U19: 2:2 im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt

Liridon Vocaj

Liridon Vocaj (Mitte) schoss nach einem Alleingang die Junglöwen gegen die Eintracht in Führung.

Beim 2:2 gegen Eintracht Frankfurt vergab die Löwen-U19 einen Sieg. Zweimal gingen die Sechziger in Führung, zunächst durch Liridon Vocaj (22.), nach der Pause durch Thomas Pledl (57.). Beide Male glichen die Hessen (36. und 81.) aus. Lediglich in punkto Effektivität - drei Chancen, zwei Tore - war die Eintracht den Sechzigern überlegen.

Trotz 7:1-Ecken für die Junglöwen und zweimaliger Führung reichte es am Ende nur zur Punkteteilung. Dabei lief alles nach Maß. In der 22. Minute attackierte Liridon Vocaj die Eintracht schon im Spielaufbau, eroberte sich den Ball und lief anschließend alleine auf Frankfurts Torhüter Yannik Horn zu. Aus 18 Meter zog er ab, traf unhaltbar rechts oben in den Winkel zum 1:0. Die Hessen markierten mit ihrer ersten Chance in der 36. Minute den Ausgleich. Löwen-Keeper Marco Aulbach hatte einen Schuss aufs lange Eck noch abwehren können, gegen den Abstauber von Alban Lekaj von der Torraumgrenze aufs kurze Eck war er machtlos. So ging es mit einem schmeichelhaften 1:1 für die Frankfurter in die Kabine.

Auch in der 2. Halbzeit erwischten die Sechziger den besseren Start. Nach einer Kombination über die rechte Seite kam Nico Karger zum Flanken, Thomas Pledl am ersten Pfosten stieg am höchsten, köpfte aus sieben Metern zum 2:1 ins lange Eck (57.). Drei Minuten später eine fast identische Situation für die Löwen, nur diesmal von der anderen Seite. Erneut war es Karger, der geflankt hatte, nur diesmal hielt Horn den Kopfball von Pledl (60.). Mit der dritten gefährlichen Szene des Spiels schafften die Hessen in der 81. Minute erneut den Ausgleich. Ein langer Diagonalball von der rechten Seite flog an den zweiten Pfosten, Lukas Ehlert war zur Stelle, nickte ihn freistehend aus zwei Metern über die Linie zum 2:2. In der Schlussphase drängten die Junglöwen noch auf den Siegtreffer, doch die Frankfurter machten die Räume geschickt eng, so dass die Sechziger zu keinen Chancen mehr kamen.

„Wir hätten siegen müssen", resümierte Löwen-Coach Ivica Erceg. „In einem Spiel mit wenig Tempo und niederem Niveau waren wir klar die bessere Mannschaft. Unterm Strich haben wir aber zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht, während Frankfurt sehr effektiv war, dreimal im ganzen Spiel gefährlich vor unser Tor kam und dabei zwei Treffer erzielte." Trotzdem konnte der 35-jährige Erceg bei seinem Team einen klaren Aufwärtstrend feststellen nach vier Punkten aus den letzten beiden Spielen. „Die Führung hätten wir über die Zeit bringen müssen, deswegen ist das Unentschieden absolut ärgerlich." Gerade beim Spieltempo erkannte Erceg noch Schwächen bei seiner Mannschaft. „Wir müssen schneller umschalten, schneller das Spiel verlagern und schneller zum Abschluss kommen", fordert er. „Noch ist unser Spiel zu statisch. Erst wenn wir das verinnerlicht haben, dann sind wir auch endgültig in der Liga angekommen."

Nach der zweiwöchigen Spielpause warten der VfB Stuttgart und der FSV Mainz 05 auf die Junglöwen. „Das sind meiner Meinung nach die beiden besten Mannschaften der Liga. In diesen Spielen sind wir nicht Favorit, aber vielleicht können wir eine Überraschung schaffen."

Das Stenogramm

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