29.10.2011

Die U19 baute gegen den Karlsruher SC ihre Serie auf sechs ungeschlagene Spiele in Folge (5 Siege, 1 Remis) aus. Knackpunkt war ein gehaltener Elfmeter in der 14. Minute durch Löwen-Keeper Marco Aulbach gegen Marcel Carl. Fünf Minuten später brachte Thomas Pledl die Weiß-Blauen in Führung (19.). Nach der Pause erhöhten Ivan Knezevic (52.) und Michael Denz (81.) auf 3:0.
Die Gäste begannen stark, drängten die auf vier Positionen veränderten Junglöwen in die Defensive und besaßen bereits in der 1. Minute eine gute Chance. Dominik Reiß hatte auf der rechten Seite Tobias Killer und Simon Motz ausgespielt, seine Flanke in den Strafraum nahm Marcel Carl aus sechs Metern direkt aus der Luft, setzte das Leder aber links neben das Tor. Auch in der 11. Minute war es nach einer sehenswerten KSC-Kombination Reiß, der in den Strafraum geflankt hatte, erneut kam Carl halblinks aus 15 Metern zum Abschluss, setzte den Ball aber neben das Tor. Drei Minuten später konnte sich Michael Denz im Strafraum nur mit einem Foul behelfen. Schiedsrichter Marco Unholzer entschied sofort auf Elfmeter. Carl lief an, doch Löwen-Keeper Marco Aulbach ahnte die Ecke, wehrte den Schuss ab (14.). Diese Szene sollte 1860-Trainer Ivica Erceg später als „Knackpunkt" bezeichnen, weil fünf Minuten später die Junglöwen ihre erste Chance zur Führung nutzten. Tobias Killer hatte auf der linken Seite in die Tiefe auf Nico Karger gepasst. Der lief mit dem Ball in den Strafraum, schloss aus zwölf Metern in halblinker Position ab, Torhüter Max Reule konnte den Schuss nur in die Mitte abwehren. Dort schaltete Thomas Pledl am schnellsten, schob das Leder aus zwölf Metern zum 1:0 ins rechte untere Eck (19.). Die Nordbadener waren trotz des Rückstands auch in der Folge spielbestimmend, konnten sich gegen konzentriert verteidigende Sechzger aber keine klare Möglichkeiten erspielen. Im Gegenteil: Kurz vor der Pause kam das Erceg-Team nach Standards zu zwei guten Chancen. In der 40. Minute hatte Pledl aus dem zentralen Halbfeld einen Freistoß ans rechte Torraumeck geflankt, Christoph Rech nahm das Leder mit vollem Risiko aus spitzem Winkel direkt, setzte es aber übers KSC-Tor. Zwei Minuten später hatte Pledl von der rechten Seite einen Freistoß an den zweiten Pfosten geflankt, erneut war Löwen-Kapitän Rech zur Stelle, schoss aber aus halblinker Position aus sechs Metern neben das kurze Eck (42.).
Nach der Pause gehörte die erste gute Aktion den Gastgebern. Killer hatte aus 20 Metern abgezogen, das Leder ging aber knapp über den Querbalken des KSC-Gehäuses (48.). Vier Minuten später hatten die Löwen das Visier besser eingestellt. Karger kam auf der rechten Seite zum Flanken, Rech ließ den Ball für den besser postierten Ivan Knezevic passieren, der traf aus zehn Metern zum 2:0 ins kurze Eck (52.). In der 65. Minute besaßen die Badener ihre erste Chance im zweiten Durchgang. Nach einem Eckball von der linken Seite kam Carl aus sieben Metern zum Kopfball, doch Aulbach war zur Stelle, wehrte das Leder ab. Fünf Minuten später wollte Robert Schick von der linken Seite flanken. Dabei rutschte ihm der Ball über den Spann, die Flanke senkte sich gefährlich über Aulbach hinweg, der das Leder gerade noch mit den Fingerspitzen über die Querlatte lenken konnte (70.). Auf der Gegenseite prüfte Peter Kurzweg KSC-Torhüter Reule mit einem 16-Meter-Schuß (78.). In der 81. Minute machten die Löwen dann alles klar. Pledl hatte einen Eckball von links an den Torraum geflankt, Michael Denz stieg am höchsten, köpfte aus fünf Metern zum 3:0 ins rechte Eck. In der vorletzten Minute hatte Killer sogar das 4:0 auf dem Fuß. Nach einem Alleingang wurde sein Schuss aus 18 Metern im letzten Moment noch leicht abgefälscht, sodass er knapp übers KSC-Tor ging (89.).
Löwen-Coach Ivica Erceg lobte den Gegner: „Der KSC ist eine sehr spielstarke Mannschaft, die uns in der ersten Viertelstunde sehr stark unter Druck gesetzt hat. Der Knackpunkt war der gehaltene Elfmeter durch Marco Aulbach. Danach sind wir besser ins Spiel gekommen, haben einen Konter in der 19. Minute zur Führung genutzt." Dies war auch die taktische Vorgabe des 35-Jährigen, kompakt zu stehen und auf Konter zu lauern, gewesen. „Das hat meine Mannschaft gut umgesetzt. Mit der Einstellung und der taktischen Disziplin war ich sehr zufrieden. Zudem hat sie eine hohe Laufbereitschaft gezeigt." Nach vier Umstellungen in der Anfangsformation - Liridon Vocaj, Charly Kunze und Robert Zeus fielen aus, Peter Kurzweg spielte in der Viererkette auf der ungewohnten Rechtsverteidigerposition, Simon Motz verteidigte dafür links - überließen die Löwen den Badenern die Initiative. „Der KSC hat mehr fürs Spiel getan", gab auch Eceg zu, „aber momentan ist das genau unsere Stärke, dass wir den Gegner kommen lassen, die Räume eng machen, um dann schnell zu kontern. Die Mannschaft hat diese Aufgabe gut gelöst, natürlich waren wir fußballerisch aufgrund der Änderungen nicht so stark wie zuletzt."