21.10.2011

Zwar konnte die Serie von drei Niederlagen in Folge gegen den SC Paderborn gestoppt werden, trotzdem reichte es für die Löwen nur zu einem 1:1. Kevin Volland hatte die Weiß-Blauen vor der Pause in Führung gebracht (37.), doch SCP-Innenverteidiger Florian Mohr glich nach einer Unsicherheit in der 1860-Defensive in der 82. Minute aus.
Personal: Löwen-Chefcoach Reiner Maurer musste gegen Paderborn auf den rotgesperrten Stefan Buck verzichten. Verletzungsbedingt fehlten Necat Aygün (Innenbandriss im Knie) und Benjamin Schwarz (Reha nach Knieverletzung). Kurzfristig musste Sandro Kaiser wegen Achillessehnenproblemen passen. Durch die Rückkehr von Kai Bülow nach Sperre musste Dominik Stahl aus der Anfangself weichen.
Spielverlauf: Die Gäste begannen keineswegs abwartend. In der 4. Minute hatte sich Nick Proschwitz rechts im Strafraum bis zur Grundlinie durchgetankt. Seine scharfe Hereingabe in den linken Rückraum verpasste Daniel Brückner nur knapp (4.). Im Gegenzug gab es Eckball für die Löwen von rechts. Daniel Halfar flankte an den ersten Pfosten, Kai Bülow kam mit dem Kopf zum Ball, lenkte ihn aus fünf Metern jedoch rechts neben den Pfosten (5.). Glück hatten die Paderborner in der 10. Minute. Einen Eckball durch Benjamin Lauth ging an Freund und Feind vorbei durch den Torraum, ehe Thomas Bertels ihn erneut zur Ecke klären konnte. Eine Minute später konterten die Sechziger über die rechte Seite. Stefan Aigners scharfe Hereingabe erreichte Kevin Volland gerade noch. Er schäffte es jedoch nicht mehr das Leder platziert aufs Paderborner Tor zu lenken (11.). In der 18. Minute reklamierten die Löwen-Fans und -Spieler Handspiel von Florian Mohr. Doch Schiedsrichter Thorsten Schriever ließ weiterspielen, zeigte später noch Lauth die Gelbe Karte, weil der sich darüber beschwerte. Einen Freistoß aus dem zentralen Halbfeld durch Lauth verpasste Volland am Torraum nur knapp (29.). In der 32. Minute legte Aigner im Strafraum schlecht auf Volland ab, der aus 15 Metern mit seinem starken linken Fuß freie Schussbahn gehabt hätte. Im Gegenzug kam Enis Alushi aus 18 Metern zum Abschluss. Christopher Schindler fälschte den Schuss noch ab, der sich über Torhüter Gabor Kiraly hinweg aufs Tornetz senkte (33.). In der 37. Minute gingen die Sechzger verdientermaßen in Führung. Kai Bülow hatte den Ball nach vorne getrieben, sein Pass auf Lauth leitete dieser direkt nach rechts weiter. Daniel Bierofka flankte fast an der Grundlinie an den zweiten Pfosten, wo Volland vor zwei Paderbornern zum Ball kam. Den drückte er aus sieben Metern artistisch mit dem Oberschenkel über die Linie. Es war bereits der 7. Saisontreffer des 19-Jährigen. Fünf Minuten später kam auf der Gegenseite Daniel Brückner fast an der linken Eckfahne zum Flanken. Proschwitz nahm das Leder aus acht Metern direkt, sein Drehschuss landete etwa zwei Meter neben dem linken Pfosten (42.). Kurz vor dem Pausenpfiff kamen die Ostwestfalen nochmals zu einer guten Chance. Nach einer Flanke von Brückner hatte Proschwitz im Zentrum den Ball nach hinten zu Markus Krösche abgelegt, dessen Flachschuss aus 17 Metern parierte Kiraly zur Seite. Erst im Nachfassen brachte er den Ball vor einem nachsetzenden Parderborner unter Kontrolle (45.). Danach pfiff Schriever zur Pause.
Die ersten Szenen im zweiten Durchgang gehörten den Löwen. Danach wurde Paderborn stärker, ohne zunächst zu klaren Chancen zu kommen. Das änderte sich in der 57. Minute. Nach einem zentralen Freistoß aus dem Halbfeld, den Alushi in den Strafraum gehoben hatte, kam Proschwitz aus acht Metern zum Kopfball, doch Linienrichter Marcel Bartsch hatte die Fahne gehoben. Abseits! Ohnehin war der Ball vom Innenpfosten zurück ins Feld geprallt. Vier Minuten später kam Antonio Rukavina auf der rechten Seite zum Flanken, der kurz zuvor eingewechselte Djordje Rakic stieg am höchsten, konnte seinen Kopfball aus sieben Metern aber nicht mehr ins Tor lenken (61.). Nur um Millimeter rauschte der Ball in der 73. Minute am rechten Pfosten des Löwen-Kastens vorbei. Der eingewechselte Mehmet Kara hatte auf der linken Strafraumseite zurück auf Krösche gelegt. Paderborn Nummer 18 überhob an der Strafraumgrenze mit einem Schlenzer Kiraly, der etwas zu weit vor seinem Gehäuse stand. Zum Glück für die Sechzger drehte sich das Leder vom Tor weg. In der 81. Minute rettete Arne Feick für seinen geschlagenen Torwart auf der Linie. Der eingewechselte Rolf-Christel Guié-Mien kam halbrechts aus neun Metern frei zum Schuss, Feick lenkte den Ball übers Tor. Eine Minute später war es dann doch passiert. Strohdiek hatte aus dem Halbfeld an den Strafraum geflankt, Matthew Taylor setzte sich gegen Feick durch, seinen Schuss aus acht Metern konnte der herausstürmende Kiraly noch abwehren. Doch der Ball landete bei Florian Mohr, der ihn aus spitzem Winkel aus fünf Metern zum 1:1 ins lange Eck drücken konnte (82.). Die Löwen versuchten in der Schlussphase nochmal alles, um erneut die Führung zu erzielen, klare Aktionen gelangen aber keine mehr. So blieb es beim unterm Strich gerechten Unentschieden.