09.08.2012

Ivica Erceg geht in seine dritte Saison als Trainer der U19-Bundesliga-Mannschaft der Löwen. Deshalb hat er einen guten Vergleich zu den Vorjahren. Vorm Start am Sonntag, 12. August, 11 Uhr, in Zorneding gegen Eintracht Frankfurt sieht er sein Team auf dem richtigen Weg.
„Wir sind froh, dass es endlich losgeht", sagt der Coach. Nach der Vorbereitung fiebern alle der Standortbestimmung entgegen „Wir wollen wissen, wo wir stehen", so der 36-Jährige, der sein Team gleich im Auftaktspiel gefordert sieht. „Mit Frankfurt erwarten wir eine Mannschaft, die in der Liga eine gute Rolle spielen wird."
Aufgrund der Sanierungsmaßnahmen im Grünwalder Stadion wird die U19 in dieser Saison ihre Heimspiele im Stadion An der Bucher Straße in Zorneding im Landkreis Ebersberg austragen. Einmal haben die A-Junioren des TSV 1860 dort bereits ein Training absolviert. Das Fazit: „Guter Platz, beste Bedingungen!"
Sechs Testspiele standen für die U19 seit dem Trainingsauftakt am 2. Juli auf dem Programm. Nur gegen die U19 der SpVgg Greuther Fürth setzte es eine Niederlage. Unterm Strich zeigte sich Erceg mit der Vorbereitung zufrieden. „Die Jungs haben gut mitgezogen, wir konnten viele Dinge, auch taktische Varianten, einüben. Dazu kam, dass wir in dieser Phase kaum Verletzungen hatten."
Dadurch und aufgrund des relativ großen Kaders hat Erceg ein üppiges Angebot an Spielern, aus denen er seine Startformation gegen Frankfurt wählen kann. „Ich habe viele Optionen. Auf einigen Positionen geht es sehr eng zu. Die Leistungsdichte ist sehr hoch", erzählt er über seine „Qual der Wahl". Zudem trainieren mit Michael Denz, Robert Glatzel und Michael Netolitzky drei A-Junioren bei der U21 mit, könnten nach Absprache mit der Sportlichen Leitung auch in der U19 zum Einsatz kommen. Zumindest Torhüter Netolitzky scheint gegen die Eintracht ein Thema zu sein.
Als „gut und technisch stark" bezeichnet Erceg den Löwen-Jahrgang 1995. „Da sind viele Spieler mit Perspektive dabei." Gleichzeitig weiß der Trainer aber, wo der Schuh noch drückt. „Bei Ballbesitz spielen wir ordentlich, müssen aber von hinten raus entschlossener agieren und vorne gezielter den Abschluss suchen." Seinen Jungs attestiert er, sowohl lernwillig- als auch lernfähig zu sein. „Es macht einfach Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten."
Trotzdem hat gerade die vergangene Saison gezeigt, wie eng die Mannschaften in der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest zusammen liegen. Der Finalist von 2011, der 1. FC Kaiserslautern, gehörte zu den drei Absteigern. Die hoch gehandelte TSG Hoffenheim lag bis zum letzten Spieltag auf einem Abstiegsplatz, konnte sich erst durch einen Sieg über die Löwen den Klassenerhalt sichern.
„Ich denke, dass die letzte Saison eine Ausnahme darstellt. Aber im Fußball ist alles möglich", möchte Erceg eine ähnliche Konstellation nicht grundsätzlich ausschließen. Das Ziel der A-Junioren für die aktuelle Spielzeit ist klar formuliert. „Neben der individuellen Förderung der Spieler wollen wir auf alle Fälle besser abschneiden als letztes Jahr", sagt Erceg. Damals führten die Junglöwen zeitweise die Tabelle an, landeten nach einem „Zwischentief" am Ende aber nur auf dem 8. Platz.
05.07.2012: TSV 1860 Rosenheim - TSV 1860 U19 2 : 2
08.07.2012: TuS Holzkirchen - TSV 1860 U19 3 : 7
09.07.2012: FC Everton - TSV 1860 U19 1 : 4
25.07.2012: USA-Auswahl - TSV 1860 U19 0 : 7
28.07.2012: SpVgg Greuther Fürth - TSV 1860 U19 3 : 0
01.08.2012: VfB Stuttgart - TSV 1860 U19 3 : 3