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Löwen-U21 feiert deutliches 3:0 über den TSV Rain

Andreas Geipl
Andreas Geipl bereitete in der 38. Minute den Führungstreffer durch Daniel Jais vor.

Die Löwen-U21 feierte gegen den TSV 1896 Rain den ersten Heimsieg in Ismaning. Beim 3:0 trafen Daniel Jais vor der Pause (38.) und Stefan Wannenwetsch (72.) sowie Markus Ziereis im zweiten Durchgang (77.). Die Gäste mussten nach der Roten Karte für Sebastian Fischer (49.) mehr als 40 Minuten bei Temperaturen über 30 Grad mit einem Mann weniger auskommen. Durch die Serie von sieben Punkten aus drei Spielen rückten die Sechzger auf einen Mittelfeldplatz vor.


Löwen-Trainer Alexander Schmidt musste gegen Rain am Lech auf Denis Vatany (Teilabriss des Außenbands im Knie), Kodjovi Koussou (Innenbandriss im Knie), Christopher Dinkelbach (Bänderriss am rechten Sprunggelenk), Bobby Wood (Knieverletzung) und Korbinian Vollmann (Knochenhautreizung) verzichten. Torhüter Vitus Eicher stand im 18er-Kader für das DFB-Pokalspiel der Profis einen Tag später in Bonn. Für ihn feierte Michael Netolitzky seine Premiere im Tor der U21.

Fast 24 Minuten lang mussten die Zuschauer in Ismaning auf den ersten Torschuss warten. Andreas Geipl fand keine Anspielstation, zog von halbrechts in die Mitte, schloss dann aus 25 Metern mit links ab, Ex-Löwe Kevin Maschke konnte den wuchtigen Schuss gerade noch über die Querlatte zur Ecke lenken (24.). Das war so etwas wie eine Initialzündung. Zwei Minuten später kam Phillipp Steinhart auf der linken Seite zum Flanken, Daniel Jais war vor seinem Gegenspieler am Leder, sein Kopfball aus neun Metern landete knapp neben dem linken Pfosten (26.). In der 32. Minute wurde Nico Karger nicht angegriffen, also zog er nach innen, sein Rechtsschuss aus 26 Metern landete aber einige Meter über dem Rainer-Tor (32.). Eine zu lang geratene Flanke war der erste Ball, den Michael Netolitzky im 1860-Tor zu halten hatte. Da zeigte die Uhr bereits 35 Minuten Spielzeit an! Drei Minuten nach dieser Szene fiel das hoch verdiente 1:0 für die Löwen durch Jais. Geipl hatte ihn kurz vorm Strafraum angespielt, der Stürmer nahm den Ball mit der Brust mit, behauptete ihn gegen zwei Rainer, zielte anschließend aus zehn Metern mit links ins rechte untere Eck (38.). Diese verdiente Führung nahmen die Sechzger mit in die Pause. Auch, weil die Gäste in den ersten 45 Minuten überhaupt keine gefährliche Offensivszene verbuchen konnten.

35 Sekunden nach Wiederanpfiff versuchte es Karger aus der Distanz. Sein Flachschuss aus 23 Metern ging aber am kurzen linken Pfosten vorbei (46.). Ab der 49. Minute mussten die Rainer die Partie mit einem Mann weniger bestreiten. Ziereis war halbrechts seinem Gegenspieler entwischt, Sebastian Fischer grätschte ihn von hinten um, Schiedsrichter Johannes Hartmeier zückte sofort die Rote Karte. Eine äußerst harte Entscheidung, zumal Fischer nicht der letzte Mann war. Nach einem wunderschönen Hebern durch Stefan Wannenwetsch steuerte Ziereis alleine auf Maschke zu, doch sein Schlenzer aus 13 Metern aufs rechte untere Eck ahnte der Keeper, wehrte den Schuss ab (57.). Vier Minuten später übersah Ziereis den rechts besser postierten Jais, schloss aus 18 Metern selbst ab, doch erneut blieb Torhüter Maschke der Sieger (61.). Beinahe wäre den Rainern in der 66. Minute sogar der Ausgleich gelungen. Einen Freistoß aus halbrechter Position hatte Maximilian Lutz an den zweiten Pfosten geflankt, der Ball wurde zunächst abgewehrt, fiel dabei Alexander Schneider vor die Füße. Dieser war so überrascht, dass er aus neun Metern nur ein Schüsschen zustande brachte, das Netolitzky sicher parierte. Ein Treffer für die Gäste hätte zu diesem Zeitpunkt die Partie vollkommen auf den Kopf gestellt. Das elösende 2:0 gelang dann Wannenwetsch in der 72. Minute. Karger ersprintete sich auf der linken Seite den Ball, legte quer in die Mitte auf Simon Motz, der sah von hinten Wannenwetsch anrauschen. Der Kapitän kam aus 20 Metern frei zum Abschluss, zielte unhaltbar für Maschke ins linke untere Eck. Fünf Minuten später erhöhte Ziereis mit seinem dritten Saisontreffer auf 3:0. Der kurz zuvor eingewechselte Robert Zeus setzte sich an der rechten Eckfahne gut in Szene, seine passgenaue Flanke köpfte Ziereis freistehend aus sechs Metern ins linke untere Eck (77.). In der 82. Minute tauchte der eingewechselte Gianni Gotthardt nach Motz-Pass alleine vor Maschke auf, brachte den Ball aber nicht am Gäste-Torhüter vorbei. So blieb es beim 3:0, dem ersten Heimsieg der Sechzger in dieser Saison.

Trainerstimmen zum Spiel

Löwen-Trainer Alexander Schmidt freute sich über die drei Punkte. „Wir haben uns jetzt endlich in der Regionalliga Bayern freigeschwommen", lautete sein Resümee. „Es war aber kein gutes Spiel von uns, sehr zerfahren." Der 43-Jährige führte dies auf die vielen Englischen Wochen und die Hitze zurück. „Letztlich fragt aber in einer Woche niemand mehr, wie die drei Punkte zustande gekommen sind." Den Platzverweis gegen Gästespieler Sebastian Fischer wertete auch Schmidt als überzogen. „Basti ist ein ehemaliger Spieler von mir. Er tut niemandem etwas", verteidigte er ihn. „ Da war die Szene zuvor, wo einer mit beiden Beinen in den Mann springt, viel eher rotwürdig."

Rains Trainer Tobias Luderschmid zeigte sich als guter Verlierer. „An der Berechtigung des Sieges für Sechzig gibt es überhaupt keine Zweifel. Das war heute unser schlechtestes Saisonspiel", musste er feststellen. „Uns sind viel zu viele einfache Fehler unterlaufen. Dazu kamen noch andere Umstände wie die Verletzungen und die Rote Karte. Das war ein taktisches Foul im Mittelfeld", so der Rainer Coach. „Diese Szene mit einem Platzverweis zu ahnden, da fehlen mir einfach die Worte."

Steno

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