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Vorschau: FC Energie Cottbus - 1860 München

Daniel Bierofka
Kehrt höchstwahrscheinlich in Cottbus in die Startelf zurück: Mittelfeldspieler Daniel Bierofka.

Nach nur einem Punkt aus den letzten beiden Partien wollen die Löwen beim FC Energie Cottbus am Freitag, 26. Oktober, 18 Uhr, im Stadion der Freundschaft unbedingt wieder punkten. „Wir müssen an die Leistung der Spiele zuvor anknüpfen", fordert deshalb 1860-Cheftrainer Reiner Maurer. „Für uns ist es ein bedeutsames Spiel, denn wir wollen in Cottbus den verlorenen Boden zurückgewinnen."


Sowohl bei Hertha BSC als auch im Heimspiel gegen Erzgbirge Aue habe sein Team nicht so gespielt, „wie wir uns das vorgestellt haben. Entsprechend waren die Ergebnisse." Gegen Aue seien viele Spieler mit Verletzungsproblemen aufgelaufen. „Sie haben mehr mit sich selbst als mit dem Gegner gekämpft", so Maurer, der aber gegen die Sachsen auch positive Ansätze gesehen hatte. „Die ersten zehn Minuten waren in Ordnung. Und nach dem Rückstand hat die Einsatzbereitschaft gestimmt. Das müssen wir jetzt über 90 Minuten abrufen."

Bis auf Marin Tomasov, der wegen eines Virusinfekts zu Hause geblieben ist, hat der 52-jährige Löwen-Coach alle Mann an Bord. Auch Grzegorz Wojtkowiak, der verletzungsbedingt gegen Aue nicht zum Einsatz kam, steht wieder bereit. Trotzdem ist nicht sicher, ob der Pole von Beginn an spielen wird. „Das lasse ich mir offen. Chris Schindler hat seine Sache gut gemacht auf der Position des Rechtsverteidigers. Er bekommt sicher in den nächsten Spielen noch die ein oder andere Chance."

Noch spannender scheint es, in welcher Besetzung das Löwen-Mittelfeld aufläuft. Am wahrscheinlichsten ist die Rückkehr von Daniel Bierofka in die Startformation. Der 33-Jährige hatte gegen Aue nach seiner Einwechslung für mächtig Betrieb gesorgt. Das sah auch Maurer so. „Biero war ein belebendes Element, hat sich hervorragend eingebracht. Natürlich war er nicht zufrieden, dass er draußen saß." Doch wegen muskulärer Probleme hatte Maurer seinem Routinier diese Pause verordnet. „Natürlich fiel es ihm schwer, auf der Bank zu sitzen. Biero will immer 90 Minuten spielen. Er ist schon sauer, wenn er nach 85 Minuten vom Feld muss." Für Bierofka wird wohl Maximilian Nicu weichen

Viel interessanter ist die Frage, ob Grigoris Makos erneut beginnen darf. Maurer spricht von einem „hohen Kraftaufwand", den das Comeback für den Griechen bedeutet habe. „Es war nicht einfach für ihn nach zehnwöchiger Verletzungspause. Man konnte nicht von ihm erwarten, dass er gleich das Zepter in die Hand nimmt. Im richtigen Umgang mit dem 25-Jährigen befindet sich Maurer in einem Zwiespalt, so lange er nicht bei 100 Prozent seines Leistungsvermögens ist. „Auf der einen Seite braucht er Spielpraxis, auf der anderen Seite können wir keine Rücksicht auf ihn nehmen. Letztlich steht der Erfolg der Mannschaft im Vordergrund." Als Alternative für „Akis" bietet sich Dominik Stahl an, der beim Auswärtserfolg in Ingolstadt gezeigt hat, wie wertvoll er fürs Team sein kann.

Den Gegner Cottbus bezeichnet Maurer „als sehr homogene Mannschaft, die gut gestartet ist. Bis auf Boubacar Sanogo, der bereits sechsmal getroffen hat, gab es im Vergleich zur letzten Saison keine großen Veränderungen im Kader." Den Lausitzern attestiert er einen ruhigen Spielaufbau. „Sie spielen den Ball direkt in die Spitze und versuchen, mit dem zweiten Ball zum Erfolg zu kommen." Für Maurer ist der FC Energie ein ambitionierter Verein. „Mittelfristig wollen sie in die Erste Liga zurückkehren."

Vergangene Saison feierten die Löwen im Stadion der Freundschaft mit 5:0 ihren höchsten Saisonsieg. „Ich wäre diesmal auch mit einem Tor weniger zufrieden", scherzt Maurer, weißt aber im nächsten Atemzug darauf hin, dass „wir uns verbessern, schneller umschalten müssen, um in der Lausitz zu bestehen". Trotz des Umstands, dass Cottbus als Vierter einen Zähler mehr als die Löwen hat, will Maurer nichts von einem „Sechs-Punkte-Spiel" wissen. „Wir wollen uns selbst etwas beweisen. Außerdem wäre ein erfolgreiches Auftreten für das ganze Umfeld wichtig, damit viele Fans zu den nächsten beiden Heimspielen gegen St. Pauli und Köln kommen."

Mit Ex-Löwen-Trainer Rudi Bommer, den Maurer 2004 als Chefcoach beim TSV 1860 beerbte, gibt es ein Wiedersehen, mit Alexander Ludwig, der von 2009 bis 2011 bei den Weiß-Blauen unter Vertrag stand, eher nicht. Zuletzt spielte „Lude" in der U23 der Cottbuser. „Ein hochtalentierter Spieler", sagt Maurer über den 29-Jährigen, „aber das andere muss auch passen. Ich erwarte ihn gegen uns nicht im Kader."

Voraussichtliche Aufstellungen:

Energie: 1 Kirschbaum - 20 Engel, 21 Hünemeier, 6 Möhrle, 15 Bittroff - 4 Banovic, 18 Kruska - 29 Sörensen, 28 Fandrich, 10 Adlung - 27 Sanogo.
Ersatz: 12 Renno (Tor) - 3 Rippert, 8 Glasner, 11 Ludwig, 13 Börner, 16 Geurts, 17 Ziebig, 25 Rivic.
Nicht dabei: 7 Brinkmann (Trainingsrückstand nach Reha), 9 Stiepermann (Knieverletzung), 14 Farina (Muskelfaserriss), 22 Fenin (Bäderdehnung), 23 Brzenska (Knie-OP).

1860: 1 Kiraly - 3 Wojtkowiak, 13 Aygün, 5 Vallori, 2 Volz - 21 Makos, 4 Bülow - 10 Stoppelkamp, 7 Bierofka, 28 Halfar -11 Lauth.
Ersatz: 22 Ochs (Tor) - 6 Stahl, 8 Nicu, 18 Blanco, 19 Maier, 26 Schindler, 27 Feick.
Nicht dabei: 14 Tomasov (Virusinfekt), 17 Vocaj, 30 Eicher, 33 Vollmann, 36 Steinhart (alle U21).

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock); Assistenten Sven Jablonski (Bremen), Dirk Wijnen (Hannover); Vierter Offizieller Sebastian Schmickartz (Berlin).

Cottbus-1860

1860 & FC Energie Cottbus: Die Statistik

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