U23: Zweites Remis in Folge – 1:1 in Pfullendorf

Daniel Hofstetter

Zurück nach Verletzung: Daniel Hofstetter sorgte in Pfullendorf für mehr Stabilität in der Defensive.

Durch das 1:1 beim SC Pfullendorf konnte die Löwen-U23 den Gegner auf Distanz halten, der weiterhin die Rote Laterne inne hat. Erneut musste das Team von Klaus Koschlick ein schnelles Gegentor durch Michael Falkenmayer (2.) hinnehmen, doch bereits in der 22. Minute gelang Gökhan Gümüssu der Ausgleich. Kurz vor Schluss wäre ihm beinahe bei einem Alleingang der Siegtreffer gelungen.

Personal: Cheftrainer Klaus Koschlick musste bei Schlusslicht Pfullendorf zum letzten Mal auf das rotgesperrte Trio Marius Willsch, Markus Ziereis und Christoph Dinkelbach verzichten. Ansonsten standen alle Spieler zur Verfügung. Aus dem Profikader kamen Bobby Wood, Daniel Hofstetter und Jonatan Kotzke zum Einsatz.

Spielverlauf: Der Sekundenzeiger hatte keine zwei Runden bewältigt, da lag der Ball schon im Netz der Weiß-Blauen. Jörg Schreyeck war im Strafraum angespielt worden, drehte sich mit dem Rücken zum Tor blitzschnell, zielte aus 14 Metern aufs lange Eck, 1860-Torhüter Vitus Eicher konnte den Schuss gerade noch nach vorne abklatschen, war aber dann gegen den Nachschuss von Michael Falkenmayer, der am schnellsten schaltete, machtlos (2.). In der Folge machten die ebenfalls noch sieglosen Gastgeber weiter Druck. Piero Saccone spielte auf der linken Strafraumseite Uwe Beran an, der schoss aus extrem spitzem Winkel aus sechs Metern, doch Eicher wehrte den Schuss am kurzen Eck mit dem Fuß ab (7.). Es dauerte eine Viertelstunde, bis die Löwen nach der starken Anfangsphase der Pfullendorfer ins Spiel fanden. In der 19. Minute hatten sie die erste gefährliche Szene. Einen hohen Ball aus der eigenen Hälfte verlängerte Gökhan Gümüssu mit dem Kopf auf Bobby Wood, der das Leder behaupten konnte, anschließend aus der Drehung abzog, jedoch wurde sein 17-Meter-Schuss zur Ecke abgefälscht. Drei Minuten später lag der Ball dann im SCP-Tor. Nach einem schönen Seitenwechsel von Stefan Wannenwetsch kam Manuel Bühler auf der rechten Seite ans Leder, flankte aus 32 Metern in die Mitte auf Wood, der bedrängt irgendwie den Ball weiterstochern konnte, wo halblinks Gümüssu ans Leder kam und freistehend aus sieben Metern zum 1:1 ins lange Eck traf (22.). Eine super Parade hielt zwei Minuten später die Sechziger im Spiel. Berans verdeckter Schuss aus 17 Metern kratzte der Löwen-Keeper gerade noch aus dem Kreuzeck (24.). Den anschließenden Eckball flankte Saccone von der linken Seite auf Falkenmayer, der aus neun Metern freistehend über das Löwen-Tor köpfte (25.). In der 28. Minute kam Ingemar Teever nach einer Freistoßflanke von Saccone mit dem Scheitel aus sieben Metern ans Leder, verlängerte es aufs lange Eck, erneut war Eicher mit einem Reflex zur Stelle, lenkte den Ball über die Querlatte. Die letzte Chance vor der Pause gehörte den Löwen. Kodjovi Koussou hatte Oliver Straub auf der rechten Seite verladen, schoss anschließend aus 13 Metern mit links aufs lange Eck, doch der Ball wurde zur Ecke abgefälscht (38.). Unterm Strich hatten die Hausherren im ersten Durchgang mehr vom Spiel und die klareren Möglichkeiten.

Das änderte sich nach Wiederanpfiff. Direkt den ersten Angriff flankte Bühler von rechts in den Strafraum, Gümüssu am ersten Pfosten verlängerte den Ball per Kopf aufs lange Eck, doch ein Abwehrspieler konnte drei Meter vor der Linie klären (46.). In der 65. Minute segelte eine Freistoßflanke von Wannenwetsch aus halblinker Position mit viel Schnitt aus 25 Metern Richtung Tor, Wood im Zentrum verpasste knapp, Torhüter Sebastian Willibald hatte aufgepasst, fischte das Leder mit einem Hecht aus dem langen Eck (65.). Zwei Minuten später kamen die Pfullendorfer zu ihrer einzigen guten Chance im zweiten Durchgang. Eine Flanke von rechts wurde per Kopf auf den eingewechselten Kevin Dicklhuber verlängert, der das Leder aus zwölf Metern volley nahm, aber erneut zeigte Eicher seine ganze Klasse auf der Linie, wehrte den Schuss aufs lange Eck mit den Fingerspitzen zur Seite ab (67.). In der 76. Minute steckte Koussou auf der linken Seite auf Maximilian Knuth durch, der lief bis zur Grundlinie, seine Hereingabe wurde aber per Grätsche im letzten Moment geblockt. Im direkten Gegenzug verpasste Tever in der Mitte eine Flanke von links nur knapp (76.). Die Schlussphase gehörte dann den Löwen. Nach einer Freistoßflanke von halbrechts durch Benjamin Penzkofer traf Gümüssu aus neun Metern den Ball nicht voll mit dem Kopf, so dass er genau in den Armen von Willibald landete (86.). Die beste Möglichkeit zum Siegtreffer bot sich den Sechzigern in der 88. Minute. In einen Fehlpass von Falkenmayer war Gümüssu hinein gesprintet. Anschließend lief er allein auf den SCP-Torhüter zu, der sich an der Strafraumgrenze aufbaute. Mit einem Lupfer wollte der Löwen-Angreifer Willibald überwinden, doch geriet der etwas zu flach, so dass der Keeper den Ball gerade noch mit den Fingerspitzen erreichen konnte. In der Schlussminute war es der eingewechselte Quendrim Beqiri, der Gümüssu mit einem Pass in die Tiefe auf die Reise geschickt hatte, jedoch wurde der enteilte Stürmer von Schiedsrichter Tobias Reichel wegen angeblicher Abseitsstellung zurückgepfiffen (90.). So blieb es beim 1:1, wodurch die Löwen zumindest den vorletzten Platz verteidigten.

„Mit dem Punkt bin ich zufrieden", gab sich Löwen-Trainer Klaus Koschlick bescheiden, „weil wir uns nach den beiden deutlichen Niederlagen gegen Hoffenheim und in Worms mit den beiden Unentschieden gegen Kassel und Pfullendorf stabilisieren konnten. Zum Schluss hätten wir das Spiel sogar gewinnen können, aber über die gesamte Spielzeit gesehen geht die Punkteteilung in Ordnung."

Auch Nachwuchschef Jürgen Jung sprach von einem gerechten Unentschieden. „Es war ein hartumkämpftes Spiel auf mäßigem Niveau, bei dem man gemerkt hat, dass beide Seiten verunsichert sind. Beidseitig wurden viele einfache Fehler gemacht. Trotzdem war es bis zum Abpfiff spannend. Vitus Eicher hat uns einige Male durch seine Paraden im Spiel gehalten. Am Ende hätten wir aber die Partie gewinnen können." Unterm Strich fand Jung, dass sich die Mannschaft stabilisiert habe. „Bis auf die Anfangsphase standen wir defensiv relativ sicher."

Das Stenogramm

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