Stimmen zum Spiel gegen den FC Ingolstadt

Reiner Maurer
Fast ungläubig schaute Löwen-Chefcoach Reiner Maurer nach dem vierten Tor seiner Mannschaft auf die Anzeige-Tafel.

Löwen-Chefcoach Reiner Maurer war sichtlich zufrieden nach dem 4:1 im Derby über den FC Ingolstadt, gab aber offen zu, dass seine Mannschaft zu Beginn der Partie einige Probleme hatte. „Diese haben wir dann nach 15 Minuten in den Griff bekommen, sind danach selbst immer gefährlicher geworden."


Den Führungstreffer durch Kevin Volland bezeichnete Maurer als „gute Aktion", strich besonders den Einsatz von Verteidiger Antonio Rukavina heraus. „Der Ausgleich für Ingolstadt fiel dann glücklich. Die 2. Halbzeit begann perfekt für uns mit dem Tor. Den schönen Eckball von Benny Lauth verpasste Necat Aygün in der Mitte, aber Stefan Aigner stand wie abgemacht am zweiten Pfosten, drückte den Ball über die Linie", beschrieb Maurer den Treffer. „Mit diesem Tor als Rückenwind haben wir dann eine sehr gute 2. Halbzeit hingelegt."

Der 52-jährige Löwen-Trainer freute sich besonders über die Leistung von Daniel Halfar, der nach seiner Einwechslung frischen Wind brachte und an seine Vorrundenform anknüpfen konnte. „Schön war, wie er das vierte Tor vorbereitet hat. Heute brauchte keiner unserer Fans sein Kommen zu bereuen." Den Ingolstädtern wünschte Maurer alles Gute fürs Saisonfinale. „Der FCI hat eine sehr gute Serie in der Rückrunde hingelegt. Ich bin mir sicher, dass wir uns in der neuen Saison wieder sehen werden."

Ingolstadts Trainer Tomas Oral sah sein Team in der Anfangsphase dominant. „Wir sind gut ins Spiel gestartet, hatten mehr Ballbesitz und Spielanteile. Dann ging Sechzig glücklich in Führung." Mit dem Pausenstand von 1:1 konnte Oral noch zufrieden sein. „Eine Unachtsamkeit nach einer Ecke direkt nach Wiederbeginn brachte Sechzig erneut in Führung. So etwas darf einfach nicht passieren", echauffierte sich der FCI-Trainer. „Danach lief alles gegen uns. Solche Fehler darf man sich gegen eine Mannschaft wie die Löwen nicht leisten." Auch seine offensiven Einwechslungen hätten nicht den erhofften Erfolg gebracht. „Aber wir werden uns höchstwahrscheinlich nächste Saison erneut sehen. Dann können wir uns für diese Niederlage revanchieren."

Dominik Stahl strahlte über beide Ohren, nicht nur, weil er zum „Spieler des Tages" gekürt wurde und dafür einen Epson-Drucker des Medincenters Gröbl erhält. Viel wichtiger war für ihn, dass er seinen ersten Saisontreffer erzielen konnte. „So ein Tor gibt mir natürlich Selbstvertrauen. Vielleicht werde ich in Zukunft öfters drauf halten", sagte er, betonte aber: „Der Sieg war für uns alle wichtig, besonders für die Fans. Das ist in einem Derby immer so. Persönlich freue ich mich natürlich übers Tor." Damit habe er sich selbst belohnt für eine Phase in dieser Saison, in der es für den 23-Jährigen nicht so lief. „Ich habe aber immer Gas gegeben und auf meine Chance gewartet", sagte er. Aus seiner Sicht hätte das Derby gegen Ingolstadt ein perfektes Spiel sein können, wenn nicht der zwischenzeitliche Ausgleich gefallen wäre. „Das 1:1 war ärgerlich, ein ganz blödes Tor. Deswegen bin ich froh, dass wir das Spiel noch so deutlich gewinnen konnten. Ingolstadt ist am Anfang ein sehr hohes Tempo gegangen. Uns war eigentlich klar, dass sie das nicht durchhalten konnten", begründete Stahl die Überlegenheit nach der Pause. Übrigens: Bereits vergangene Saison beim 3:0-Erfolg über Greuther Fürth gewann Stahl die Auszeichnung. „Der Drucker steht bei meinem Vater im Büro, deshalb ist es gut, dass ich jetzt einen zweiten bekomme."

Kevin Volland hätte diese Auszeichnung sicher auch verdient, erzielte er doch gegen Ingolstadt seine Saisontreffer Nummer 12 und 13. Zufrieden ist er mit dieser Ausbeute trotzdem nicht. „Ich habe gerade in der Rückrunde einige Chancen ausgelassen", so der Stürmer. Geht es nach dem 19-Jährigen, sollen aber noch einige in dieser Spielzeit folgen. „Ich hoffe, dass ich in Frankfurt und gegen Aachen auch noch treffe. Das Spiel heute hat mir richtig Spaß gemacht. Nach dem schnellen Tor nach der Pause ist es für uns fast perfekt gelaufen. Ingolstadt musste danach aufmachen und wir hatten Platz zum Kontern." Auf die Frage, ob er schon in Hoffenheim eine Wohnung gesucht habe, antwortete der Youngster: „Erst müssen wir noch zweimal Leistung bringen, dann können wir darüber nachdenken, was im Sommer ist." Volland verriet aber, dass er mit seinen Kollegen eine Abschlussfahrt plane - eventuell auf die Ferieninsel Mallorca, der Heimat von Innenverteidiger Guillermo Vallori.

Löwen beenden Ingolstädter Serie eindrucksvoll mit 4:1

Galerei

Steno

Live-Ticker

    Drucken
    created by: SoInteractive