..

Stimmen zum Spiel bei Energie Cottbus

Motivbild
Zeigte sich von der Leistung seiner Mannschaft in Cottbus enttäuscht: Löwen-Cheftrainer Reiner Maurer.

Löwen-Chefcoach Reiner Maurer war tief enttäuscht über die Art und Weise der Niederlage beim FC Energie. „Die ersten 20 Minuten sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen", resümierte er. „Cottbus ist wie erwartet druckvoll gestartet und hatte in dieser Phase viel mehr Ballbesitz, dominierte uns mit seinem variablen Passspiel."


Nach der Pause sah Reiner Maurer sein Team besser. „Das Spiel hat sich im zweiten Durchgang überwiegend in der Cottbuser Hälfte abgespielt, wir hatten viel mehr Ballbesitz, ohne dass wir dabei Durchschlagskraft entwickelt hätten." Genau dieser Umstand machte den 52-Jährigen nachdenklich. „Das kann einfach nicht unser Anspruch sein, dass wir uns überhaupt keine Torchancen erarbeiten. Die letzten Pässe sind nicht angekommen", monierte er. „Uns hat die Konsequenz im Abschluss gefehlt. Außerdem haben wir fast alle Luftduelle verloren."

Maurer weiß, dass die Trendwende nach einem Punkt aus drei Spielen schnell kommen muss, um den Anschluss nach vorne nicht zu verlieren und das Umfeld zu beruhigen „Wir müssen unsere Form schnell wieder finden und uns aus dem Tief herausholen. Natürlich wäre es mir auch lieber, wenn wir nicht hinterher laufen müssten. Aber in den letzten drei Spielen haben wir einfach nicht die Leistung gebracht, die ich von der Mannschaft erwarte", stellt der Löwen-Coach klar.

Die Auswechslung von Grzegorz Wojtkowiak nach einer halben Stunde begründete Maurer mit dessen Gesäßmuskel-Verletzung, die ihn zum Pausieren gegen Aue gezwungen hatte. „Er wollte spielen, musste dann aber merken, dass es nicht geht. Das ist natürlich bitter, wenn es nicht reicht." Neben dem gesperrten Guillermo Vallori, der die 5. Gelbe Karte sah, könnte auch Moritz Stoppelkamp gegen St. Pauli ausfallen. „Er hat einen Schlag auf den Knöchel bekommen", so Maurer, „ich hoffe aber, dass es nichts Schlimmes ist."

Im Gegensatz zu Maurer machte Energie-Coach Rudi Bommer, der in seinem siebten Spiel als Trainer erstmals mit einem seiner Teams gegen die Löwen gewann, einen entspannten Eindruck. „Außer dem Tor hatten wir noch fünf weitere gute Chancen", lautete sein Fazit. „Leider haben wir es versäumt, frühzeitig nachzulegen. Insgesamt war das alles sehr positiv für uns. Wir haben schnell gespielt und gut umgeschaltet." Nach der Pause hätte sein Team diese Tugenden jedoch etwas vermissen lassen. „Aber das ist klar bei dem hohen Tempo, das wir in den ersten 45 Minuten gegangen sind." Besonders die Defensive hob Bommer hervor: „Mit ihr bin ich heute absolut zufrieden. Wir haben über 90 Minuten keine Torchance zugelassen." Die einzige Kritik, die der Cottbuser Trainer übte, war der fahrlässige Umgang mit den Konterchancen in der Schlussphase. „Die hätten wir besser zu Ende spielen müssen. Der Platz dazu war da. Insgesamt hat die Mannschaft aber meine Vorgaben gut umgesetzt und über die gesamte Spielzeit konzentriert agiert."

„Niederlagen tun immer weh, aber heute ganz besonders", stellte Löwen-Flügelflitzer Daniel Halfar fest. „Dabei hatten wir uns so viel vorgenommen, jedoch nichts davon auf den Platz gebracht. Die 1. Halbzeit war katastrophal. Eigentlich habe ich überhaupt keine Erklärung dafür, warum das Spiel so gelaufen ist", zeigte sich der 24-Jährige ratlos. „Wir haben keinen Fußball gespielt und uns null Torchancen erarbeitet. Das müssen wir ganz schnell wieder ändern."

Ähnlich sah es Kapitän Benjamin Lauth. „Die Anfangsphase war brutal. Wir waren viel zu abwartend, haben Cottbus die Initiative überlassen, nicht dagegengehalten." Der 31-Jährige sieht sein Team nach der Niederlage und drei Spielen ohne Sieg auf einem schmalen Grat. „Mit einem Dreier wären wir vorne dabei gewesen, jetzt haben wir erst mal vier Punkte Abstand auf Rang drei. Noch schlimmer ist aber, dass dadurch die Stimmung im Umfeld erst mal am Boden ist."

Löwen unterliegen bei Energie Cottbus mit 0:1

Steno

Ticker

    Drucken

    Neueste Videos

    created by: SoInteractive