Rudi Bommer:
"Der Gegner ist fast zweitrangig"

Die Löwen starten am Montag, 6. Februar, 20.15 Uhr, mit der Partie gegen den FC Energie Cottbus ins Spieljahr 2012. Mit dem Klub aus der Lausitz kehrt Energie-Chefcoach Rudi Bommer an eine alte Wirkungsstätte zurück. Der 54-Jährige saß 2004 im ersten Zweitligajahr beim TSV 1860 auf der Trainerbank. Im Kurz-Interview mit tsv1860.de sprach der Fußballlehrer über seinen neuen Arbeitgeber, seine Ziele mit dem FCE und natürlich über das Gastspiel in München.

Rudi Bommer
Rudi Bommer ist seit Anfang des Jahres Chefcoach bei Energie Cottbus.


tsv1860.de: Herr Bommer, Sie sind in der Winterpause überraschend von Burghausen zum FC Energie Cottbus gewechselt. Haben Sie sich schon eingelebt in der Lausitz?

Rudi Bommer: Ja, zumindest beruflich. Der Einstieg wurde mir sehr leicht gemacht und ich fand hervorragende Bedingungen vor. Sowohl infrastrukturell als auch personell im Funktionsteam. Nur eine Wohnung haben meine Frau und ich noch nicht gefunden.

tsv1860.de: Sie arbeiten jetzt seit knapp vier Wochen mit Ihrem Team. Wie ist die Vorbereitung gelaufen? Auf was haben Sie dabei besonders viel Wert gelegt?

Rudi Bommer: Mir ging es vorrangig darum, die Mannschaft kennenzulernen, Stärken und Schwächen heraus zu filtern und den Jungs Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu vermitteln. Physisch waren alle in einem sehr guten Zustand, so dass es in der Vorbereitung vor allem um taktische Dinge ging und darum, etwaige Blockaden zu lösen.

tsv1860.de: Mit welchen Zielen starten Sie in die restlichen 15 Spiele der Saison?

Rudi Bommer: Wir wollen das im Training Erarbeitete nun im Wettkampf abrufen, vor allem im eigenen Stadion wieder eine Macht werden und uns als Mannschaft auf ordentlichem Niveau stabilsieren. Allerdings ist die scheinbar komfortable Situation im Tabellenmittelfeld trügerisch. Fußball ist Ergebnissport. Bei allem Augenmerk auf die Entwicklung müssen wir schnell Punkte einfahren, um den Abstand nach unten mindestens zu wahren.

tsv1860.de: Zum Auftakt sind Sie beim TSV 1860, Ihrem ehemaligen Arbeitgeber, zu Gast. Ist das ein besonderes Spiel für Sie?

Rudi Bommer: Besonders ist diese Partie für mich vor allem deshalb, weil es das erste Pflichtspiel für mich mit dem FC Energie ist. Der Gegner ist dabei fast zweitrangig und wir konnten ihn uns auch nicht aussuchen.

tsv1860.de: Gegen den Ex-Klub treffen Stürmer traditionell besonders gerne... Alex Ludwig stand ebenfalls schon bei den Löwen unter Vertrag. Schicken Sie Ihn am Montag ins Rennen?

Rudi Bommer: Nein, denn Alexander Ludwig ist verletzt und konnte wegen muskulärer Probleme die komplette Woche nicht trainieren, fehlte auch schon im letzten Testspiel. Er wird uns vor dem Fernseher die Daumen drücken.

Vielen Dank für das Gespräch.

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