26.08.2012

Die Löwen erkämpften sich gegen den 1. FC Kaiserslautern ein leistungsgerechtes 0.0. Vor der Pause dominierten die Sechzger die Partie auf dem Betzenberg, im zweiten Durchgang machten die Gastgeber mehr Druck. Mit diesem Remis bleiben die Löwen auch nach drei Spieltagen weiter ungeschlagen.
Personal: Löwen-Cheftrainer Reiner Maurer musste am Betzenberg auf Grigoris Makos (Riss des Syndesmosebandes am linken Sprunggelenk) und Korbinan Vollmann (Trainingsrückstand nach Knochenhautreizung) verzichten. Liridon Vocaj, Vitus Eicher und Phillipp Steinhart verstärkten die U21 beim SV Seligenporten (1:2).
Spielverlauf: Die erste gute Szene besaßen die Löwen in der 5. Minute. Daniel Halfar spielte aus halblinker Position in den Strafraum, Moritz Stoppelkamp sprintete dem Ball hinterher, doch FCK-Torhüter Tobias Sippel hatte aufgepasst, warf sich vor Stoppelkamp auf das Leder. Fünf Minuten später kamen auch die Lauterer zu ihrer ersten Möglichkeit nach einem Standard. Konstantinos Fortounis flankte einen Freistoß kurz vor dem linken Strafraumeck halbhoch in den Torraum, Guillermo Vallori klärte per Kopf vor Mohamadou Idrissou (10.). In der 13. Minute bediente Halfar mit einem Zuckerpass über die Abwehr Daniel Bierofka am Elfmeterpunkt. Der 33-Jährige versuchte den Ball anzunehmen, doch Leon Jessen hatte aufgepasst, konnte mit dem Kopf klären. Kurz danach passte Stoppelkamp im Strafraum auf Halfar, der rutschte bei seinem Schussversuch aus neun Metern weg, sodass der Ball weit neben dem kurzen Eck landete (13.). Ein Distanzschuss aus 25 Metern durch Ariel Borysiuk wurde sichere Beute von Löwen-Keeper Gabor Kiraly (20.). Im Gegenzug flankte Stoppelkampf von der linken Seite flach in die Mitte, Benjamin Lauth kam jedoch nicht ans Leder, Jessen klärte überhastet genau zu Bierofka, dessen 18-Meter-Schuss aus dem Zentrum blockte Mathias Abel zur Ecke (21.). Erneut eine Riesenchane für die Sechzger in der 24. Minute. Halfar drang in den Strafraum ein, überlupfte mit dem Außenrist die Innenverteidigung, Stoppelkamp verpasste das geniale Zuspiel des Ex-Lauterers aber um Zentimeter. Eine abgewehrte Flanke von Moritz Volz nahm Bierofka mit der Brust an, zog dann aus 20 Metern vor dem Aufsetzen des Balls sofort ab. Sein Schuss strich jedoch knapp über das FCK-Tor (28.). Nach einem 30-Meter-Freistoß von Halfar aus halbrechter Position aufs lange Eck musste Sippel Kopf und Kragen riskieren, um den gefährlichen Aufsetzer zu klären. Necat Aygün, der auf den Abpraller gelauert hatte, kam nicht mehr ans Leder (29.). Nach einem Doppelpass zwischen Lauth und Stoppelkamp im Strafraum konnte Jan Simunek mit einer Grätsche gerade noch vor dem Löwen-Kapitän klären (34.). In der 37. Minute setzte sich Marin Tomasov auf der rechten Seite gegen Enis Alushi durch. Sein Flachschuss aus 23 Metern kam aber zu zentral auf Sippel, der damit keine Mühe hatte (37.). Fast zufällig kamen die Lauterer in der 39. Minute zu einer Chance. Nach einer Abwehraktion fiel der Ball Borysiuk vor die Füße, der einfach aus 26 Metern draufhielt. Sein Schuss ging nur knapp übers rechte Kreuzeck des 1860-Gehäuses. Ebenso überraschend hatten die Pfälzer die nächste Riesenchance zur Führung: Bunjaku hatte in die Schnittstelle der Abwehr gepasst, Alexander Baumjohann kam von links in den Strafraum. Aber anstatt aus zwölf Metern freistehend selbst zu schießen, flankte der Neuzugang vom FC Schalke 04 in die Mitte, wo Vallori vor Idrissou klären konnte (41.). Ein Tor für die Pfälzer hätte den Spielverlauf vor der Pause vollkommen auf den Kopf gestellt. Die Löwen stellten das dominante Team mit der besseren Spielanlage, erarbeiteten sich eine Reihe von Chancen, waren aber nicht konsequent genug im Abschluss.
Die erste Möglichkeit des zweiten Durchgangs hatten die Löwen nach einem Freistoß von Tomasov aus dem rechten Halbfeld. Lauth kam zwar aus 14 Metern zum Kopfball, stellte Sippel aber vor keine allzu großen Probleme (47.). Drei Minuten später sprintete Fortounis von der Mittellinie Richtung Löwen-Tor, ohne dass ihn ein 1860-Spieler bremsen konnte. Sein Flachschuss aus 18 Metern aufs rechte Eck parierte Kiraly gewohnt souverän (50.). In der 57. Minute versuchte es Idrissou mit dem Rücken zum Tor aus 13 Metern mit einem Fallrückzieher, der aber knapp übers Löwen-Gehäuse ging. Eine Minute später prüfte Florian Dick Kiraly mit einem Volleyschuss aus 18 Metern. Den Flatterball konnte der Ungar mit zwei Fäusten gerade noch nach vorne abwehren (58.). Nach einem Zuspiel von Halfar versuchte es Lauth mit einem Kunstschuss vom rechten Strafraumeck in den linken Winkel, setzte das Leder aber übers FCK-Tor (61.). Glück für die Löwen nach einer Flanke von Fortounis, die Necat Aygün mit dem Kopf unglücklich verlängerte. So kam sie zu Bunjaku am zweiten Pfosten. Der nahm den Ball am rechten Torraumeck an, in seinen Drehschuss warf sich Vallori, konnte so den Schuss abbremsen, den Kiraly sicher abfing (67.). Eine Unachtsamkeit von Kiraly wäre in der 79. Minute beinahe ins Auge gegangen. Fortounis hatte von rechts geflankt, dem Löwen-Keeper rutschte der Ball beim Fangversuch durch die Hände. Doch Idrissou war so überrascht, dass er am zweiten Pfosten am Leder vorbeisprang. Zwei Minuten später machte der Ungar seinen Fehler wieder gut. Eine Linksflanke von Jessen legte Idrissou zurück auf den Elfmeterpunkt, von hinten kam Hendrick Zuck angerauscht, sein Volleyschuss lenkte Kiraly mit einem starken Reflex über den Querbalken (81.). In der Schlussphase verteidigten die Löwen geschickt das 0:0, bleiben damit in dieser Saison weiter ungeschlagen. Das Ergebnis geht nach dem Spielverlauf in Ordnung. Die Löwen waren vor der Pause das bessere Team, Lautern in der 2. Halbzeit.