19.08.2011

Die Löwen-U23 holte im dritten Saisonspiel beim 1:1 in Memmingen ihren ersten Punkt. Nach der Führung von Mario Schmidt aus der 15. Minute glich der Jüngste im Team von Trainer Bernhard Winkler, Korbinian Vollmann, in der 55. Minute aus. Der 17-Jährige hämmerte einen Freistoß aus 32 Metern unter die Latte des FCM-Tores.
Personal: Beim Spiel in Memmingen verzichtete Trainer Bernhard Winkler auf Gökhan Gümüssu, Marcel Kappelmaier und Stefan Wannenwetsch. Dafür rückte Dimitry Imbongo Boele wieder in den Kader. Außerdem gab Philipp Steinhart sein Debüt in der Startelf.
Spielbericht: Die erste Chance des Spiels besaßen die Löwen. Andreas Geipl hatte aus dem Mittelfeld das Leder auf Markus Ziereis gelupft, der nahm den Ball an, schloss mit dem zweiten Kontakt aus 17 Metern ab, doch den halbhohen Schuss konnte Tobias Kirchenmaier im FCM-Tor parieren (8.). Im Gegenzug profitierte Andreas Hindelang von einem Ausrutscher von Philipp Steinhart. Der Angreifer kam so ungestört an der Strafraumgrenze zum Schuss, den jedoch Löwen-Keeper Vitus Eicher aus dem Kreuzeck kratzte (9.). In der 14. Minute drang Korbinian Vollmann über die rechte Seite in den Strafraum ein, seine abgefälschte Flanke senkte sich anschließend von oben gefährlich aufs Tornetz. Eine Minute später lag der Ball auf der Gegenseite im Kasten. Tobias Heikenwälder hatte einen Flugball von links in die Schnittstelle der Löwen-Abwehr gespielt, Ulrich Taffertshofer kam gegen Mario Schmidt einen Schritt zu spät, so dass dieser aus zwölf Metern mit seinem Drehschuss über den herausstürzenden Eicher zum 1:0 traf (15.). In der 24. Minute kam Matthias Bader nach einer Freistoßflanke von Harald Holzapfel aus zehn Metern zum Kopfball, setzte das Leder aber am langen Eck vorbei. Danach passierte nicht mehr viel bis zum Pausenpfiff.
Nach Wiederanpfiff stand zunächst Eicher im Blickpunkt. Dominik Bobinger hatte nach einem Diagonalball im Strafraum das Kopfballduell gewonnen, legte auf Schmidt ab, dessen Flachschuss aus elf Metern der Löwen-Keeper aus dem Eck fischte (50.). In der 55. Minute nahm das Spiel dann eine positive Wendung für die Löwen. Geipl hatte sich an der Mittellinie den Ball erkämpft, trieb das Spielgerät in Überzahl nach vorne, Ejnar Kahric unterband den Konter mit einem taktischen Foul, sah dafür die Gelbe Karte. Der 17-jährige Vollmann lief an, hämmerte das Leder auf 32 Metern Richtung Tor. Zunächst sah es so aus, als ob der Flatterball übers Tor ging, doch dann senkte er sich zum Entsetzen der Memminger zum 1:1 unter die Querlatte (55.). Es war im dritten Saisonspiel das erste Tor für die Löwen. Danach präsentierte sich das Winkler-Team viel selbstbewusster, war spielbestimmend, wenngleich die nächste Chance den Allgäuern gehörte. Stefan Zobel hatte aus 30 Metern abgezogen, Eicher wehrte den gefährlichen Aufsetzer zur Seiter ab (61.). In der 73. Minute schaltete sich Innenverteidiger Taffertshofer in den Angriff ein, passte auf der linken Seit zu Maximilian Knuth, der an den zweiten Pfosten flankte, wo der zur Pause eingewechselte Dimitry Imbongo Boele aus sieben Metern zum Kopfball kam, das Leder aber über die Querlatte setzte. Imbongo Boele flankte drei Minuten später von rechts in die Mitte, Ziereis stürzte sich in den Ball, erwischte das Leder aber nur mit dem Scheitel, so dass es nicht den Weg aufs Memminger Tor fand (76.). In der 79. Minute köpfte Kahric aus neun Metern nach einer Schmidt-Ecke den Ball neben das Tor. Nochmals für Aufregung sorgten zwei Szenen in der Nachspielzeit. Erst sprang Chris Wolf im eigenen Strafraum nach einem Eckball das Leder an die Hand, woraufhin die Gastgeber vehement Elfmeter forderten. Im direkten Gegenzug lief Ziereis aufs Tor der Allgäuer zu, wurde im Strafraum von Bader unfair gestoppt, doch auch diesmal blieb die Pfeife von Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck stumm. So blieb es beim unterm Strich leistungsgerechten Unentschieden.
1860-Nachwuchschef Jürgen Jung sprach von einem packenden Spiel. „Wir haben etwas zu lethargisch begonnen, konnten uns in der ersten Hälfte kaum Torchancen erarbeiten. Nach der Pause war es ein komplett anderes Spiel. Wir waren deutlich präsenter, störten Memmingen aggressiv im Spielaufbau." Deshalb, so der 35-Jährige, sei der Punkt „dank der Leistungssteigerung redlich verdient und enorm wichtig fürs Selbstvertrauen".