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Vorschau: FC St. Pauli - 1860 München

Necat Ayguen

Könnte als Masken-Mannn gegen St. Pauli ins Team zurückkehren: Innenverteidiger Necat Aygün.

Es ist so etwas wie ein Klassiker, wenn der FC St. Pauli und der TSV 1860 München aufeinander treffen. Da spielt die Liga auch nur eine untergeordnete Rolle. Zudem hat dieses Spiel am Sonntag, 11. September, 13:30 Uhr, das Prädikat „Spitzenspiel", kommt es doch zum Duell des Tabellenzweiten (Pauli) gegen den -fünften (1860).

Für Löwen-Coach Reiner Maurer ist die Platzierung der Hanseaten keine Überraschung. „Sie haben eine gute Mannschaft, gehören für mich zu den Aufstiegsanwärtern." Das Team habe den Bundesliga-Abstieg super verkraftet. Ein Indiz dafür seien der Sieg beim VfL Bochum und das Unentschieden bei Eintracht Frankfurt, beides für Maurer absolute Favoriten im Kampf um den Aufstieg. Dazu komme die besondere Atmosphäre auf dem Kiez. „Egal ob St. Pauli gut oder schlecht spielt - sie haben immer die absolute Rückendeckung des Publikums. Ich denke, die Stimmung am Millerntor ist noch einen Tick besser als in Braunschweig oder Düsseldorf", wo die Löwen in dieser Saison jeweils 1:3 unterlagen.

Beim Kader seines Kollegen Andre Schubert gerät Maurer fast ins Schwärmen. „Selbst den Ausfall von Jan-Philipp Kalla kann er problemlos kompensieren. Außerdem hat sich St. Pauli noch mit dem Mainzer Petar Sliskovic im Angriff verstärkt", erklärte der Löwen-Coach, der nach der Rückkehr ins Mannschaftstraining von Stefan Buck, Necat Aygün und Collin Benjamin selbst wieder über einige Alternativen verfügt. „Die Zeit der Bastelarbeit ist zu Ende. Wir müssen nicht mehr experimentieren", so Maurer. Die aus der Not geborene Variante mit Daniel Bierofka als Sechser bewertet er aber als positive Entdeckung. Deswegen kann er sich gut vorstellen, dass der 32-Jährige weiterhin diese Position begleiten wird. An dieser Einschätzung habe auch die Niederlage in Düsseldorf nichts geändert. „Da haben mir die ‚Fantastischen Vier' davor auch nicht gefallen. Gerade auswärts ist die gesamte Mannschaft defensiv gefordert", kritisiert Maurer die Offensivabteilung seiner Löwen.

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Sowohl Benjamin Lauth (Entzündung der Speiseröhre) als auch Christopher Schindler (Prellung am Sprunggelenk) sind rechtzeitig vor dem Spiel am Millerntor ins Training zurückgekehrt. Dazu wird Dennis Malura nach seinem Tor in der U23 gegen Hessen Kassel (1:1) wieder dem 18er-Kader angehören. Im Gegenzug sammeln Bobby Wood und Daniel Hofstetter Spielpraxis in der Löwen-Reserve. Fraglich ist noch der Einsatz von Sandro Kaiser, der an einer Prellung laboriert. Ob Collin Benjamin und/oder Necat Aygün bereits die Fahrt nach Hamburg mitmachen werden, ließ Maurer offen. „Vielleicht ist es besser, wenn wir sie weiter aufbauen."

Die Vorfreude jedenfalls auf das Spiel am Millerntor ist beim Trainer riesengroß. „Ich habe selbst dort im Stadion gespielt, kann mich gut an die Saison 1993/1994 erinnern, als wir vor St. Pauli den Aufstieg geschafft haben. Wir wollen auch diesmal mindestens einen Punkt auswärts holen", so die Zielsetzung des 51-Jährigen, der sein Team in der Fremde selbst als „Wundertüte" bezeichnet. „Ich hoffe, dass wir an die Leistung von Cottbus anknüpfen können. Wenn wir so wie in Braunschweig oder Düsseldorf spielen, dann geht es für uns nur um die Höhe der Niederlage", sagt er süffisant.

Ein Erfolgserlebnis am Millerntor, davon ist Maurer überzeugt, würde auch die Genesung von Präsident Dieter Schneider vorantreiben, der die Woche über zur ärztlichen Untersuchung im Krankenhaus weilte. „Für die Gesundheit unseren Präsidenten ist ein Erfolgserlebnis die beste Medizin. Das weiß auch die Mannschaft. Außerdem wäre es an der Zeit, unsere Auswärtsbilanz bei St. Pauli aufzubessern."

Live-Ticker zum Spiel

Statistisches zum Spiel bei St. Pauli

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Voraussichtliche Aufstellungen:

St. Pauli: 13 Tschauner - 24 Rothenbach, 16 Thorandt, 3 Sobiech, 20 Schachten - 17 Boll - 25 K. Schindler, 18 Kruse, 8 Bruns, 22 Bartels - 19 Saglik.
Ersatz: 1 Pliquett (Tor) - 4 Morena, 6 Funk, 7 Hennings, 9 Ebbers, 11 Gunesch, 14 Sliskovic, 30 Daube, 31 Herber, 35 Filipovic.
Nicht dabei: 2 Volz (Aufbautraining), 5 Zambrano (Sehnenriss im Oberschenkel), 10 Takyi (Sehnenriss), 23 Naki (Teilabriss des Oberschenkelmuskels), 27 Kalla (Oberschenkel-OP).

1860: 1 Kiraly - 2 Rukavina, 26 C. Schindler, 4 Bülow, 27 Feick - 6 Stahl, 7 Bierofka - 15 Aigner, 28 Halfar - 31 Volland, 11 Lauth.
Ersatz: 22 Ochs (Tor) - 5 Malura, 9 Rakic, 13 Aygün, 17 Buck, 18 Schäffler, 19 Maier, 21 Kaiser.
Nicht dabei: 20 Benjamin (Trainingsrückstand), 23 Schwarz (Reha nach Knieverletzung), 14 Wood, 34 Hofstetter, 25 Kotzke, 36 Steinhart (alle U23).

Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover); Assistenten Guido Kleve (Nordhorn), Dirk Wijnen (Hannover); Vierter Offizieller Rene Rohde (Rostock).

FC St. Pauli - 1860

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