichtspielen ohne Gegentor.

Stimmen zum Spiel gegen den SV Sandhausen

Steno

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