U23 verliert bei Greuther Fürth II mit 0:4

Vitus Eicher

Nicht zu beneiden: U23-Torhüter Vitus Eicher musste in Fürth gleich viermal hinter sich greifen.

Die U23 kam nach gutem Beginn bei der SpVgg Greuther Fürth II unter die Räder und verlor deutlich mit 0:4. Ein Doppelschlag der Franken kurz vor der Pause (37. und 41.) brachte die Löwen auf die Verliererstraße. Zwei Tore nach fast identischen Standards innerhalb von zwei Minuten (64. und 66.) bedeutete die endgültige Entscheidung.

Personal: Löwen-Trainer Bernhard Winkler musste bei Greuther Fürth II auf Daniel Hofstetter, der angeschlagen vom DFB-Sichtungslehrgang der U20 zurückkehrte, verzichten. Außerdem rückte Jonathan Kotzke, der ursprünglich bei der U23 spielen sollte, für den angeschlagenen Collin Benjamin wieder in den Profi-Kader.

Spielverlauf: Die Löwen fanden gut ins Spiel, zeigten einige gelungene Kombinationen über die rechte Seite, an denen der 17-jährige Korbinian Vollmann beteiligt war. Doch der letzte Pass fand dabei keinen Abnehmer. So waren es die Fürther, die den ersten Torschuss zu verzeichnen hatten. Johannes Geis zielte aber aus 25 Metern knapp übers Löwen-Tor. Vier Minuten später konnte Christoph Dinkelbach im letzten Moment den 14-Meter-Schuss von Illr Azemi zur Ecke blocken. Daraus entwickelte sich die nächste Fürther Chance. Den Eckball köpfte Maximilian Welzmüller aus sechs Metern knapp neben das Tor (13.). In einen Querpass von Ulrich Taffertshofer am eigenen Strafraum sprintete Azemi in der 18. Minute, Löwen-Keeper Vitus Eicher kam ihm entgegen, verkürzte geschickt den Winkel, konnte so den Schuss des Fürther Stürmers abwehren. Zur Abwechslung kamen in der 25. Minute mal wieder die Löwen zu einer Möglichkeit. Manuel Bührer hatte von rechts geflankt, Gökhan Gümüssu stieg zum Kopfball hoch, zielte aus neun Metern aber über die Querlatte. Die größte Chance des Spiels besaßen die Löwen zehn Minuten später, kurz nachdem Gümüssu verletzungsbedingt für Markus Ziereis Platz machen musste. Marcel Kappelmaier hatte von links geflankt, Daniel Jais traf mit seinem Kopfball aus acht Metern nur den Pfosten. Den Abpraller brachte der überraschte Ziereis drei Meter vor dem Tor nicht schnell genug unter Kontrolle, sodass ein Abwehrspieler der Fürther klären konnte (35.). Zwei Minuten später erzielten die Franken die Führung, Benjamin Maas hämmerte einen 28-Meter-Freistoß aus dem Zentrum ins obere linke Eck zum 1:0 (37.). Drei Minuten später entschied Schiedsrichter Andreas Bischoff nach einem harmlosen Zweikampf zwischen Kappelmaier und Welzmüller im Strafraum überraschend auf Elfmeter (40.). Stefan Vogler lief an, verlud Eicher und traf zum 2:0 (41.). Kurz vor dem Pausenpfiff nochmals die Chance für die Sechziger, den Anschlusstreffer zu erzielen. Ziereis hatte auf Jais gepasst, der zunächst den Ball verlor, sich anschließend das Leder zurückeroberte, jedoch mit seinem Acht-Meter-Schuss aus spitzem Winkel an Torhüter Jasmin Fejzic scheiterte (44.).

In der ersten Viertelstunde nach Wiederanpfiff passierte wenig. Die erste nennenswerte Aktion im zweiten Durchgang hatten die Fürther. Vogler kam halbrechts aus zehn Metern zum Abschluss, traf aber nur das Außennetz des Löwen-Tores (59.). Im Gegenzug scheiterte Ziereis mit einem 18-Meter-Schuss aus halbrechter Position an Fürths Keeper Fejzic (60.). Jais zielte eine Minute später aus 17 Metern übers Tor der Franken (61.). In der 64. Minute erzielten die Gastgeber das 3:0. Welzmüller hatte aus halbrechter Position einen Freistoß an den zweiten Pfosten geflankt, den der freistehende Florian Bauer aus zwei Metern nur noch über die Linie drücken musste. Zwei Minuten später genau die identische Szene, und wieder klingelte es im Kasten der Löwen. Welzmüller mit der Freistoßflanke, nur diesmal war Kevin Kraus am zweiten Pfosten zur Stelle, netzte aus vier Metern zum 4:0 ein (66.). Die Löwen zeigten Moral, versuchten trotz des deutlichen Rückstands wenigstens noch den Ehrentreffer zu erzielen. Eine Flanke von Maximilian Knuth köpfte Quendrim Beqiri aus sechs Metern genau auf den Fürther Torhüter (74.). Auf der Gegenseite setzte der eingewechselte Matthias Katerna einen Kopfball aus sechs Metern neben den Pfosten (76.). In der 86. Minute zog Vollmann aus spitzem Winkel aufs kurze Eck ab, doch der Torhüter stand richtig, wehrte den Schuss ab. In der Schlussminute war es erneut Beqiri für die Löwen, der mit einem 17-Meter-Schuss an Torhüter Fejzic scheiterte (90.). So müssen die Löwen auch nach dem 2. Spieltag auf ihren ersten Punkt und ihr erstes Saisontor warten.

Das Stenogramm

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