U19: Nur 1:1 im Derby gegen Unterhaching

Simoon Motz

Simon Motz und die Löwen taten sich schwer, sich gegen die robusten Hachinger durchzusetzen.

In einem schwachen Derby trennte sich die Löwen-U19 von der SpVgg Unterhaching mit einem leistungsgerechten 1:1. Die Münchner Vorstädter waren kurz vor der Pause nach einem Alleingang durch Bastian Fischer in Führung gegangen (42.). Thomas Pledl glich mit einem direkt verwandelten Freistoß in der 84. Minute aus. Das Team von Trainer Ivica Erceg ist damit seit sieben Spielen ungeschlagen.

Langsam gehen den Junglöwen die Spieler aus. Nun gesellte sich auch noch Nico Karger mit einem Sehnen- und Faserriss hinzu. Dadurch musste Trainer Ivica Erceg erneut umbauen. Sein Team tat sich gegen Unterhaching, das mit vier ehemaligen Löwen-Spielern - Achatz, Göpfert, Merwald, Müller-Wiesen - angetreten war, äußerst schwer. Die Gäste waren zunächst die bessere, aktivere Mannschaft. Bastian Fischer prüfte in der 4. Minute mit einem 20-Meter-Schuss Marco Aulbach im Sechzger Tor, der den Ball zur Ecke parierte. Diese wurde in den Rückraum gespielt, wo Leon Müller-Wiesen aus 17 Metern frei zum Abschluss kam, aber bei seinem Schuss den Ball nicht richtig traf (5.). Es dauerte bis zur 23. Minute, ehe die Sechzger erstmals gefährlich vors Tor der Spielvereinigung kamen. Tobias Killer hatte das Leder auf Ivan Knezevic durchgesteckt, der aber aus 21 Metern hoch neben das Hachinger Tor schoss. Einen Freistoß der Gäste nach einer halben Stunde setzte Felix Stemmer aus 19 Metern über das Löwen-Tor (31.). Die nächste gefährliche Aktion brachte die Hachinger in Führung. Robert Glatzl hatte in die Tiefe auf den gestarteten Fischer gepasst, der lief alleine auf Aulbach zu, überwand ihn zum 1:0 (42.).

In der 2. Halbzeit passierte fast 35 Minuten vor den beiden Toren nichts. Die Löwen hielten zwar besser dagegen, taten auch mehr fürs Spiel. Doch erst in den letzten zehn Minuten plus Nachspielzeit nahm die Partie richtig Fahrt auf. In der 79. Minute zielte Janis Danner in halbrechter Position am SpVgg-Tor vorbei. Dabei hatte der Löwen-Stürmer den in der Mitte freistehenden Knezevic übersehen (79.). Fünf Minuten später fiel der Ausgleich. Einen Freistoß neben dem linken Strafraumeck hatte Thomas Pledl aus 18 Metern mit viel Schnitt in die Mitte geflankt, Freund und Feind verpassten das Leder, auch Hachings Keeper Daniel Maus kam nicht an den Ball, der zum 1:1 im langen Eck einschlug (84.). In der 89. Minute war es nur Aulbach zu verdanken, dass die Spielvereinigung nicht erneut in Führung ging. Nach einer Freistoßflanke von Müller-Wiesen kam Kevin Hingerl aus sieben Metern zum Kopfball, der Löwen-Keeper konnte das Leder gerade noch mit den Fingerspitzen über die Latte lenken (89.). In der Nachspielzeit ging's dann hoch her. Leopold Baumgartner steuerte zunächst auf Torhüter Maus zu, wurde dann im Strafraum von hinten umgestoßen, der Pfiff von Schiedsrichter Benedikt Öllinger blieb aber aus. Beim nächsten Angriff setzte sich Pledl im Halbfeld durch, passte in die Tiefe auf Knezevic, der aus spitzem Winkel zum Abschluss kam, doch sein Acht-Meter-Schuss aufs lange Eck wurde von Torhüter Maus entschärft. Kurz danach war Schluss.

Jürgen Jung, Leiter des 1860-Nachwuchsleistungszentrums, sprach von einem glücklichen und schmeichelhaften Punktgewinn. „Es war eine sehr schwache Vorstellung unseres Teams, sowohl in spielerischer als auch in kämpferischer Hinsicht. Wir sind weit unter unseren Möglichkeiten geblieben", kritisierte der 35-Jährige. „Insgesamt war es keine gute Partie, Unterhaching war vielleicht einen Tick besser als wir. Mit einem Torschuss haben wir einen Punkt geholt", sprach er von einem schmeichelhaften Remis. Bei aller Kritik führte Jung das „fehlen vieler Stammkräfte" als mindernde Umstände an. „Aber unterm Strich entsprach die Leistung nicht unserem aktuellen Tabellenstand."

Steno

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