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Löwen-U21 gewinnt Sechzger-Duell mit 3:1

Chris Wolf
Erzielte in der 27. Minute den wichtigen Führungstreffer für die Löwen: Rechtsverteidiger Chris Wolf.

Durch den 3:1-Erfolg beim TSV 1860 Rosenheim ist die Löwen-U21 nun seit vier Spielen ungeschlagen und konnte einen direkten Konkurrenten in der Tabelle überholen. Verteidiger Chris Wolf hatte die Weiß-Blauen mit seinem ersten Saisontreffer in Führung gebracht (27.), die Korbinian Vollmann in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit ausbaute. Auch das 3:0 erzielte Vollmann (52.). Der eingewechselte Danijel Majdancevic konnte für die Gastgeber nur noch Ergebniskosmetik betreiben (68.).


In Rosenheim musste Löwen-Trainer Alexander Schmitt verletzungsbedingt lediglich auf Denis Vatany und Robert Zeus verzichten. Zum zweiten Mal in dieser Saison stand Profi-Keeper Timo Ochs in der U21 zwischen den Pfosten.

Die Löwen begannen dominant, besaßen die erst Chance des Spiels. Nach einem Zuspiel von Korbinian Vollmann kam Markus Ziereis in aussichtsreicher Position ans Leder, doch Schiedsrichter Christopher Schwarzmann pfiff die Szene wegen Abseits ab (5.). Etwa nach zehn Minuten kamen auch die Gastgeber besser ins Spiel. In der 14. Minute kam Dominik Haas etwas überraschend im Strafraum an den Ball, sein Schuss aus kurzer Distanz wurde aber von Timo Ochs im Löwen-Tor sicher entschärft. Kurz danach besaßen die Rot-Weißen noch zwei gute Szenen nach Standards. Ex-Löwe Benjamin Birner trat die Ecken gefährlich aufs Tor, doch Ochs war beide Male zur Stelle, verhinderte Schlimmeres (17. und 18.). Als das Niveau des Spiels nachzulassen drohte, war Löwen-Verteidiger Chris Wolf zur Stelle, erzielte die Führung für die U21. Nach einem Lupfer in den Rosenheimer Strafraum von Vollmann wurde das Leder von der Rosenheimer Verteidigung zu kurz abgewehrt, Wolf war zur Stelle und traf flach ins lange Eck (27.). Sechs Minuten später hätte Bobby Wood auf 2:0 erhöhen können. Doch der Hawaiianer brachte das Kunststück fertig, einen Querpass von Sebastian Maier aus acht Metern über das Tor zu schießen (33.). Dem derzeit glücklosen Torjäger muss aber zugutegehalten werden, dass der Ball auf dem holprigen Rasen schwer zu kontrollieren war. Trotzdem klappte es noch vor der Pause mit dem zweiten Treffer. Nach einer Balleroberung von Stefan Wannenwetsch im Mittelfeld spielte der Kapitän einen überragenden Pass in die Schnittstelle der Abwehr auf Vollmann, der von halblinks alleine auf Robert Mayer zulief und überlegt das Leder am Keeper vorbei ins lange rechte Eck einschob (45.). Danach war Pause.

Der zweite Durchgang begann, wie der erste geendet hatte. Wood sprintete von der Mittellinie bis zur Grundlinie durch, legte dann in die Mitte auf Vollmann, der die Hereingabe jedoch um Zentimeter verpasste (47.). Seinen zweiten Treffer markierte Vollmann fünf Minuten später. Rosenheims Torhüter Mayer wehrte den Ball genau vor die Füße von Markus Ziereis ab, der bediente uneignenützig und mit viel Übersicht Vollmann in zentraler Position, der eiskalt zum 3:0 vollstreckt (52.). In der 62. Minute hatten die Löwen Glück, als Haas mit einem halbhohen Schuss von der Strafraumgrenze nur den Pfosten traf. Der Abpraller kam zu Frederik Schramme, der mit seinem Nachschuss an Torhüter Ochs scheiterte. Auf der Gegenseite war es einmal mehr Wood, der langsam zur tragischen Figur avancierte. Nico Karger hatte ihn auf der linken Seite steil auf die Reise geschickt, der US-Nationalspieler steuerte alleine auf Mayer zu, setzte den Schuss aber neben den Pfosten (67.). Besser machte es auf der anderen Seite Danijel Majdancevic. Nach einer Birner-Freistoßflanke waren die Löwen nicht im Bilde, der Rosenheimer Torjäger kam zum Kopfball, versenkte das Leder zum 1:3 (68.). Durch diesen Treffer schöpften die Gastgeber nochmals Mut, hatten in der Folge noch einige gute Chancen, um zumindest den Anschlusstreffer zu erzielen. Erst zielte Philipp Halmen knapp neben den Pfosten (69.), dann scheiterte Schramme mit seinem Schuss an Ochs (75.). In der 84. Minute blieb auch eine Doppelchance der Rosenheimer durch Thomas Masberg und Haas ungenutzt. Zwei Minuten vor dem Ende fand Majdancevic seinen Meister in Löwen-Keeper Ochs. Einen Knaller aus fünf Meter wehrte er per Reflex mit einer Hand ab, den Nachschuss setzte Schramme links neben das Tor (88.). Damit blieb es beim 3:1-Erfolg der Löwen. Somit nahm der TSV 1860 aus München im Duell der beiden Sechzger-Teams die Punkte mit, ist jetzt seit vier Spielen ungeschlagen (2 Siege, 2 Remis) und überflügelte Rosenheim mit einem Spiel weniger in der Tabelle.


Trainerstimmen zum Spiel

„Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird", sagte Löwen-Coach Alexander Schmidt. „Rosenheim ging aufgrund der 0:5-Niederlage in Augsburg unter der Woche angeschlagen und verunsichert ins Spiel. Das hat meine Mannschaft bis zur 60. Minute ausgenutzt, sehr gut gespielt und kompakt gestanden. Bis dahin haben wir wenig bis gar nichts zugelassen", so der 43-Jährige. Das 1:3 fiel dann nach einem Standard. „Wir haben eine klare Zuordnung, doch der Spieler, der für Majdancevic zuständig war, hat in dieser Szene geschlafen", echauffierte sich Schmidt. Trotz der komfortablen 3:0-Führung konnte der Löwen-Coach keineswegs die letzte halbe Stunde entspannt verbringen, „weil ich immer das Gefühl hatte, dass es noch einmal eng wird, wenn Rosenheim das 3:2 erzielt. Timo Ochs hat in einer Szene glänzend gehalten. So haben wir das Ergebnis über die Zeit gebracht." Seiner Defensive sprach der Löwen-Coach ein gutes Zeugnis aus. „Das war heute ganz okay." Auch mit seinem Stürmer Bobby Wood, den er zuletzt hart kritisiert hatte, war Schmidt zufrieden. „Er hat der Rosenheimer Abwehr ein ums andere Mal Kopfzerbrechen bereitet. Leider hat er sich bei seiner Riesenchance in der 33. Minute nicht mit einem Tor belohnt."

Rosenheims Trainer Dirk Teschke sprach davon, dass „die herbe Niederlage von Augsburg" seinem Team noch in den Knochen gesteckt habe. „Dazu kamen dann auch noch individuelle Fehler. Wichtig war für mich aber zu sehen, wie wir nach dem 0:3 reagiert haben. Wir waren gewillt, das Spiel zu drehen und unsere Fehler zu korrigieren. Wenn das 3:2 fällt, läuft es vielleicht anders. Aber wenn man die eigenen Möglichkeiten nicht nutzt und dem Gegner Torchancen ermöglicht, dann gewinnt man keine Spiele."

Steno

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