U19 zurück: 3:0-Erfolg beim SC Freiburg

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Christian Köppel brachte die Junglöwen in der 20. Minute gegen Freiburg in Führung.

Nach drei Spielen ohne Sieg gewann die Löwen-U19 ausgerechnet beim Spitzenreiter SC Freiburg mit 3:0. Christian Köppel hatte das Team von Trainer Ivica Erceg in Führung gebracht (20.), die Kapitän Christoph Rech in der Nachspielzeit der ersten Hälfte ausbaute (45.). Den Schlusspunkt zum 3:0-Endstand setzte Ivan Knezevic in einer von den Junglöwen souverän geführten Partie (61.).

Löwen-Trainer Ivica Erceg hatte nach drei sieglosen Spielen umgestellt, ließ ein 4-3-3-System spielen. Als rechter Verteidiger lief der lange verletzte Gianni Gotthardt gegen den Tabellenführer auf. Schnell wurde klar, dass die Junglöwen sich im Breisgau viel vorgenommen hatten. In der 7. Minute spielte Daniel Jais auf halblinks Ivan Knezevic an, der kam aus acht Metern zum Abschluss, doch sein „Schüsschen" bereite Konstantin Fuhry im Freiburger Tor keine Probleme. 30 Sekunden später sprintet Liridon Vocaj in einen Pass der Breisgauer, zog dann aus 25 Metern ab, zielte aber knapp neben das Gehäuse (8.). Auch in der Folge waren die Weiß-Blauen das spielbestimmende Team. Zwei Eckbälle direkt hintereinander sorgten für Gefahr im Strafraum der Südbadener. Thomas Pledl hatte von links scharf nach innen geflankt, doch sowohl Vocaj als auch Michael Denz verpassten (12.). Die nachfolgende Ecke von der anderen Seite, ebenfalls von Pledl ausgeführt, erreichte Vocaj, jedoch konnte Fuhry seinen Kopfstoß aus sieben Metern gerade noch um den Pfosten lenken (13.). In der 20. Minute wurden die Junglöwen dann für ihr engagiertes Auftreten belohnt. Nico Gutjahr konnte am eigenen Strafraum ein Zuspiel nicht kontrollieren, Christian Köppel ging dazwischen, eroberte den Ball und ließ anschließend dem Freiburger Keeper beim Abschluss keine Chance. Die Gastgeber versuchten nach dem 0:1-Rückstand etwas dominanter zu werden, kamen aber lediglich nach Standards gefährlich vors Tor von Marco Aulbach. In der 23. Minute versuchte es Sebastian Kerk mit einem direkten Freistoß aus 35 Metern, zielte aber übers Tor. Einen kurz ausgeführte Eckball, der anschließend gefährlich aufs kurze Eck kam, konnte Vocaj am Pfosten stehend klären (31.). Drei Minuten später faustete Aulbach einen Eckball von links zu kurz weg, Christopher Ludy kam am linken Torraumeck ans Leder, köpfte aber aus spitzem Winkel neben das Tor (34.). Nach der kurzen Drangphase der Gastgeber wurden die Junglöwen wieder stärker. Einen Freistoß von der rechten Strafraumseite zog Pledl über die Abwehr hinweg, Christoph Rech am zweiten Pfosten kam zum Kopfball, setzte das Leder aber aus sechs Metern am langen Eck vorbei. In der Nachspielzeit der 1. Halbzeit gelang den Sechziger sogar noch das 2:0. Ein Freistoß von Pledl aus halblinker Position 30 Meter vor dem Tor wurde von einem Freiburger im Strafraum unfreiwillig auf Rech verlängert, Torhüter Fuhry war schon ins andere Eck unterwegs, sodass der Löwen-Kapitän aus fünf Metern nur noch einnicken brauchte (45.).

Wer einen Sturmlauf der Freiburger nach Wiederanpfiff erwartet hätte, sah sich getäuscht. Außer zwei Freistößen zu Beginn der 2. Halbzeit aus etwa 20 Metern, die beide von der Löwen-Abwehr entschärft wurden, sprang nichts heraus. Die erste gute Chance aus dem Spiel hatten erneut die Sechzger. Nach einer schönen Kombination von Jais auf Vocaj leitete dieser das Leder weiter auf Pledl. Der U18-Nationalspieler drehte sich geschickt um seinen Gegenspieler, sprintete anschließend Richtung Tor und kam an der Strafraumgrenze zum Abschluss. Ein Abwehrspieler der Breisgauer brachte gerade noch das Bein dazwischen, sodass der Ball am Pfosten landete (56.). Eine Minute später hatte Pledl einen 27-Meter-Freistoß von der rechten Seite an den zweiten Pfosten geflankt, Rech kam aus spitzem Winkel zum Kopfball, brachte das Leder aber nicht aufs Tor (57.). Im Gegenzug konterten die Freiburger über Christian Günter, der sich im Eins-gegen-Eins von Gianni Gotthardt absetzte, sein Zuspiel auf Timo Schwenk ließ dieser sofort auf Kerk abprallen, der aus 16 Metern Aulbach überlupfen wollte, doch sein Schuss ging über den Querbalken (57.). Gefährlicher aber blieben in der Folge die Löwen. In der 60. Minute versuchte Köppel auf der linken Seite zu Flanken, der Ball wurde jedoch zu Pledl abgewehrt, der sich das Leder im Strafraum aber etwas zu weit vorlegte, nur noch mit der Spitze vorm herausstürzenden Furhy drankam, doch dabei den Torhüter nicht überwinden konnte. Den Gegenzug fing Rech ab, der sofort auf Pledl weiterleitete. Dieser sah Jais starten, spielte mit viel Gefühl in die Schnittstelle der Abwehr. Der Löwen-Stürmer gewann das Laufduell gegen seinen Gegenspieler, schob das Leder am herausstürzenden Fuhry vorbei, traf aber nur den Innenpfosten. Knezevic war aber zur Stelle, staubte aus drei Metern zum 3:0 ab (61.). Die Freiburger wirkten jetzt konsterniert. Eine Minute nach dem Tor starteten die Sechziger ausgehend von Matthias Strohmaier eine Ballstafette über Vocaj, Jais und Pledl, der erneut Vocaj in den Lauf passte. Dieser kam am Torraumeck zum Abschluss, doch der SCF-Schlussmann konnte den Schuss mit dem Fuß zur Ecke abwehren (62.). Eine der seltenen Freiburger Chancen entsprang im zweiten Durchgang einem Eckball. Kerk hatte von links geflankt, Matthias Ginter setzte das Leder per Kopf aus sechs Metern über den Querbalken (65.). Aber auch die Löwen waren nach Ecken gefährlich. In der 79. Minute hatte Pledl den Kopf von Rech am ersten Pfosten gefunden, dessen Kopfballverlängerung fand aber keinen Abnehmer (79.). Im Gegenzug kam der eingewechselte Arnaud Gherardi im Zentrum zum Schuss, sein Schlenzer aus 16 Metern wischte Aulbach jedoch souverän weg (80.). In der Nachspielzeit lief nochmals Pledl alleine aufs SCF-Tor zu, doch sein schwacher Schuss aus 17 Metern stellte Fuhry vor keine großen Probleme (90.). Mit diesem Sieg verringerten die Junglöwen den Abstand auf Spitzenreiter Freiburg auf einen Punkt.

Löwen-Trainer Ivica Erceg sprach von einem „taktisch disziplinierten Auftritt" seines Teams. Nach den drei sieglosen Spielen hätte er einiges ausprobiert. „Trotz der Kürze der Zeit hat das gut geklappt", freute sich der 35-Jährige. „Wir haben Freiburg früh gestört, dadurch konnten sie ihr Kombinationsspiel nicht aufziehen. Im Gegenteil: Wir haben sie immer wieder zu Fehlern gezwungen, die zu den Toren führten." Erceg strich besonders die Einstellung seines Teams hervor. „Die Mannschaft hat sich selbst dahin gebracht. Sie wollte unbedingt gegen den Spitzenreiter für eine Überraschung sorgen." Dabei habe sie sich nicht nur aufs Zerstören verlegt, sondern hätte richtig gut Fußball gespielt. „Wir haben stark gegen den Ball gearbeitet, aggressiv gepresst und bei eigenem Ballbesitz schnell nach vorne gespielt. Es hat heute richtig Spaß gemacht, der Mannschaft zuzuschauen."

Steno

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