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Vorschau, DFB-Pokal, 1. Runde: FC Hennef 05 - 1860 München

Timo Ochs
Timo Ochs wird gegen den FC Hennef für Gabor Kiraly das Löwen-Tor hüten.

Die Voraussetzungen vor dem Erstrunden-Pokalspiel der Löwen im Bonner Nordpark-Stadion gegen den Fünftligisten FC Hennef 05 am Sonntag, 19. August, 14.30 Uhr, sind klar. „Mit unserer Qualität müssen wir uns durchsetzen und etwas für das Image und die Finanzen tun", sagt 1860-Chefcoach Reiner Maurer. „Das ist unsere Pflicht als Zweitligist."


Dabei sind die Pokal-Erinnerungen des 52-jährigen Löwen-Coachs aus den vergangenen beiden Jahren nicht die besten. „In Osnabrück und Verl hatten wir unsere Mühen." Beim Viertligisten Verl lief sein Team vor zwei Jahren einem Rückstand hinterher, gewann am Ende knapp mit 2:1. In Osnabrück in der vergangenen DFB-Pokal-Runde brauchten die Sechzger sogar die Verlängerung, um mit 3:2 in die 2. Runde einzuziehen. Dort gab es das Aus bei Fortuna Düsseldorf.

Wie ernst Maurer und sein Trainer-Team den Gegner nehmen, zeigt die Tatsache, dass Scout Klaus Koschlick den Mittelrheinmeister der vergangenen Spielzeit am Mittwoch im Kreispokal beim SF Troisdorf beobachten ließ. „Sie lagen zur Pause mit 0:1 zurück, haben dann die Partie durch zwei Treffer ihres Torjägers Denis Wegner gedreht", erzählt Maurer. Dieser war vergangene Saison mit 28 Toren der treffsicherste Spieler der Mittelrheinliga. Vor ihm wird der Löwen-Coach sein Team besonders warnen. „Hennef hat nichts zu verlieren. Es ist eine junge Mannschaft, die gegen uns vor einer Kulisse mit mehr als 5.000 Zuschauern frech aufspielen wird", so Maurer über den Pokal-Kontrahenten.

Deshalb würde ein frühes Tor die Aufgabe für die Löwen vereinfachen, gerade bei der Hitze, die am Sonntagmittag die 30-Grad-Grenze weit überschreiten soll. „Hennef wird defensiv spielen, sein Heil in Kontern suchen. Darum wird es wichtig sein, dass wir bei den Temperaturen unsere Chancen nutzen. Wir müssen den Ball laufen lassen und den Gegner unter Druck setzten", so die Vorgabe des Löwen-Trainers. „Natürlich ist es bei Hitze schwieriger, das Spiel zu machen. Aber für den Gegner ist es genauso heiß."

Zumindest bleibt den Sechzigern diesmal eine zwölfstündige Busfahrt wie zuletzt beim Dresden-Spiel erspart. „Das ist sicher nicht die beste Vorbereitung", sagt Maurer. Zum Pokalspiel fliegen die Löwen von München aus nach Köln/Bonn, übernachten in der früheren Bundeshauptstadt unweit des Stadions.

Einer wird den Flug nicht mitmachen: Gabor Kiraly, der unter der Woche bei der ungarischen Nationalmannschaft weilte, darf in München bleiben. Für ihn steht Timo Ochs zwischen den Pfosten. „Timo hat sich diesen Einsatz verdient", lobt Maurer seine Nummer Zwei. „Er hielt fehlerfrei in der Vorbereitung und war auch letzte Saison gegen Karlsruhe, als er gebraucht wurde, ein großer Rückhalt. Natürlich hat er mit Gabor einen Konkurrenten, der über eine herausragende internationale Erfahrung verfügt", weiß Maurer, der sich auch auf Ochs absolut verlassen kann. Auf der Bank wird Vitus Eicher Platz nehmen.

Aber nicht nur auf der Torhüter-Position nimmt Maurer eine Änderung vor. Einen Wechsel in der Innenverteidigung hat der Allgäuer bereits angekündigt. „Chris Schindler wird für Necat Aygün spielen, eventuell kommt auch Kai Bülow von Beginn an zum Einsatz." Zu viele Umstellungen möchte der Löwen-Coach jedoch nicht vornehmen. „Es ist zwingend notwendig, dass die Mechanismen greifen, wenn man den Gegner unter Druck setzen möchte. Sonst laufen wir in einen Konter", so seine Begründung.

Trotz Länderspielreise wird Maurer deswegen Grzegorz Wojtkowiak keine Pause gönnen. „Er hat ja nicht gespielt, trainierte bereits am Donnerstagmittag wieder mit der Mannschaft. Sein Fitnesszustand ist gut, der Schlag auf die Wade aus dem Dresden-Spiel behindert ihn nicht mehr."

Ebenfalls Entwarnung gab es bei Marin Tomasov. Der 24-Jährige unterbrach das Training am Freitagmorgen, weil sein Kind gestürzt war und er es zusammen mit seiner Frau ins Krankenhaus begleitete. „Nichts Tragisches", erklärte der Trainer danach. „Das kommt bei Kindern vor, ich habe selbst drei und kenne das. Marin wird am Samstag ganz normal mit uns nach Bonn fliegen."


Voraussichtliche Aufstellungen:

Hennef: 1 Heil - 18 Eck, 16 Jagusch, 4 Rieck, 20 Remagen - 6 Niewiadomski, 10 Schöller, 9 Dabers, 13 Günther - 22 Hecht, 11 Wegner.
Ersatz: 12 Soika (Tor) - 2 Inger, 3 Hempel, 5 Halili, 7 Heber, 8 Krasniqi, 14 Schmitz, 15 Klug, 17 Nentwig.
Nicht dabei: 21 Weiß (Muskelfaserriss).

1860: 22 Ochs - 3 Wojtkowiak, 26 Schindler, 5 Vallori, 2 Volz - 6 Stahl, 7 Bierofka - 8 Nicu, 14 Tomasov - 10 Stoppelkamp, 11 Lauth.
Ersatz: 30 Eicher (Tor) - 4 Bülow, 13 Aygün, 18 Blanco, 19 Maier, 27 Feick, 28 Halfar.
Nicht dabei: 1 Kiraly (pausiert), 21 Makos (Riss des Syndesmosebandes am linken Sprunggelenk), 33 Vollmann (Knochenhautreizung), 17 Vocaj, 36 Steinhart (beide U21).

Schiedsrichter: Dr. Manuel Kunzmann (Bad Hersfeld); Moritz Kühlmeyer (Holzhausen), Karl Wiatrek (Witzenhausen); Vierter Offizieller: Felix Schmitz (Xanten).

Hennef-1860

Zahlen & Fakten zum "Duell der Löwen"

Die 1. Runde im Überblick

Auswärtshinweise zum DFB-Pokalspiel gegen FC Hennef

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