Stimmen zum Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth

Reiner Maurer
Löwen-Chefcoach Reiner Maurer sprach davon, dass sein Team den besten Tag gegen Fürth hatte.

Löwen-Chefcoach Reiner Maurer versuchte, die Gründe für die deutliche 1:4-Niederlage gegen Tabellenführer Greuther Fürth zu analysieren. „Heute sind viele Punkte zusammen gekommen: Ein starker Gegner mit einer hohen Effizienz. Von den ersten fünf Schüssen führten vier zu Toren."

Sein Team habe viele Fehler gemacht. „Olivier Occean hat die gut ausgenutzt", sagte Maurer, der seiner Mannschaft „Wille über 90 Minuten" attestierte. „Aber wir hatten nicht unseren besten Tag. Zudem hat das Spiel für uns keinen guten Lauf genommen. Der erste Torschuss führte zum 1:0. Nach dem Ausgleich haben wir gleich wieder das 1:2 kassiert. Anschließend hatten wir Pech bei dem Lattenschuss von Stefan Buck. Fürth hat überzeugend gespielt", lobte der Löwen-Coach den Gegner.

Auch für die Fans hatte Maurer ein Lob parat. „Kompliment ans Publikum, sie haben die Mannschaft 90 Minuten unterstützt. Der Geist bei den Spielern war heute willig, das Fleisch aber schwach." Am Ende blieb Maurer nur noch, seinem Kollegen Mike Büskens zur Tabellenführung zu gratulieren und ihm alles Gute fürs Pokalspiel gegen Borussia Dortmund zu wünschen.

Fürths Trainer Mike Büskens war sichtlich zufrieden, wie sich seine Mannschaft in München präsentiert hatte, nachdem es zuletzt drei Niederlagen in der Allianz Arena gehagelt hatte. „Ich denke, dass wir fußballerisch eine sehr gute Leistung abgeliefert haben. Wir wussten, dass wir auf einen Gegner treffen, der uns alles abfordern wird, der aber am Mittwoch ein schweres Spiel in Aue bestritten hatte." Deshalb bläute Büskens seiner Mannschaft ein, das Tempo hochzuhalten. „Wir hatten eine gute Ballzirkulation, haben gut nach vorne gearbeitet und so Druck auf den Gegner aufgebaut. Ich denke, das wir uns den Sieg so verdient haben."

Löwen-Torwart Gabor Kiraly sprach davon, dass seine Mannschaft gegen den Spitzenreiter alles geben wollte. „Aber wir waren heute schlecht, haben viele Fehler gemacht und wurden dafür bestraft. Das war letztlich entscheidend. Diese Fehler müssen wir in den nächsten Partien abstellen." Auch der 35-jährige Ungar nahm sich davon nicht aus, war doch der Ball beim 1:3 direkt nach der Pause lange in der Luft. „Das hat Occean gut ausgenutzt, aber wir müssen das Ganze schon vorher unterbinden", übte er Selbstkritik. Fürth attestierte er, eine Spitzenmannschaft zu sein. „Sie stehen zu Recht ganz oben. Aber es gibt noch acht Spiele. Da kann noch alles passieren." Auch die Löwen möchten die Saison mit Anstand zu Ende bringen. „Wir werden in den letzten Spielen nochmals alles heraus holen", versprach Kiraly.

„Das tut weh!", kommentierte 1860-Kapitän Benjamin Lauth die klare Niederlage. „Die ersten 45 Minuten konnten wir offen gestalten, wurden aber immer eiskalt erwischt, wenn wir gut im Spiel waren. Vor der Pause hätten wir noch das 2:2 machen können." Die beiden schnellen Tore im zweiten Durchgang bezeichnete Lauth als „Genickschlag". Danach sei nicht mehr viel zusammen gegangen. Auf die Frage, wie sich das Team jetzt in den letzten acht Saisonspielen motivieren wolle, antwortete der 30-Jährige: „Die Fans haben uns heute ein gutes Beispiel gegeben. Trotz des klaren Spielstands feuerten sie uns bis zum Schlusspfiff an. Sie honorierten unsere Serie von neun Spielen ohne Niederlage, mit der wir uns nochmals heran gekämpft hatten. Leider haben wir das alles innerhalb von einer Woche verspielt."

Lehrstunde an Effektivität: Löwen unterliegen Fürth mit 1:4

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