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Vorschau: 1860 München – FC Erzgebirge Aue

Grigoris Makos
Keineswegs gegen Aue gesetzt nach seiner langen Verletzungspause: Mittelfeldspieler Grigoris Makos.

Die Löwen beschließen den 10. Spieltag am Montagabend, 22. Oktober, 20.15 Uhr, gegen den FC Erzgebirge Aue in der Allianz Arena. „Kurzfristig hilft uns nur ein Sieg über Aue, damit wir dranbleiben", sagt 1860-Chefcoach Reiner Maurer vor dieser richtungsweisenden Partie.


Trotz der bisher durchwachsenen Spielzeit der Sachsen und der katastrophalen Auswärtsbilanz mit sieben Niederlagen saisonübergreifend, sei der Gegner nicht zu unterschätzen. „Davon dürfen wir uns nicht blenden lassen. Beim letzten Auswärtsspiel in Dresden hatte Aue die besseren Torchancen, war tonangebend und hat sich keineswegs versteckt", so der Löwen-Coach, der von einer robusten Mannschaft spricht. „Vier Spieler sind über 1,90 Meter, Aue ist sehr kopfballstark", warnt Maurer sein Team vor den langen Kerls. Dazu komme, dass die Sachsen nach der Länderspielpause fast alle Mann wieder an Bord haben. „Sie besitzen dadurch viele Optionen. In der Verteidigung kehren Kevin Schlicke und Tobias Nickenig zurück."

Auch bei den Löwen stehen wieder alle Profis zur Verfügung, Maurer schränkt jedoch ein: „Sie sind aber nicht alle in Topform." Als Beispiele führte er Grigoris Makos an, der nach neun Wochen Verletzungspause gerade mal 45 Minuten im Testspiel gegen Wacker Burghausen absolviert hat. Oder Daniel Halfar. Dem linken Flügelspieler wurden in der Länderspielpause vier Weisheitszähne entfernt, weswegen er kaum trainieren konnte. Dazu kommen Necat Aygün, der aufgrund muskulärer Probleme selten bis kaum trainierte sowie Grzegorz Wojtkowiak. Der Pole kam angeschlagen von der Länderspielreise zurück, klagte über Probleme an der Gesäßmuskulatur und am Schambein. Auch Daniel Bierofka beendete am Freitag das Training vorzeitig. Der Chefcoach begründete es mit intensivem Training auf dem tiefen Boden. „Biero hat sich müde gefühlt. Deswegen habe ich ihn nach der Hälfte des Trainingsspiels rausgenommen. Das war mehr eine Vorsichtsmaßnahme", so Maurer.

Für die Aufstellung gegen Aue sind Änderungen also wahrscheinlich.„Ich werde mir gut überlegen, ob ich angeschlagene Spieler in die Startformation nehme. Gerade, wenn ich bei vier, fünf Spielern bedenken haben muss, dass sie 90 Minuten überstehen." Das gelte ebenso für den Rekonvaleszenten Griechen Makos. „Auch bei ihm lasse ich mir offen, ihn von Anfang an zu bringen." Auf alle Fälle stehen Maurer seit längerer Zeit wieder 19 Spieler für seinen 18er-Kader zur Verfügung. „Sebastian Maier hat am Samstag in der U21 gespielt. Es kann also gut sein, dass er diesmal nicht dabei ist", erklärte Maurer.

Der Löwen-Trainer wurde gefragt, ob sich der Druck auf sein Team erhöht habe, nachdem die direkten Konkurrenten am Wochenende vorlegen konnten. „In erster Linie schauen wir erst mal auf uns", antwortete er. „Natürlich wollen wir möglichst viele Punkte sammeln, um vorne dranzubleiben. Aber ich sehe den Druck nicht nur bei uns. Aue steht als 16. nicht weniger unter Zugzwang. Da ist es mir schon lieber, Fünfter zu sein." Als Spieler dürfe man sich von der Erwartungshaltung nicht verrückt machen lassen. „Gegen Sandhausen sind wir damit gut zurechtgekommen." Trotzdem prognostiziert der Löwen-Coach ein hartes Stück Arbeit. „Letztlich ist aber nur entscheidend, dass wir gegen Aue als Sieger vom Platz gehen."


Voraussichtliche Aufstellungen:

1860: 1 Kiraly - 3 Wojtkowiak, 13 Aygün, 5 Vallori, 2 Volz - 4 Bülow, 6 Stahl - 10 Stoppelkamp, 7 Bierofka, 28 Halfar -11 Lauth.
Ersatz: 22 Ochs, 30 Eicher (Tor) - 8 Nicu, 14 Tomasov, 18 Blanco, 19 Maier, 21 Makos, 26 Schindler, 27 Feick.
Nicht dabei: 17 Vocaj, 33 Vollmann, 36 Steinhart (alle U21).

FCE: 1 Männel - 30 Müller, 6 Schlitte, 4 Paulus, 15 Klingbeil - 22 Hensel, 23 Höfler - 11 Savran, 17 Hochscheidt - 7 König, 12 Sylvestr.
Ersatz: 26 Flauder (Tor) - 3 Nickenig, 5 Gercaliu, 8 Könnecke, 13 Miatke, 16 Munteanu, 19 Wiegel, 20 Schröder, 21 Rau, 25 Kocer.
Nicht dabei: 9 Cappek,18 Kern (Trainingsrückstand).

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg); Assistenten: Volker Wezel (Tübingen), Jonas Weickenmeier (Mühlheim am Main); Vierter Offizieller: Patrick Alt (Heusweiler).

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