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Stimmen zum Spiel gegen Aue

Reiner Maurer

Nur langsam löste sich bei Löwen-Trainer Reiner Maurer die Anspannung beim deutlichen 4:0-Erfolg seines Teams über Aue.

Löwen-Trainer Reiner Maurer lehnte sich nach 9:0-Toren aus den letzten beiden Spielen entspannt zurück. „Es war ein sehr gutes Spiel gegen einen Gegner, der bis zum 3:0 gut dagegen gehalten hat", kommentierte der 51-Jährige das 4:0 gegen Erzgebirge Aue.

„Mit der frühen Führung im Rücken haben wir das geschickt gemacht, den Ball bei den hohen Temperaturen gut in unseren Reihen gehalten und versucht, in die Lücken bei Aue reinzukommen. Das ist uns auch gelungen. Für uns war das ein super Spielverlauf mit dem 2:0 kurz vor der Pause. Das war ein schön herausgespielter Treffer mit einem tollen Abschluss von Daniel Halfar", geriet Maurer ins Schwärmen. Nach der Pause musste sein Team „bei einigen Eckbällen massiert dagegen halten. Die Mannschaft hat jetzt hintereinander zwei tolle Spiele abgeliefert, auch zu Hause gezeigt, dass sie Druck machen kann. Nun wollen wir auch in Düsseldorf was holen, um uns vorne festzusetzen. Wir sind grundsätzlich auf einem guten Weg", schaut Maurer optimistisch, aber nicht euphorisch in die Zukunft.

„4:0: das klingt sehr deutlich", meinte Rico Schmitt, Trainer des FC Erzgebirge Aue. Sein Team hätte sich nach dem unbefriedigenden Heimspiel gegen Karlsruhe viel vorgenommen. „Wir wollten uns anders präsentieren", so der 42-Jährige. „1860 ist auf einer Euphoriewelle ins Spiel gegangen. Beim ersten Gegentor in der 10. Minute hat uns aber die Ordnung und Kompaktheit gefehlt. Das darf nach einem Eckball nicht passieren. Danach ist uns mit dem 0:1 im Kopf der Glaube verloren gegangen. Sechzig hat viel Geduld gezeigt, geschickt den Ball behauptet. Während wir wie ein Personenzug umgeschaltet haben, hat München wie ein ICE Gas gegeben und ist verdient mit 2:0 in die Pause gegangen." Für Schmitt werden die nächsten Wochen unangenehm. „Wir sind jetzt in einer kritischen Situation", so der FCE-Coach. „Viele Spieler sind außer Form, Fehler von uns werden momentan hart bestraft und außerdem fehlt uns der Glaube in die eigene Stärke", so seine schonungslose Analyse.

Doppeltorschütze Daniel Halfar, der auch noch das 4:0 vorbereitete, als ihn Aues Keeper Martin Männel mit einem Foul im Strafraum bremste, gab sich bescheiden. „Das war heute ein gutes Spiel der gesamten Mannschaft. Wir haben das Selbstvertrauen aus dem Spiel gegen Cottbus mitgenommen und den Gegner beherrscht." Den 2. Tabellenplatz möchte der 23-Jährige aber nicht überbewerten. „Das ist eine schöne Momentaufnahme. Aber wir haben erst vier Spieltage hinter uns. Man muss sehen, wo die Reise hingeht. Wir nehmen aber das positive aus solchen Spielen in die nächste Trainingswoche mit und werden jetzt versuchen, auch in Düsseldorf zu gewinnen." Viele der Löwen-Fans meinten, dass sein Tor zum 2:0 sogar schöner gewesen wäre, als der Treffer von Schalkes Raul tags zuvor gegen Köln. „Ich habe das Tor gesehen, aber das kann ich nicht beurteilen. Ich freue mich, dass es geklappt hat", kommentierte Halfar seinen Lupfer über den aufrecht stehenden Männel hinweg. Den Schlüssel, dass es momentan nach dem durchwachsenen Saisonauftakt besser läuft, sieht Halfar darin, „dass wir jetzt von Anfang an 100 Prozent Vollgas geben." Besonders die Offensive sticht derzeit hervor. „Wir passen gut zusammen", findet der Linksfuß, „aber da gehören nicht nur die vier Offensivspieler dazu. Die beiden Sechser entlasten uns. Jeder im Team will den maximalen Erfolg. Dazu kommt der Trainer, der Wert darauf legt, dass wir am Boden bleiben." So hebt auch Halfar verbal den Zeigefinger: „In dieser Liga, in der jeder jeden schlagen kann, muss man immer vorsichtig sein."

Für Löwen-Kapitän Benjamin Lauth liegen die Gründe für den Höhenflug auf der Hand. „Wir spielen einfach gut Fußball und wissen, was wir in der Offensive können." Mit dem Saisonauftakt ist der 30-Jährige zufrieden. „Wir wollten uns oben festbeißen. Das ist uns gelungen. Dadurch läuft Vieles insgesamt leichter. Jetzt wollen wir in Düsseldorf nachlegen. Das wird nicht leicht, weil uns dort ein Gegner auf Augenhöhe erwartet."

Manuel Schäffler, der nach seiner Einwechslung sein erstes Saisontor erzielte, sah den Grund für den deutlichen Sieg darin, „dass wir unsere spielerischen Qualitäten ausspielen konnten. Wir freuen uns darüber, müssen aber in der nächsten Woche wieder Gas geben." Den Treffer durch Daniel Halfar zum 2:0 bezeichnete er als „überragend". Halfar war es auch, der seinen Treffer vorbereitete. „Mein Tor war nicht schwer zu machen", gestand Schäffler ein, „aber Tor ist Tor. Wir können jetzt auch in Düsseldorf gewinnen. Wir haben gezeigt, dass wir jede Mannschaft in der Liga schlagen können, wenn wir so engagiert wie zuletzt zu Werke gehen."

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