Serie gerissen, Löwen unterliegen 1:3 in Düsseldorf

Gabor Kiraly

Löwen-Keeper Gabor Kiraly war bei allen drei Treffern der Fortunen machtlos.

Nach vier Pflichtspielsiegen in Folge kassierten die Löwen bei Fortuna Düsseldorf eine bittere 1:3-Niederlage. Ex-Löwe Sascha Rösler hatte die Gastgeber per Elfmeter in Führung gebracht (29.). 18 Sekunden (!) nach Wiederanpfiff erhöhte Andreas Lambertz auf 2:0, Maximilian Beister besorgte mit einer Einzelaktion in der 67. Minute das 3:0. Den Schlusspunkt setzte Benajmin Lauth per Foulelfmeter zum Endstand. Düsseldorf ist damit seit 17 Spielen zu Hause unbesiegt.

Personal: Löwen-Trainer Reiner Maurer musste bei Fortuna Düsseldorf auf Necat Aygün (Gesichtsfraktur), Stefan Buck (Trainingsrückstand), Collin Benjamin (Muskelfaserriss) und Benjamin Schwarz (Reha nach Knieverletzung) verzichten. Dagegen konnten Kai Bülow nach seinem grippalen Infekt und Daniel Bierofka, der wegen muskulärer Probleme unter der Woche mit dem Training pausieren musste, spielen. Damit starteten die Löwen mit der gleichen Aufstellung wie zuletzt gegen Aue ins Spiel bei den Rheinländern.

Spielverlauf: Beide Mannschaften gingen von Beginn an hohes Tempo. Die erste Chance hatten zunächst die Gastgeber. Thomas Bröker war mit dem Ball aus zentraler Position nach rechts gezogen, flankte dann von der Grundlinie an den zweiten Pfosten, wo Oliver Fink zwar aus kurzer Distanz zum Kopfball kam, das Leder aber genau in die Arme von Gabor Kiraly köpfte (4.). Eine Minute später zog Christian Weber vier Meter vorm linken Strafraumeck ab, Keeper Kiraly wehrte den Ball aus dem kurzen Kreuzeck zur Ecke ab (5.). In der 7. Minute zog Maximilian Beister vom linken Strafraumeck in die Mitte, kam aus 19 Meter zum Schuss. Der Ball landete jedoch Zentimeter neben dem linken Pfosten (7.). Auch der nächste Angriff der Fortuna war brandgefährlich. Sascha Rösler kam über links, ließ Christopher Schindler mit einem Übersteiger stehen, drang in den Strafraum ein, doch sein Schlenzer aus 15 Meter ging über die Querlatte (8.). Zu diesem Zeitpunkt konnten die Löwen von Glück sagen, dass es noch 0:0 stand. Die erste gefährliche Offensivszene hatten die Sechzger nach einem Eckball von rechts in der 13. Minute, den Daniel Halfar mit viel Schnitt halbhoch an den ersten Pfosten zog. Stefan Aigner kam nicht mehr an den Ball, so dass Torhüter Michael Ratajczak die Torfabrik aufnehmen konnte. Die nächste Riesenchance zur Führung hatte die Fortuna (23.): Andreas Lambertz flankte flach an den ersten Pfosten. Bröker konnte sich zwar gegen Kai Bülow durchsetzten, kam aber nicht ans Leder, dafür Rösler am zweiten Pfosten. Doch dessen Schuss aus fünf Metern aufs leere Tor blockte Antonio Rukavina im letzten Moment zur Ecke. In der 28. Minute machte Arne Feick gegen Beister keine gute Figur. Der Fortune überlief ihn an der rechten Eckfahne, zog anschließend in den Strafraum. Feick setzte nach, touchierte dabei allerdings Beister, der sich fallen ließ. Schiedsrichter Florian Meyer zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt (28.). Rösler lief an, Kiraly blieb lange stehen, war jedoch gegen den Flachschuss ins linke untere Eck machtlos (29.). Vier Minuten später hatten die Löwen die Chance zum Ausgleich. Nach einem Einwurf auf der linken Seite hatte Aigner geflankt, Kevin Volland am kurzen Pfosten kam nicht mit dem Kopf an den Ball, dafür halbrechts Halfar, dessen Direktabnahme aus zwölf Metern landete aber genau in den Armen von Ratajczak (33.). Nach einem kurz ausgeführten Eckball auf der rechten Seite düpierte Beister erneut Feick, zog aus 15 Metern mit links ab, traf aber nur den linken Außenpfosten (37.). Beister sprintete in der 43. Minute im Anschluss an eine Löwen-Ecke über den gesamten Platz, Rukavina verfolgte ihn, störte den Düsseldorfer bei seinem Schuss aus 15 Metern entscheidend, so dass Kiraly den Flachschuss problemlos entschärfen konnte. Damit blieb es zur Pause beim 1:0 für die Fortuna, die ein klares Chancenplus in den ersten 45 Minuten zu verzeichnen hatten.

18 Sekunden nach Wiederanpfiff lag der Ball erneut im Löwen-Tor. Lambertz hatte sich im Zentrum durchgedribbelt, spielte kurz vorm Strafraum Doppelpass mit Bröker. Infolge tunnelte der Fortuna-Kapitän vollkommen freistehend Kiraly am Elfmeterpunkt und traf zum 2:0 (46.). In der 52. Minute flankte Halfar aus halblinker Position in den Strafraum. Dominik Stahl kam zwar zum Ball, traf aber nicht voll per Kopf, sodass er weit rechts am Pfosten vorbei im Tor-Aus landete. Unsportlich präsentierte sich Beister vier Minuten später, als er nach einem Ballverlust gegen Feick im Löwen-Strafraum plötzlich abhob. Doch Schiedsrichter Meyer ermahnte den Düsseldorfer in dieser Szene nur (56.). In der 60. Minute passte Daniel Bierofka seinem Gegenspieler den Ball in die Beine, Beister passte auf den rechts mitgelaufenen Rösler, der frei vor Kiraly auftauchte. Doch der Ungar blieb stehen, konnte so den Lupfer des Ex-Löwen aus 15 Metern abwehren. Mit einem starken Auftritt behauptete Beister anschließend auf der linken Strafraumseite den Ball. Fortunas Nummer 11 dehte sich am linken Torraumeck nach innen, ließ vom zögerlich angreifenden Stahl nicht stören und hämmerte die Kugel aus enorm spitzem Winkel zum 3:0 unter die Querlatte (67.). Damit war die erste Niederlage nach vier Pflichtspielsiegen besiegelt. Schadensbegrenzung war nun angesagt. Drei Minuten später passte Halfar den Ball in den Lauf von Lauth, der nahm das Leder artistisch mit, sein Schuss aus 15 Metern ging aber knapp am linken Pfosten vorbei (70.). In der 85. Minute kamen die Löwen noch zum Ehrentreffer. Der kurz zuvor eingewechselte Karim Aouadhi hatte bei einem Freistoß Stahl im Fortuna-Strafraum am Trikot gezogen, Meyer entschied sofort auf Elfmeter. Lauth lief an, verlud Ratajczak und traf zum 1:3-Endstand. Die Weiß-Blauen drängten zwar in der Schlussphase auf einen weiteren Treffer, konnten aber die gut gestaffelte Düsseldorfer Defensive nicht mehr überwinden.

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