U19 unterliegt auf Kunstrasen Hoffenheim mit 1:2

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Christian Köppel (li.), der Torschütze des einzigen Löwen-Treffers, und Ivan Knezevic (re.).

In einem schnellen, abwechslungsreichen Spiel verpasste es die Löwen-U19 gegen die TSG 1899 Hoffenheim, als Tabellenführer in die Winterpause zu gehen. Per Foulelfmeter hatte Maurice Hirsch die Kraichgauer vor der Pause in Führung gebracht (36.), die Kenan Karaman in der 70. Minute auf 2:0 ausbaute. Eine Minute später gelang Christian Köppel der Anschlusstreffer (71.). Der gleich Spieler vergab drei Minuten vor dem Ende die Riesenchance zum Ausgleich, als er freistehend einen Kopfball aus vier Metern per Aufsetzer übers Tor köpfte.

Das Spiel war aufgrund des Schneefalls kurzfristig vom Grünwalder Stadion auf den Kunstrasenplatz des Trainingsgeländes verlegt worden. In der Anfangsphase dominierten die Junglöwen die Partie. Nach einem Angriff in der 8. Minute über die linke Seite kam Christian Köppel zum Abschluss, scheiterte aber mit seinem Schuss aus zehn Metern an Keeper Maximilian Penz. Vier Minuten später vergab Köppel eine tausendprozentige Chance. Ivan Knezevic zog von halbrechts alleine aufs Tor, um den Ball vor dem herausstürzenden Penz uneigennützig in die Mitte auf Köppel zu legen, der vom Elfmeterpunkt das Kunststück fertigbrachte, das Leder an die Latte des leeren Tors zu schießen (12.). Zwei Minuten später sprintete Seifedin Chabbi in einen verunglückten Rückpass von Gianni Gotthardt, lief anschließend auf Löwen-Torhüter Marco Aulbach zu, schoss aber aus halblinker Position aus 14 Metern am langen Eck vorbei (14.). Nach etwa 20 Minuten war die Dominanz der Junglöwen dahin, die Kraichgauer kamen besser ins Spiel. In der 21. Minute hatten sie gleich drei Schusschancen im Strafraum, die letzte davon durch Niklas Süle konnten die Löwen dann zur Ecke blocken (21.). In der 31. Minute spielte Sebastian Maier, der tags zuvor beim 3:0 der Profis über Eintracht Braunschweig einen Kurzeinsatz hatte, Köppel auf der linken Seite an, der flankte aus vollem Lauf in die Mitte, wo Daniel Jais aus neun Metern freistehend am langen Eck vorbeiköpfte. Der agile Chabbi war in der 35. Minute erneut der Sechzger-Hintermannschaft enteilt, Aulbach blieb lange stehen, wehrte seinen Schuss ab. Das Leder kam erneut zu dem Angreifer, der es mit dem Rücken zum Tor annahm, Michael Denz grätschte ungestüm dazwischen, brachte den Hoffenheimer zu Fall. Schiedsrichter Tobias Endriß entschied sofort auf Elfmeter. Maurice Hirsch lief an, Aulbach ahnte die Ecke, war auch mit den Händen am Ball, konnte aber die Führung der Gäste nicht verhindern (36.). Drei Minuten später hätte Hoffenheim sogar noch erhöhen können. Erst wehrte Aulbach einen 16-Meter-Schuss aus dem Zentrum von Paul Ehmann ab, dann kam Jeremy Toljan halbrechts aus 15 Metern zum Abschluss, setzte das Leder aber knapp über die Querlatte (39.). So blieb es beim 1:0 für die Gäste zur Pause.

Auch im zweiten Durchgang gestaltete sich die Partie spannend und abwechslungsreich. In der 47. Minute war Chabbi auf der rechten Seite freigespielt worden, sein Schuss aus 15 Metern prallte an den Innenpfosten des langen Ecks, von dort an Aulbachs Rücken, ehe er im Tor-Aus landete. Nach einem schnellen Gegenstoß war es Maier, der Knezevic auf der rechten Seite bediente, dessen scharfe Hereingabe in den Rücken der Abwehr fand jedoch keinen Abnehmer (51.). In der 55. Minute schloss Steffen Straub eine gelungene Einzelaktion aus 13 Metern ab, jedoch klärte Aulbach den Schuss zur Ecke. Etwas später flankte Ehmann von der rechten Seite in die Mitte, Chabbi am ersten Pfosten stieg zum Kopfball hoch, setzte das Leder aber aus sieben Metern auf die Oberkante der Latte (62.). Im Gegenzug war es Liridon Vocaj, der Hoffenheims Torhüter mit einem 20-Meter-Flachschuss prüfte. Penz konnte ihn nur abklatschen, Knezevic kam im Fallen aus sieben Metern zum Nachschuss, doch erneut war der TSG-Keeper zur Stelle, wehrte zur Ecke ab (63.). In der 67. Minute forderten die Junglöwen vehement Elfmeter. Erst wurde Köppel im Strafraum von den Beinen geholt, das Leder kam zu Janis Danner, der von hinten umgestoßen wurde, aber erneut blieb die Pfeife von Schiedsrichter Endriß stumm. Eine Minute später hatte Gotthardt von der rechten Seite an den zweiten Pfosten geflankt, Knezevic kam zwar aus sechs Metern zum Kopfball, konnte das Leder aber nicht mehr platzieren, sodass es am Tor vorbei ging (68.). In der 70. Minute erneut eine kalte Dusche für die Löwen. Straub kam auf der rechten Seite bis zur Grundlinie, spielte hinter die Abwehr auf den heran stürzenden Yannick Thermann, dessen Schuss aus zwölf Metern Aulbach noch abwehren konnte. Doch Kenan Karaman schaltete am schnellsten, netzte den Nachschuss aus fünf Metern zum 2:0 für die Gäste ein (70.). Direkt nach dem Anstoß verkürzten die Löwen auf 1:2. Köppel hatte sich halblinks durchgesetzt, nahm aus 18 Metern Maß und traf zum Anschluss ins lange Eck (71.). Nun drängten die Sechzger auf den Ausgleich. In der 75. Minute spielte Maier in die Schnittstelle der Hoffenheimer Abwehrkette, Knezevic nahm den Ball an, schloss aus 19 Metern mit dem zweiten Kontakt ab, zielte aber neben das Tor. Zwei Minuten später kam Köppel fast von der identischen Position wie beim Anschlusstreffer zum Schuss, doch diesmal landete der Ball einen halben Meter neben dem rechten Pfosten (77.). In der 82. Minute hatte Hoffenheim nochmals eine Chance. Einen Eckball von Straub wehrte Christoph Rech zu kurz ab, Toljan nahm das Leder aus 14 Metern direkt, setzte es aber neben den Löwen-Kasten. Nach dem Gegenzug war es Nico Walter, der im eigenen Strafraum den Ball mit dem Arm abwehrte. Doch erneut ließ der Unparteiische - sehr zum Unmut der Löwen - weiterspielen (83.). Zwei Minuten später bekamen die Sechzger am linken Strafraumeck einen Freistoß zugesprochen. Maier nahm Maß, zielte über die Zwei-Mann-Mauer aufs kurze Eck, doch Penz war zur Stelle reagierte glänzend (85.). In der 88. Minute hätte auch der Hoffenheimer Schlussmann nicht mehr eingreifen können, als Danners Flanke von rechts bei Köppel am zweiten Pfosten landete. Doch zum Entsetzen der Löwen köpfte er den Ball als Aufsetzer aus vier Metern über die Querlatte des TSG-Tores (88.). Durch diese Aktion war die Niederlage des Teams von Ivica Erceg endgültig besiegelt.

„Köppel hätte zum Matchwinner werden können", meinte Löwen-Nachwuchschef Jürgen Jung. Neben seinem Tor vergab er noch „zwei tausendprozentige Chancen", monierte der 35-Jährige, der trotzdem mit dem Auftreten der Mannschaft zufrieden war. „Es war ein ordentliches Fußballspiel, schnell und abwechslungsreich auf dem ungewohnten Kunstrasen. Aus unserer Sicht ist die Niederlage bitter, weil wir viele klare Torchancen hatten. Ein Remis wäre das gerechtere Ergebnis gewesen."

Steno

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