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Vorschau: 1. FC Kaiserslautern - 1860 München

Daniel Halfar
Daniel Halfar brennt gegen seinen Heimatverein Kaiserslautern auf einen Einsatz von Beginn an.

Das dritte Auswärtsspiel in Folge (zweimal Meisterschaft, einmal Pokal) führt die Löwen auf den Betzenberg. Im Fritz-Walter-Stadion trifft der TSV 1860 am Sonntag, 26. August, 13.30 Uhr, auf Erstliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern. Einer von „drei Topfavoriten auf den Aufstieg", wie 1860-Chefcoach Reiner Maurer die Pfälzer bezeichnet.


Während der Pressekonferenz vor dem Spiel in Kaiserslautern ging auf dem Trainingssgelände der Löwen ein Platzregen nieder. Maurer wertete dies als Einstimmung auf das Duell am Betzenberg. „Typisches Fritz-Walter-Wetter. Da ist Kampf gefragt. Wir müssen von der ersten Sekunde an dagegenhalten, um ein gutes Ergebnis zu erzielen." Die Statistik spricht dabei nicht unbedingt für die Löwen, trotzdem ist der 52-jährige Chefcoach optimistisch. „Als Co-Trainer habe ich dort gute Ergebnisse erzielt."

Dem Gegner bescheinigt Maurer „große spielerische Möglichkeiten". Zudem hätte der 1. FCK mit Albert Bunjaku und Mohamadou Idrissou Spieler, die im Abschluss brandgefährlich seien. „Wir müssen über die Zweikämpfe kommen und die Räume, die sich uns bieten, nach vorne nutzen."

Hier hatte der Löwen-Coach beim Gastspiel in Dresden einige Schwächen ausgemacht, wenngleich die beiden Treffer nach mustergültigen Kontern fielen. „Genau das hat uns in der vergangenen Saison ausgezeichnet, dass wir schnell von hinten raus gespielt haben. Wir wollen in Kaiserslautern an unsere gute Auswärtsbilanz anknüpfen." Nur einmal in den letzten zwölf Meisterschaftsspielen verließen die Löwen den Platz in der Fremde mit leeren Händen. „Wir fahren dahin, um etwas mitzunehmen", so Maurers Maxime.

Personell gibt es zu den beiden Vorwochen bei den Löwen keine Veränderungen. „Der Kader ist genau der Gleiche wie gegen Dresden. Wer letztlich auflaufen wird, halte ich unter Verschluss", lässt sich der Fußball-Lehrer einmal mehr nicht in die Karten blicken.

Besonders beim Thema Daniel Halfar hielt sich Maurer bedeckt. „Daniel wird mit Sicherheit zum Einsatz kommen. Ich habe viele Alternativen in der Offensive. Auch Basti Maier ist wieder fit", lässt er wissen. „Natürlich wird Daniel nicht auf Lebzeiten auf der Bank sitzen bleiben."

Ob es nicht von Vorteil wäre, Halfar gegen seinen Heimatverein von Beginn an zu bringen, wurde Maurer von einem Medienvertreter gefragt. Aber auch hier gab nur eine zweideutige Antwort: „Manchmal spielen Spieler gegen ihren Ex-Klub super, manchmal geht der Schuss nach hinten los, weil sie übermotiviert sind."

Wesentlich verbindlicher war da schon die Aussage zur Position neben Daniel Bierofka im defensiven Mittelfeld, die im Pokal Kai Bülow begleitete, in Dresden Dominik Stahl spielte. „Dominik war gegen Dresden sehr stark in der Defensive, nach vorne hat er es nicht optimal umgesetzt." Da Maurer Bunjaku als hängende Spitze hinter Idrissou erwartet, spricht vieles für einen Einsatz von Stahl.

„Lautern wird gerade zu Hause mit dem Publikum im Rücken sehr dominant auftreten. Sie werden versuchen, sich mit fußballerischen Mitteln durchzusetzen." Gerade die offensive Dreier-Reihe im Mittelfeld mit Hendrick Zuck, Alexander Baumjohann und Bunjaku sei schwer auszurechnen. „Sie wechseln ständig die Positionen", erklärt Maurer. Deshalb sei es das Ziel, „den Gegner erst gar nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, uns Chancen herauszuspielen und etwas Zählbares mit nach München zu nehmen. Dafür fahren wir in die Pfalz."

Voraussichtliche Aufstellungen:

1. FCK: 1 Sippel - 23 Dick, 2 Simunek, 6 Abel, 3 Jessen - 4 Borysiuk, 5 Alushi - 39 Zuck, 9 Baumjohann, 10 Bunjaku - 8 Idrissou.
Ersatz: 22 Hohs (Tor) - 7 Azaouagh, 11 Micanski, 14 Hajri, 19 Linsmayer, 24 Vermouth, 25 Yahia, 26 Zellner, 28 Fortounis, 29 Nsor, 33 Heintz, 34 Orban, 35 Derstroff.
Nicht dabei: 17 Bugera (Trainingsrückstand), 18 Amri (Reha nach Beinbruch), 20 Rodnei (Trainingsrückstand), 21 De Wit (Reha nach Meniskus-OP).

1860: 1 Kiraly- 3 Wojtkowiak, 13 Aygün, 5 Vallori, 2 Volz - 6 Stahl, 7 Bierofka - 8 Nicu, 14 Tomasov - 10 Stoppelkamp, 11 Lauth.
Ersatz: 22 Ochs (Tor) - 4 Bülow, 18 Blanco, 19 Maier, 26 Schindler, 27 Feick, 28 Halfar.
Nicht dabei: 21 Makos (Riss des Syndesmosebandes am rechten Sprunggelenk), 17 Vocaj, 30 Eicher, 33 Vollmann, 36 Steinhart (alle U21).

Schiedsrichter: Dr. Markus Schmidt (Stuttgart); Assistenten: Kai Voss (Großhansdorf), Florian Steinberg (Korntal); Vierter Offizieller: Markus Schüller (Korschenbroich).

FCK-1860

Löwen gegen Rote Teufel: Die Statistik

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