24.09.2011

Nach drei Spielen ohne Niederlage riss die Serie der Löwen-U23 bei den Stuttgarter Kickers. Dabei hielt das Team von Trainer Klaus Koschlick eine Stunde lang das 0:0, ehe Philipp Türpitz (61.) und der eingewechselte Hüseyin-Ali Pala (72.) für das Team von Coach Dirk Schuster zum 2:0-Erfolg trafen.
Personal: Das Trainergespann Klaus Koschlick und Markus Schroth musste verletzungsbedingt in Stuttgart auf Marcel Kappelmaier (Sehnenriss in der rechten Hand) verzichten. Kurzfristig meldete sich Markus Ziereis krank ab, so dass nur 17 Akteure die Reise antraten. Daniel Jais spielte mit der U19 gegen den VfB Stuttgart.
Spielverlauf: Die Kickers kontrollierten zunächst das Spiel, wurden aber fast nur nach Standards gefährlich. Vor allem die klare Lufthoheit der Schwaben machte den Löwen zu schaffen. Die erste Chance des Spiels besaßen die Kickers in der 10. Minute. Fabian Gerster hatte einen Eckball über das Zentrum hinweg geflankt, Patrick Auracher köpfte das Leder zurück in die Mitte, wo Royal Dominique Fennell aus acht Metern zum Abschluss kam, doch bei seinem Schuss kam er in Rücklage, wodurch der Ball über die Torlatte ging. Drei Minute später spielte Jerome Gondorf gekonnt Vincenzo Marchese in der Spitze an, der nahm den Ball direkt aus zwölf Metern, zielte aber genau auf Löwen-Keeper Vitus Eicher, der parieren konnte (13.). Eine Freistoßflanke mit viel Schnitt zum Tor köpfte in der 18. Minute Ex-Löwe Julian Leist aus acht Metern aufs linke untere Eck. Eicher machte sich lang, kam mit der Hand ans Leder, das Jonatan Kotzke endgültig aus der Gefahrenzone schlug. Nach einer Flanke durch Yannis Becker von der linken Seite kam Ugur Yilmaz aus zehn Metern zum Kopfball, setzte das Leder aber über die Querlatte (25.). Mit etwas mehr Entschlossenheit hätte Benjamin Penzkofer in der 27. Minute die Führung für die Sechzger erzielen können. Freistehend kam er im Zentrum an den Ball, zögerte aber zu lange mit dem Abschluss, so dass er am Strafraum gestellt wurde. Im Gegenzug gab es Freistoß für die Kickers. Gerster flankte von rechts an den zweiten Pfosten, Gondorf köpfte in die Mitte, wo der freistehende Yilamz, ebenfalls per Kopf, das Leder genau in die Arme von Eicher bugsierte (28.). Nach einem Foul an Gökhan Gümüssu erhielten die Löwen einen Freistoß aus 26 Metern zugesprochen, den Stefan Wannenwetsch nur knapp über das Kickers-Tor setzte (33.). Den schönsten Angriff der Sechzger initiierten in der 35. Minute Philipp Steinhart und Maximilian Knuth über die linke Seite. Letzterer flankte anschließend in die Mitte, wo Leist gerade noch vor dem einschussbereiten Bobby Wood klären konnte. Die anschließende Ecke flankte Penzkofer von rechts an den zweiten Pfosten, Knuth fehlte aber bei seinem Kopfballversuch die nötige Wucht, sodass Torhüter Daniel Wagner problemlos abfangen konnte (36.). So blieb es beim torlosen Remis zur Pause.Im zweiten Durchgang erhöhten die Kickers nochmals den Druck.
In der 51. Minute versuchte Yilmaz Löwen-Keeper Eicher mit einem Schlenzer aus 18 Metern in halblinker Position zu überwinden, doch der Torhüter konnte den Schuss gerade noch um den Pfosten lenken. Eine Flanke von Becker erreichte Philipp Türpitz, dessen Kopfball aus zwölf Meter wurde aber sichere Beute von Eicher. Der leitete sofort den Gegenangriff ein. Das Leder kam zu Wood, der aufs Stuttgarter Tor zusteuerte, doch der 19-Jährige legte sich das Leder zu weit vor, sodass Leist kurz vorm Strafraum in höchster Not klären konnte (58.). Drei Minuten später fiel der Treffer auf der anderen Seite. Ein langer Ball aus halbrechter Position segelte in den 1860-Strafraum, Türpitz drehte sich mit dem Rücken zum Tor im Strafraum um Manuel Bühler herum, traf aus acht Metern zum 1:0 unhaltbar für Eicher ins lange Eck (61.). Türpitz wäre beinahe in der 67. Minute das 2:0 gelungen, wenn sich Daniel Hofstetter nicht beherzt in seinen Schuss von der Strafraumgrenze geworfen hätte. Sechs Minuten später war es dann doch soweit. Yilmaz war auf der linken Seite freigespielt worden, anschließend passte er scharf hinter die Abwehr auf Nico Plattek, der von rechts uneigennützig zum besser postierten Hüseyin-Ali Pala spielte, sodass dieser aus sieben Metern nur noch ins freie Eck einschieben brauchte (73.). Auch nach dem Zwei-Tore-Rückstand gaben die Löwen nicht auf, mehr als ein verunglückter Freistoß von Dusan Jevtic aus 20 Metern, der genau in den Armen von Torhüter Wagner landete, sowie eine Eckballverlängerung von Hofstetter auf Quendrim Beqiri, die dieser aber aus sechs Metern neben das Tor platzierte, sprang nicht mehr heraus.
„Wir haben uns tapfer gewehrt, standen defensiv ordentlich", resümierte Jürgen Jung, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Löwen. „Nach der Pause hat Stuttgart dann Druck aufgebaut, während bei uns die Kräfte geschwunden sind. Die beiden Tore waren dann die logische Konsequenz. Letztlich waren wir in der Offensive zu, um einen Punkt gegen einen Gegner mitzunehmen, der zu den Aufstiegsfavoriten in der Regionalliga Süd gehört."