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Tag der Jubiläen: Löwen besiegen Duisburg 3:0

Moritz Stoppelkamp
Erzielte seinen ersten Punktspieltreffer für die Löwen gegen seinen Ex-Klub Duisburg: Moritz Stoppelkamp.

Einen 3:0-Arbeitssieg feierten die Löwen gegen Tabellenschlusslicht MSV Duisburg. Benjamin Lauth hatte die Löwen mit seinem 50. Zweitligator für 1860 in der 2. Minute in Führung gebracht. Der Kapitän war es auch, der das 2:0 nach der Pause erzielte (57.). Kurz vor Schluss ließ Moritz Stoppelkamp den dritten Treffer folgen (85.). Damit sind die Sechzger auch nach dem vierten Punktspiel ohne Niederlage. Apropos Jubiläum: Löwen-Trainer Reiner Maurer feierte seinen 50. Zweitliga-Sieg.


Personal: Löwen-Chefcoach Reiner Maurer fehlten gegen den MSV Duisburg nur Grigoris Makos (Riss des Syndesmosebandes am linken Sprunggelenk) und Korbinian Vollmann (Trainingsrückstand nach Knochenhautreizung). Necat Aygün, der sich am Mittwoch im Training eine Kapselverletzung zuzog, nahm zunächst auf der Bank Platz. Für ihn rückte Christopher Schindler in die Innenverteidigung. Liridon Vocaj, Vitus Eicher und Philipp Steinhart standen im Kader der U21, die einen Tag später gegen Kickers Würzburg spielte.

Spielverlauf: Es waren gerade mal 90 Sekunden gespielt, da lag der Ball bereits im Duisburger Netz. Eine Ecke von rechts hatte Marin Tomasov mit viel Schnitt an den ersten Pfosten geflankt. Grzegorz Wojtkowiak verlängerte das Leder mit der Hacke, Kai Bülow hinter ihm sprang am Spielgerät vorbei, doch Benjamin Lauth war zur Stelle, stocherte das Leder aus vier Metern zum 1:0 über die Linie (2.). Es war übrigens das 50. Zweitliga-Tor von „Benny-Bomber" für die Löwen. Nach einer Viertelstunde besaßen auch die Gäste ihre erste Chance nach einem Standard. Benjamin Kern hatte einen Freistoß aus dem Halbfeld scharf an den linken Pfosten geflankt, aber Goran Sukalo kam mit dem Kopf nicht mehr ans Leder (15.). Auf der anderen Seite konnte Benjamin Kern nach einer Flanke von Daniel Halfar am zweiten Pfosten gerade noch vor Tomasov mit dem Kopf retten, der hinter ihm gelauert hatte (22.). Im Gegenzug kam Ranisav Jovanovic aus sieben Metern nach einer Kern-Flanke von links zum Kopfball, wurde dabei aber entscheidend gestört, sodass Gabor Kiraly im 1860-Tor das Leder sicher aufnehmen konnte (23.). In der 25. Minute kam Jovanovic nach einer Flanke von Sukalo aus dem rechten Halbfeld relativ frei zum Kopfball, streifte das Leder aber nur, das links neben dem Tor landete. Nach einem weiten Einwurf von Wojtkowiak, den die MSV-Abwehr zu kurz klärte, kam Daniel Bierofka halblinks zum Schuss, seine Direktabnahme aus 20 Metern ging aber knapp rechts am Duisburger Gehäuse vorbei (28.). Bei einem weiten Pass auf Kern aus der eigenen Hälfte verschätzte sich Tomasov, der Duisburger konnte an der linken Grundlinie nach innen flanken, doch seine Mitspieler am Elfmeterpunkt verpassten die Hereingabe (29.). Im Gegenzug flankte Halfar aus dem linken Halbfeld an den zweiten Pfosten, Lauth köpfte aus neun Metern aufs Tor, doch Keeper Felix Wiedwald wehrte mit einem Reflex zur Ecke ab (30.). Ein 35-Meter-Schuss von Antonio da Silva landete in der 33. Minute gut zwei Meter neben dem rechten Pfosten des Löwen-Gehäuses. Glück hatten die Sechzger zwei Minuten später. Nach einem Missverständnis in der Hintermannschaft kam Flamur Kastrati an der Strafraumgrenze zum Abschluss, sein Schuss wurde noch abgefälscht, klatschte über Gabor Kiraly an die Querlatte, ehe Wojtkowiak klären konnte (35.). Ebenfalls nicht ungefährlich die Szene zwei Minuten später. Ein Zuspiel in den 1860-Strafraum sperrte Guillermo Vallori für seinen Torhüter ab, der kam aber nicht schnell genug aus dem Kasten, also klärte der Spanier den Ball selbst, schoss dabei Sören Brandy an. Vom Bein des Duisburgers senkte sich das Leder jedoch gefährlich aufs Tornetz (37.). Beinahe hätten die Zebras kurz vor der Pause mit ihrer ersten Ecke den Ausgleich geschafft. Da Silva flankte von links mit dem linken Fuß das Leder an den Torraum, Jovanovic lief in den Ball, traf aber vollkommen freistehend aus sechs Metern das Leder nicht voll, sodass sein Kopfball am langen Eck vorbeistrich (45.). Kurz danach pfiff Schiedsrichter Norbert Grudzinski zur Pause. Unterm Strich war die Führung für die Löwen glücklich, weil sie es versäumten, die verunsicherten Duisburger nach dem frühen 1:0 unter Druck zu setzen. Die Passivität hätte beinahe zum Ausgleich geführt.

Die erste Chance der zweiten Hälfte besaßen die Gäste. Die Löwen konnten den Ball am eigenen Strafraum nicht klären, Sukalo legte für da Silva auf, der zog aus 23 Metern direkt ab, nur um Haaresbreite rauschte der Schuss übers linke Kreuzeck des 1860-Tores (49.). Nach einer Kern-Flanke von der linken Seite kam Jovanovic im Duell mit Vallori ans Leder, sein Flugkopfball aus neun Metern wurde von Kiraly pariert (53.). In der 57. Minute fiel dann - etwas unerwartet - das 2:0. Vallori hatte in der eigenen Hälfte souverän geklärt, passte dann auf Bierofka in halbrechter Position, der spielte Tomasov an, der anschließend über links in den Strafraum drang, seinen gefühlvollen Heber in die Mitte köpfte Lauth aus neun Metern über Wiedwald hinweg ins Netz (57.). Ein 18-Meter-Schuss von Volz aufs kurze Eck parierte in der 65. Minute MSV-Keeper Wiedwald zur Ecke. Insgesamt war das Spiel aber von vielen Unzulänglichkeiten und Fehlpässen geprägt. Vom Kombinationsspiel der Vorwoche auf dem Betzenberg in der 1. Halbzeit war bei den Löwen ganz selten was zu sehen. In der 79. Minute blitzte es kurz auf, als Halfar Stoppelkamp am Strafraum mustergültig bediente, dieser jedoch den Ball verstolperte. Besser machte es der gebürtige Duisburger in der 85. Minute. Nach einem Pass von Lauth stand er vollkommen frei vor Wiedwald, traf aus neun Metern zum 3:0 ins kurze Eck. Es war der erste Punktspieltreffer für Stoppelkamp, nachdem er bereits im Pokal gegen Hennef getroffen hatte.

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