U23 verliert nach Doppelschlag kurz vor der Pause

Klaus Koschlick

Konnte mit den Nachlässigkeiten seines Teams vor der Pause nicht zufrieden sein: Klaus Koschlick.

Nach zuletzt zwei Siegen in Folge verlor die Löwen U23 zum Rückrundenauftakt bei Eintracht Frankfurt. Ein Doppelschlag kurz vor der Pause besiegelte die Niederlage. Die Hessen gewannen durch ein Freistoßtor von Marcos Alvarez (38.) und eine gelungene Einzelleistung von Elia Soriano (44.)mit 2:0. Mehr als zwei Lattentreffer im zweiten Durchgang sprang für das Team von Klaus Koschlick nicht heraus.

Personal: Löwen-Coach Klaus Koschlick musste bei Eintracht Frankfurt II auf Stefan Wannenwetsch (Faserriss), Benjamin Penzkofer (Innenbandverletzung), Daniel Jais (geschwächtes Immunsystem) und Marcel Kappelmaier (Adduktorenverletzung) verzichten.

Spielverlauf: Nach nicht einmal 120 Sekunden prüfte Markus Ziereis Mario Miltner im Eintracht-Tor mit einem Distanzschuss aus 20 Metern (2.). Auf der Gegenseite war es Daniel Di Gregorio, der ebenfalls aus 20 Metern abgezogen hatte, aber knapp das Löwen-Tor verfehlte (3.). Nicht den sichersten Eindruck machte der Eintracht-Keeper in der 16. Minute. Nach einem harmlosen Flankenball von Maximilian Knuth ließ Miltner das Leder am Torraum fallen, doch kein Sechzger war zur Stelle, um diesen Fehler auszunutzen. Einen Eckball von Quendrim Beqiri erreichte im Luftkampf mit einem Frankfurter Manuel Bühler. Seinem Kopfstoß aus sieben Metern fehlte jedoch der Druck, sodass Miltner mit dem Ball keine Mühe hatte (22.). Nur knapp über die Querlatte strich der Fußgelenksschuss von Marcos Alvarez aus 22 Metern in der 25. Minute. Besser machte es der Frankfurter in der 38. Minute. Nach einer Freistoßflanke durch Di Gregorio von der rechten Seite kam er völlig frei am Elfmeterpunkt zum Kopfball, das Leder prallte zunächst an den Pfosten, Alvarez schaltete am schnellsten und traf aus sechs Metern zum 1:0. Aber es kam noch dicker für die Löwen. Kurz vor der Pause wurde Elia Soriano bei seinem Solo 25 Meter vor dem Löwen-Tor nur halbherzig angegriffen. Vom Zentrum zog er nach rechts, drang in den Strafraum ein und zielte aus 15 Metern flach zum 2:0 ins lange Eck (44.). Ein Schock so kurz vor dem Gang in die Kabine!

Doch im Gegensatz zu den Spielen am Anfang der Saison gab sich das Koschlick-Team nicht auf, sondern war im zweiten Durchgang ständig bemüht, wenigstens den Anschluss herzustellen. Zu Chancen kamen aber zunächst die Gastgeber. Nach einer Ecke köpfte Denis Streker aus acht Metern das Leder über den Querbalken (47.). Eine Minute später nahm Vitus Eicher einen Rückpass an der Strafraumgrenze in die Hände, Schiedsrichter Oliver Lossius entschied auf indirekten Freistoß. Diesen schoss Alvarez aus 15 Metern flach aufs Löwen-Tor, doch Keeper Eicher parierte sicher (48.). Ganz nah am Anschlusstreffer waren die Sechzger in der 52. Minute. Marius Willsch hatte halblinks einen Freistoß mit viel Schnitt aus 18 Metern über die Mauer gezirkelt, Torhüter Miltner lenkte jedoch das Leder mit den Fingerspitzen an die Latte. Auf der Gegenseite konnte Daniel Hofstetter am eigenen Torraum in höchster Not nach einem doppelten Doppelpass im letzten Moment klären (61.). Zwei weitere Angriffe der Eintracht über die rechte Seite verpufften, weil die flachen Hereingaben im Zentrum keinen Abnehmer fanden (65. und 67.). In der 68. Minute brach Willsch halblinks in den Strafraum ein, sein Gegenspieler traf ihn am Fuß, doch der Löwen-Spieler spielte weiter, sodass der Unparteiische keine Veranlassung sah, einen Elfmeter zu pfeifen. Gegen die aufgerückte 1860-Defensive kamen die Hessen in dieser Phase immer wieder zu Konterchancen. Nach einem Pass in die Tiefe lief Soriano alleine auf Eicher zu. Der Löwen-Keeper konnte den Schuss des Frankfurter Angreifers vom Elfmeterpunkt abwehren. Den Nachschuss aus 17 Metern setzte Alvarez über den Kasten (73.). In der 82. Minute steuerte Alvarez aufs Löwen-Tor zu, wurde im letzten Moment abgedrängt. Der zu kurz abgewehrte Ball kam zu Soriano, der aus 16 Metern neben das Tor zielte. Die letzte Möglichkeit des Spiels gehörte den Weiß-Blauen. Nach einem Eckball von der rechten Seite durch Willsch kam Bühler aus elf Metern zum Kopfball, seine Bogenlampe senkte sich aufs Lattenkreuz (85.). Damit war die 0:2-Niederlage der Löwen endgültig besiegelt.

Jürgen Jung, Leiter des 1860-Nachwuchsleistungszentrum, sprach von einem Spiel mit hohem Tempo und vielen harten Zweikämpfen. „Es war ein verdienter Sieg für die Eintracht, die eine spielstarke Mannschaft stellte und über weite Strecken leicht feldüberlegen agierte. Vor der Pause ließen wir wenig Chancen zu, haben uns dann aber durch zwei Nachlässigkeiten innerhalb von sieben Minuten zwei Tore eingehandelt. In der 2. Halbzeit versuchten wir nochmals alles, um das Spiel zu unseren Gunsten zu drehen. Aber mehr als die zwei Lattentreffer sprangen dabei nicht heraus. Frankfurt blieb bei den Kontern immer gefährlich, deswegen geht der Sieg auch in Ordnung."

Steno

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