11.10.2012

Für die Löwen-U21 geht es am Samstag, 13. Oktober, 14 Uhr, im Heimspiel im Stadion Leuchtenbergstraße in Ismaning gegen die Reserve des FC Ingolstadt 04 darum, Anschluss an die Spitzengruppe der Regionalliga Bayern zu halten. Innenverteidiger Manuel Bühler wird gegen die Schanzer wieder ins Team zurückkehren.
Für internationales Flair hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) bei dieser Partie gesorgt, indem er einen Österreicher als Schiedsrichter nominierte. Ilija Vareskic aus Buchkirchen in Oberösterreich (Schiedsrichtergruppe Wels) pfeift im Rahmen des Schiedsrichteraustauschs zwischen dem BFV und dem Nachbarland diese Begegnung.
Nachdem sich Manuel Bühler bei den Löwen nach seiner Kniereizung diese Woche im Training zurückgemeldet hat und Christoph Dinkelbach bereits in Memmingen auf der Bank saß, hat Löwen-Coach Alexander Schmidt in der Innenverteidigung wieder Alternativen. Lediglich die langzeitverletzten Dennis Vatany und Robert Zeus fehlen gegen die Schanzer. Josef Albersinger, Coach der Ingolstädter Reserve, muss in Ismaning auf Manuel Ott verzichten. Der Bruder von Löwen-A-Junior Mike Ott ist wegen seiner Gelb-Roten Karte aus dem Spiel gegen den SV Heimstetten (2:2) gesperrt.
„Das wird ein schweres Spiel. Ingolstadt hat eine gewisse Qualität", sagt Schmidt, der zudem einige Verstärkungen beim Gegner aus dem Profikader erwartet. „Mit Karl-Heinz Lappe haben sie zudem einen allseits bekannten Torjäger." Der 25-Jährige, der bereits letzte Saison in der Regionalliga Süd mit 18 Toren zu den treffsichersten Stürmern zählte, hat bereits elf Tore auf seinem Konto. Zwar rangiert er damit in der Regionalliga Bayern nur auf Rang zwei, doch der führende Bernd Rosinger (SV Seligenporten) erzielte fünf seiner 13 Treffer per Elfmeter.
Die Ausrichtung gegen den FCI ist mehr oder weniger vorgegeben. „Wir können nur auf Sieg spielen", erklärt der 43-jährige Schmidt. „Etwas anderes kann ich der Mannschaft gar nicht sagen. Wir streben auch gegen Ingolstadt eine offensive Spielweise mit schnellem Ballgewinn an." Das hatte zuletzt im Heimspiel gegen Illertissen (2:1) und auch im Auswärtsspiel beim FC Memmingen (1:1) gut geklappt. Nur die Chancenverwertung ließ - besonders beim Auswärtsspiel im Allgäu - zu wünschen übrig. „Wir waren haushoch überlegen. Aber das ist momentan unser Manko, dass wir die vielen Chancen, die wir uns erarbeiten, nicht nutzen."
Deswegen kündigte Schmidt bereits nach der Partie in Memmingen an, speziell im Abschluss den Hebel anzusetzen. „Daran haben wir im Training gearbeitet, viele Torabschlüsse geübt." In den Übungseinheiten, so Schmidt, habe das ganz ordentlich ausgesehen. „Aber es ist schwierig, solche Situationen zu simulieren. Ich hoffe, dass im Spiel jetzt mal der Knoten platzt."
Im Gegensatz zu Markus Ziereis, der zuletzt fast in jedem Spiel traf und mit acht Treffern erfolgreichster Löwen-Stürmer ist, stehen Daniel Jais und Bobby Wood schon seit längerer Zeit bei fünf Toren. „Beide müssen mal wieder treffen", fordert Schmidt. Besonders von dem Hawaiianer erwartet der Löwen-Coach mehr Durchschlagskraft. „Bobby ist in einem typischen Stürmerloch. Er spielt ordentlich, erarbeitet sich viele Chancen, scheitert dann aber knapp. Bei ihm kann ich mir gut vorstellen, dass er plötzlich in einem Spiel mehr Tore schießt als in den letzten fünf zusammen." Vielleicht ja schon gegen Ingolstadts Reserve...