Stimmen zum Spiel gegen den FC St. Pauli

Reiner Maurer
Sprach von einem mehr als verdienten Punkt: Löwen-Trainer Reiner Maurer.

Löwen-Chefcoach Reiner Maurer konnte sich mit dem Spielverlauf nicht so richtig anfreunden. „In der 1. Halbzeit haben wir stark gespielt, gut Druck gemacht", analysierte er. „Wir haben uns einige gute Chancen erspielt, besonders die von Toni Rukavina. Da wäre der Torhüter mit Sicherheit nicht mehr dran gekommen." Trotzdem musste auch der 52-Jährige feststellen, „dass irgendwie die letzte Konsequenz in unserem Spiel gefehlt hat".

Die Führung von St. Pauli bezeichnete er ironisch als „gastfreundliches Elfmetergeschenk. Da war eigentlich keine Gefahr, um am Strafraumeck so zu grätschen", ging er mit Kai Bülow hart ins Gericht. „Damit haben wir dem Gegner in die Karten gespielt. Das 0:1 zur Pause hat den Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt. Mit der Führung im Rücken konnte sich St. Pauli aufs Kontern verlegen. Sie haben nur noch unser Spiel zerstört." Maurer musste aber auch zugeben, dass sein Team nach der Pause den Druck der ersten 45 Minuten nicht mehr aufrecht erhalten konnte. Trotzdem sprach er von einem verdienten Ausgleich. „Über 90 Minuten betrachtet war der Punkt mehr als verdient."

St. Paulis Trainer André Schubert sprach davon, dass seine Mannschaft ein sehr gutes Spiel abgeliefert habe. „Wir haben uns gut organisiert präsentiert, das Spiel mit fortnehmender Dauer immer besser in den Griff bekommen. Umso bitterer war, dass wir kurz vor Schluss den Ausgleich bekommen. Wenn wir bis zum Ende konsequent weiterspielen, dann nehmen wir drei statt einen Punkt mit", monierte er. „Wir versuchen, das nächste Woche einfach besser zu machen. Mit der Leistung meines Teams war ich aber zufrieden."

Kai Bülow, der den Elfmeter verursachte, zeigte sich selbstkritisch. „Da darf ich nicht so hingehen und grätschen. Natürlich hat das der Gegenspieler geschickt ausgenutzt. Ich denke, er hätte auch weiterspielen können." Es sei wichtig gewesen, wenigstens noch den Ausgleich geschafft zu haben. „Das ist gut fürs Selbstvertrauen. Unsere Serie besteht weiter, wir haben noch elf Spiele vor uns", sieht der gebürtige Rostocker noch die Möglichkeit, in das Rennen um den Relegationsplatz einzugreifen. „Die 1. Halbzeit haben wir dominiert, aber St. Pauli ist in Führung gegangen. Das wir am Ende nach großem Kampf noch einen Punkt geholt haben, sollten wir positiv bewerten." Besonders hat Bülow die lautstarke Unterstützung der Fans gefreut. „Die Leute haben uns nach vorne gepeitscht. In der 1. Halbzeit konnten wir das auch rechtfertigen. Die Führung hat St. Pauli als Kontermannschaft in die Karten gespielt. Sie haben sich danach leichter getan."

Kevin Volland, der mit seinem 10. Treffer den Punkt rettete, bedankte sich bei seinem Kollegen Collin Benjamin für die Vorarbeit. „Das war super von Collin, wie er da drauf geht. Das ist eine Stärke von ihm. Der Ausgleich war für uns sehr wichtig, damit wir an Platz drei dranbleiben." Unterm Strich musste der 19-Jährige aber feststellen: „Es wäre heute mehr drin gewesen. Beim Pfostenschuss von Toni kam der Ball sauschnell zurück", führte Volland als Entschuldigung an, dass er den Abpraller aus der 14. Minute nicht verwerten konnte. „Ich war etwas überrascht", gestand er ein. „Das ich das Tor dann zum 1:1 gemacht habe, war wichtig für mich, auch wenn meine Leistung heute sicher nicht die beste war."

„Wenn du in der vorletzten Minute den Ausgleich erzielst, musst du über einen Punkt froh sein", analysierte Gabor Kiraly pragmatisch. „Das war heute ein Kampfpunkt". Für den Torhüter zählt allein die „Riesenserie. Wir sind seit neun Spielen ungeschlagen, der Abstand auf St. Pauli ist nicht größer geworden. Wir sollten jetzt auf die positiven Dinge aufbauen und nicht nur auf die Tabelle schauen. Neben unserer Serie sind das die 31.600 Zuschauer, die uns an einem Montagabend unterstützt haben. Das ist fantastisch."

Serie hält beim 1:1 gegen den FC St. Pauli

Steno

Live-Ticker

    Drucken
    created by: SoInteractive