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Löwen-U21 besiegt Club nach 0:2-Rückstand mit 3:2

Bobby Wood
Bobby Wood (vorne) und Ivan Knezevic (re.) beglückwünschen Markus Ziereis zu seinem Siegtor.

Die Löwen-U21 ist seit nunmehr fünf Spielen ungeschlagen. Beim 3:2 über die Club-Reserve machten sie sogar einen 0:2 Rückstand wett. Marek Mintal per Foulelfmeter (8.) und Roussel Ngankam (9.) trafen per Doppelschlag. Bobby Wood (35.) und Markus Ziereis (39.) glichen vor der Pause aus. Den vielumjubelten Siegtreffer erzielte Ziereis in der 78. Minute.

U21-Coach Alexander Schmidt musste gegen die Club-Reserve auf den langzeitverletzten Dennis Vatany verzichten. Dazu fiel Daniel Jais wegen einer Schambeinentzündung aus, Sebastian Maier aufgrund von Rückenproblemen.

Der erste gefährliche Angriff der Franken brachte ihnen einen Elfmeter ein. Robert Mak hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, flach und scharf nach innen auf Roussel Ngankam gepasst, Chris Wolf riss ihn von hinten um, so dass Schiedsrichter Rainer Pongratz nichts anderes übrig blieb, als auf Strafstoß zu entscheiden. Marek Mintal lief an, verlud Vitus Eicher im Löwen-Tor und traf zum 1:0 (8.). Eine Minute später flankte Mak erneut von rechts flach ins Zentrum, wieder war Ngankam zur Stelle, traf freistehend aus zehn Metern zum 2:0 (9.). Dieser Schock des Doppelschlags saß zunächst tief. So dauerte es bis zur 20. Minute, bis die Löwen ihre erste gute Möglichkeit besaßen. Korbinian Vollmann hatte von links geflankt, Manuel Bühler kam im Torraum zum Kopfball, konnte das Leder aber nicht mehr drücken, das rechts am Tor vorbei ging. Auf der Gegenseite schaltete Mak rechts den Turbo ein, ließ Kodjovi Koussou stehen, doch diesmal war sein Zuspiel ins Zentrum auf die lauernden Mintal und Ngankam zu ungenau, so dass Christoph Rech klären konnte. (25.). In der 29. Minute steckte Markus Ziereis auf Booby Wood durch, der schlenzte den Ball aus halbrechter Position mit links am herausstürzenden Torhüter Christian Bergmann vorbei, doch Nürnbergs Kapitän Michael Heinloth kratzte das Leder von der Linie. Einen Freistoß von Andreas Geipl aus 22 Metern wurde von der FCN-Mauer abgefälscht, dadurch kam Bobby Wood vollkommen frei ans Leder, schoss aber aus acht Metern über das Tor (33.). Mit etwas mehr Glück hätte es nach diesen beiden Großchancen 2:2 stehen können. Ein klassischer Konter brachte zwei Minuten später den längst verdienten Anschlusstreffer. Ziereis hatte auf Vollmann gepasst, der steckte auf Wood durch. Der Hawaiianer wurde zwar noch von Florian Ballas bedrängt, behauptete aber den Ball und schob Torhüter Bergmann das Leder aus neun Metern zum 1:2 durch die Beine (35.). In der 37. Minute hatte Stefan Wannenwetsch nach einem tollen Solo bereits Nürnbergs Keeper Bergmann ausgespielt, setzte dann aber aus sechs Meter den Ball rechts am leeren Tor vorbei. Zwei Minuten später war es dann passiert. Vollmann passte auf halbrechts zu Ziereis, der zog aus 18 Metern ab, der Ball wurde auf dem nassen Untergrund immer schneller, fand unter Bergmann hindurch den Weg zum 2:2 ins Club-Tor (39.). Mit diesem Spielstand gingen die beiden Teams auch in die Pause. Nach dem frühen 0:2-Rückstand zeigten die Löwen Moral, hätten sogar mehr als den Ausgleich bis zum Seitenwechsel bewerkstelligen können.

Die erste Chance des zweiten Durchgangs konnte der Club für sich verbuchen. Nach einer Flanke köpfte Manuel Bühler den Ball Sebastian Gärtner genau vor die Füße, der nahm das Leder volley aus 20 Metern, verfehlte nur um Zentimeter das linke Kreuzeck (56.). Nach einer Ablage von Ziereis kam Wannenwetsch aus 18 Metern zum Abschluss, traf aber bei seinem Schuss den Ball nicht voll, der links neben dem Tor landete (76.). Zwei Minuten später lag der Ball im Tor. Wood hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, anschließend passte er zurück auf Ziereis, der drehte sich einmal um die eigene Achse, traf anschließend aus neun Metern zum 3:2 ins kurze rechte Eck (78.). In der Schlussphase ließen die Sechzger nichts mehr anbrennen, brachten den am Ende verdienten Seig über die Zeit. Durch diesen Erfolg überholten die Löwen die Franken in der Tabelle.

Trainerstimmen zum Spiel

„Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie hat eine super Moral gezeigt", freute sich Löwen-Trainer Alexander Schmidt über den Sieg, gab aber offen zu, dass er am Anfang Befürchtungen hatte, „dass es ein sehr schwieriger Nachmittag für uns werden könnte". Nürnberg hätte in Marek Mintal und Robert Mak zwei Ausnahmespieler im Team. „Phillipp Steinhart hat mir auf der der linken Seite gegen Mak leid getan. Ich musste zu dieser ungewöhnlichen Maßnahme greifen, ihn auswechseln und mit Kodjovi Koussou meinen schnellsten Mann gegen ihn stellen. Aber auch ihm hat er im Sprint einige Meter abgenommen. Mak hat in der Anfangsphase den Unterschied ausgemacht." Nach 20 Minuten hätte sich sein Team gefangen. „Erst hat Wood zwei Großchancen vergeben, die dritte macht er dann rein." Der Anschlusstreffer brachte dann die Trendwende. „Nach so einem Spiel braucht auch der Trainer mal zwei Tage Pause", zeigte sich der 44-jährige Schmidt nach diesem aufregenden Nachmittag geschafft.

Nürnbergs Coach Michael Wiesinger sprach von einem „verdienten Sieg" der Löwen. „Nach der 2:0-Führung habe ich gedacht: Uns spielt heute alles in die Karten. Durch einen Konter hätten wir sogar das 3:0 machen können." Danach sei ein Bruch im Spiel seines Teams gewesen. „Wir hatten keinen Zugriff mehr, wollten alles fußballerisch lösen. Das geht auf so einem Boden einfach nicht. Sechzig hat es uns vorgemacht, 90 Minuten gearbeitet, war körperlich präsent. Aus diesem Spiel werden wir unsere Lehren ziehen müssen."

Steno

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