Nur 1:1 gegen Aue – Vallori trifft per Kopf

Gui Vallori
Guillermo Vallori gelang in der 66. Minute per Kopf der Ausgleich nach einem Eckball.

Die Löwen verpassten es beim 1:1 gegen Erzgebirge Aue, auf den 4. Tabellenplatz vorzurücken und Anschluss zu den Aufstiegsplätzen zu halten. Nach der Führung der Sachsen durch Jakub Sylvestr (51.) gelang Guillermo Vallori per Kopf wenigstens der Ausgleich (66.) in einem Spiel, indem die Sechzger erst nach dem Rückstand ihrer Favoritenrolle gerecht wurden. Den Gästen gelang nach sieben Auswärtsniederlagen in Folge damit wieder der erste Punktgewinn in der Fremde.

Personal: Im Heimspiel gegen Aue standen Löwen-Trainer Reiner Maurer alle Mann zur Verfügung, wenngleich nicht alle fit waren. Drei Veränderungen gab es in der Startelf: Für Rechtsverteidiger Grzegorz Wojtkowiak (Probleme mit der Gesäßmuskulatur) rückte Christopher Schindler in die Vierer-Kette. Grigoris Makos ersetzte im defensiven Mittelfeld Dominik Stahl und für Daniel Bierofka kam Maximilian Nicu in die Anfangsformation. Liridon Vocaj, Sebastian Maier, Vitus Eicher, Korbinian Vollmann und Philipp Steinhart sammelten in der U21 Spielpraxis.

Spielverlauf: Nach 80 Sekunden besaßen die Löwen die erste Chance. Benjamin Lauth hatte Moritz Stoppelkamp per Hacke auf der rechten Strafraumseite freigespielt. Der 25-Jährige ging bis zur Grundlinie, aber seine scharfe Hereingabe in den Rückraum auf Maximilian Nicu wurde von einem Auer Verteidiger abgewehrt (2.). Eine Minute später flankte Stoppelkamp von der rechten Eckfahne. Lauth am ersten Pfosten verpasste das Leder, dafür kam Daniel Halfar in zentraler Position zum Abschluss. Sein Schuss von der Strafraumgrenze wurde jedoch von Tobias Nickenig geblockt (3.). Die Löwen drückten weiter. Nach einem abgeblockten Schuss von Grigoris Makos aus der zweiten Reihe setzte Stoppelkamp nach, eroberte den Ball. Seine Flanke von rechts auf Lauth klärte Kevin Schlitte mit einer artistischen Einlage im letzten Moment vor dem einschussbereiten Löwen-Kapitän (6.). Eine Kopfballverlängerung von Kai Bülow nach einem Halfar-Freistoß aus dem linken Halbfeld kam zu zentral auf FCE-Torhüter Martin Männel, der mit dem Ball keine Probleme hatte (13.). Im Gegenzug die erste Chance für die Veilchen. Der Auer Schlussmann hatte den schnellen Gegenangriff eingeleitet. Schlitte kam am Ende per Direktabnahme aus 16 Metern zum Abschluss, doch 1860-Torhüter Gabor Kiraly parierte den Schuss (15.). Einem Solo-Lauf von Lauth, der von rechts nach links querte und dabei Thomas Paulus stehen ließ, fehlte die Krönung. Sein Linksschuss aus 17 Metern strich knapp über den Querbalken (15.). Glück für die Löwen in der 18. Minute. Einen Freistoß vom vorderen rechten Strafraumeck hatte Jan Hochscheidt gefährlich in den Torraum geflankt.  Den aufs Tor gestocherten Ball von René Klingbeil wehrte Kiraly im Liegen mit einer Hand ab. Vier Minuten später musste der Löwen-Keeper Kopf und Kragen gegen Jakub Sylvestr riskieren, um nach einer missglückten Rückgabe von Necat Aygün vor dem Auer Angreifer am Ball zu sein (22.). Dann passierte lange nichts, ehe Christopher Schindler bei einem Vorstoß gefühlvoll von rechts flankte, Stoppelkamp aus neun Metern zum Kopfball kam, aber das Leder an die Oberkante der Latte köpfte (35.). Zwei Minuten später konterten die Löwen über die linke Seite. Die Hereingabe konnte Nickenig gerade noch vor Lauth mit hohem Fuß zur Ecke klären (37.). Aber auch die Gäste hatten immer wieder Möglichkeiten. In der 41. Minute nutzten sie ein Abstimmungsproblem zwischen Guillermo Vallori und Aygün, Sylvestr sprintete dazwischen, erreichte das Leder zwischen den beiden Verteidigern, lupfte es anschließend über den herausgeeilten Kiraly hinweg neben das Tor. So blieb es beim 0:0 zur Pause.

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Beinahe wäre der Start in die 2. Halbzeit optimal verlaufen. Stoppelkamp hatte von der rechten Grundlinie nach innen geflankt. Männel klatschte den Ball nur weg, sodass Lauth mit dem Rücken zum Tor aus sieben Metern zum Fallrückzieher kam, den Ball jedoch knapp über die Querlatte bugsierte (48.). Drei Minuten später die Auer Führung durch Sylvestr. Stoppelkamp hatte im Mittelkreis den Ball verloren. Klingbeil auf der anderen Seite trieb den Ball nach vorne, passte auf Sylvestr. Der Stürmer hatte zu viel Platz, drehte sich halbrechts nach innen um Vallori und traf aus 16 Metern unhaltbar ins kurze Eck: 1:0 für die Sachsen (51.). Löwen-Chefcoach Reiner Maurer reagierte, brachte Daniel Bierofka für den unauffällig agierenden Grigoris Makos ins Spiel (54.). Bierofka war auch Ausgangspunkt der nächsten Löwen-Chance. Einen Freistoß vom linken Strafraumeck hatte er mit viel Schnitt in den Torraum geflankt, sodass Keeper Männel den Ball erst im Nachfassen in der Luft unter Kontrolle brachte (61.). In der 66. Minute fiel dann der Ausgleich nach einem Standard. Stoppelkamp hatte einen Eckball von rechts an den Torraum geflankt. Vallori kam mit Anlauf, wuchtete am ersten Pfosten das Leder aus sechs Metern zum 1:1 unter die Latte. Ein Schuss von Stoppelkamp aus 20 Metern konnte Männel nur nach vorne abwehren. Lauth setzte nach, wurde bei seinem Schussversuch aus sieben Metern von den Beinen geholt, doch Schiedsrichter Tobias Stieler gab nur Eckball für die Löwen (80.). Die Sechzger versuchten in der Schlussphase alles, um noch den Siegtreffer zu erzielen, waren aber meist gegen gut stehende Auer zu überhastet. So blieb es beim 1:1.

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Steno

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