19.12.2011

Der TSV 1860 München nimmt zu dem Artikel über rechtsradikale Stadionbesucher, erschienen am 16. Dezember 2011 auf Spiegel Online, wie folgt Stellung:
Der Artikel wurde nicht zeitnah recherchiert und ist zudem inhaltlich nicht richtig. Er gibt ein falsches Bild wieder, das nicht den aktuellen Maßnahmen und Bestrebungen des Vereins gegen Rechtsradikalismus entspricht. Selbst die zitierte Faninitiative „Löwenfans gegen Rechts" zeigte sich über die Darstellung überrascht. „Der TSV 1860 ist schon viel weiter, als in dem Spiegel-Online-Artikel dargestellt", sagt Ulla Hoppen. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir nun kontinuierlich und alle gemeinsam dieses Gedankengut aus der Kurve verbannen."
Geschäftsführung, Präsidium und Aufsichtsrat haben sich im Stadion intensiv mit diesem Thema beschäftigt. In der Aufsichtsratssitzung vom 9. Dezember 2011 wurden gemeinsam mit Vertretern der Löwenfans gegen Rechts sowie a.i.d.a. e.V. geeignete und effektive Maßnahmen erarbeitet. Geschäftsführer Robert Schäfer bezog in einem Interview in der letzten Ausgabe des Stadionmagazins LÖWEN News sowie in der Abendzeitung (1860 gegen Rechts: „Löwen müssen sich wehren" vom 14. Dezember 2011) ausführlich Stellung. „An die Adresse jener rechtsextremen, rassistischen Handlungsträger geht ganz klar die Botschaft: Sie sind bei den Löwen nicht erwünscht", so die eindeutige Aussage des Geschäftsführers. Beide Interviews sind im Internet öffentlich zugänglich.
„Wir wollen als Sportverein nicht für rechtsradikale Tendenzen missbraucht werden. Menschen mit rechter Gesinnung sind bei 1860 nicht willkommen", gab Vizepräsident Wolfgang Hauner im Namen des Präsidiums klar und deutlich zu verstehen (siehe www.tsv1860.org). Der Verein sei sich nicht nur seiner aktuellen Verantwortung bewusst, sondern sieht es vor dem Hintergrund der eigenen Geschichte als Verpflichtung, sich klar gegen Rechtsradikalismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz zu positionieren.