U23: 0:7-Debakel gegen Hoffenheim II

Winkler

Ratlosigkeit auf der Löwen-Bank bei der 0:7-Heimniederlage gegen 1899 Hoffenheim II.

Eine bittere Lehrstunde erteilte die TSG 1899 Hoffenheim den Löwen. Mit 7:0 (3:0) gewann sie das Regionalliga-Spiel im Grünwalder Stadion. Außerdem beendeten die Sechziger das Spiel nur zu Neunt, nachdem innerhalb von fünf Minuten sowohl Marius Willsch (55.) als auch Markus Ziereis (59.) wegen groben Foulspiels die Rote Karte gesehen hatten.

Personal: Daniel Hofstetter fehlte gegen Hoffenheim verletzungsbedingt. Ansonsten konnte Trainer Bernhard Winkler aus dem Vollen schöpfen.

Spielverlauf: Schlimmer hätte das Spiel für die Löwen-U23 kaum beginnen können. Es waren gerade mal 160 Sekunden gespielt, da stand es schon 2:0 für Hoffenheim. In der 2. Minute kam Kevin Conrad nach einem Eckball von rechts durch Kai Herdling zum Kopfball aus sechs Metern, den gefährlichen Aufsetzer lenkte Vitus Eicher mit den Fingerspitzen gerade noch ans Lattenkreuz. Am schnellsten schaltete Ex-Löwe Tobias Strobl, doch sein Nachschuss halbrechts aus sieben Metern konnte gerade noch zur Ecke geblockt werden. Die nachfolgende Ecke durch Herdling segelte an den zweiten Pfosten, wo diesmal Robin Neubert aus sechs Metern zum Kopfball kam, jedoch ließ der Innenverteidiger Eicher keine Chance, versenkte das Leder unhaltbar neben dem linken Pfosten (2.). Direkt im Anschluss an den Anstoß und dem gewonnen Ball kam ein Pass in die Tief, Philipp Klingmann legte das Leder am Strafraum sofort quer auf Nicolai Groß, der freistehend am Elfmeterpunkt nur noch zum 2:0 einschieben brauchte (3.). Damit waren nach nicht einmal drei Minuten alle guten Vorsätze der Löwen-U23 dahin. Aber es kam noch schlimmer. In der 14. Minute spielte Andreas Geipl am eigenen Strafraum einen Fehlpass, Strobl sprintete dazwischen, lief alleine auf Eicher zu und ließ seinem Ex-Kollegen aus 14 Metern keine Chance: 3:0! Die erste Chance des Spiels besaßen die Sechziger erst in der 24. Minute. Korbinian Vollmann hatte sich auf der rechten Strafraumseite gegen seinen Gegenspieler durchgesetzt, seine scharfe Hereingabe in die Mitte verpassten Maximilian Knuth und Markus Ziereis jedoch knapp. Vollmann war es auch, der Hoffenheims Keeper Daniel Lück in der 28. Minute mit einem 19-Meter-Schuss prüfte, den der Schlussmann aber sicher parierte. Danach waren wieder die Kraichgauer am Zug. Einen 20-Meter-Freistoß aus halbrechter Position drehte Herdling frech außen an der Mauer vorbei, das Leder klatschte aber gegen den rechten Pfosten (40.). So blieb es beim 0:3-Pausenstand aus Löwen-Sicht in einem schnellen Spiel bei tropischen Temperaturen weit über der 30-Grad-Grenze.

Auch nach der Pause änderte sich wenig am Gesamtbild. In der 51. Minute konnte Klingmann am 1860-Strafraum den Ball unbedrängt annehmen, zog mit dem Leder am Fuß nach links, ließ dabei zwei Löwen aussteigen und traf anschließend mit dem linken Fuß aus 14 Metern unhaltbar für Eicher zum 4:0 ins lange Eck. Die Lehrstunde durch die Hoffenheimer setzte sich fort. Marco Schäfer hebelte mit einem Lupfer die Innenverteidgung der Sechzger aus, Groß kam halbrechts unbedrängt an den Ball, traf aus spitzem Winkel zum 5:0 ins lange Eck (54.) Kurz danach war Schluss für Marius Willsch, der mit gestrecktem Bein Schäfer in der Mitte der eigenen Hälfte von den Beinen holte und dafür von Schiedsrichter Rafael Foltyn sofort die Rote Karte sah (55.). Vier Minuten später waren die Löwen sogar nur noch zu Neunt. Markus Ziereis hatte fast an der gleichen Stelle wie zuvor Willsch Herdling niedergestreckt, erneut zückte der Unparteiische sofort Rot (59.). In der 63. Minute kam Groß an der Strafraumgrenze frei zum Abschluss, überwand Eicher mit einem gefühlvollen Heber zum 6:0. Ein 23-Meter-Freistoß von Steinhart aus halbrechter Position hätte beinahe den Ehrentreffer bedeutet, doch sein Schuss landete nur auf der Oberkante der Latte (74.). Den Schlusspunkt setzte in der 85. Minute nach Zuspiel des eingewechselten Franck Mbarga 1899-Angreifer Herdling mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze ins linke untere Eck. Damit war die 0:7-Niederlage - die höchste in der Regionalliga Süd - für die Löwen-U23 besiegelt.


Trainerstimmen zum Spiel

„Das Spiel war nach zwei Minuten entschieden, deswegen verzichte ich heute auf die Analyse", so das kurze Statement von Löwen-Coach Bernhard Winkler. „Ich hoffe, dass wir im Verein schnell aufwachen und dass die Spieler auch spielen, die im Training die entsprechende Leistung bringen. Wenn wir den Weg so weitergehen, dann wird es in dieser Saison schwierig, Siege einzufahren."

Hoffenheims Trainer Frank Kramer war rundum zufrieden. „Wir haben sehr griffig gespielt, sind kompakt das Spiel angegangen und haben sofort unsere Möglichkeiten genutzt Die Mannschaft hat bis zum Schluss entschlossen durchgespielt. Kompliment an meine Jungs für diese Konsequenz."

Das Stenogramm

Die U23 in der Statistik

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