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Wochenendvorschau der U-Teams: Brisanz auf der Trainerbank

Vitus Eicher
Kehrt wieder nach seinem Pokal-Ausflug mit den Profis ins Tor der U21 gegen Seligenporten zurück: Vitus Eicher.

Die Löwen-Reserve ist in der Regionalliga Bayern seit drei Spielen ungeschlagen, trifft am Freitagabend, 18 Uhr, auswärts auf das Team von Löwen-Kult-Trainer Karsten Wettberg, den SV Seligenporten. Die U19 und U17 sind in der Junioren-Bundesliga Süd/Südwest nach zwei Spieltagen noch ungeschlagen. Am Samstag empfangen die A-Junioren in Zorneding den VfB Stuttgart (15 Uhr), während die B-Junioren bereits um 11 Uhr bei Jahn Regensburg antreten.


Alexander Schmidt, Trainer der U21, kann wieder optimistischer nach vorne blicken. Sein Team hat sich mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen von einem Abstiegsplatz auf Rang Zehn hoch katapultiert. Trotzdem verweist der 43-Jährige darauf, dass es nur zwei Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz sind. Gleichzeitig trennen die Löwen auch nur drei Punkte zum Tabellenvierten SV Seligenporten, dem Gegner am Freitag, 24. August, 18 Uhr.

„Das wird ein schweres Spiel gegen einen hoch motivierten Gegner", stellt Schmidt sein Team auf eine enge Partie in Seligenporten ein. Zudem sitzt mit Karsten Wettberg der erfolgreichste Amateurcoach aller Zeiten auf der Bank der „Klosterer". „Auch er wird gegen uns besonders motiviert sein."

Die kleine Serie, so konnte Schmidt feststellen, habe sein Team grundlegend verändert. „Es geht nicht mehr so verbissen zu, alle sind viel lockerer. Im Training wird wieder mehr gelacht. Die Spieler konnten dadurch Selbstvertrauen tanken." Diesen Schwung wollen sie auch in die Partie beim SV Seligenporten mitnehmen. „Wir werden uns keineswegs verstecken, sondern versuchen, auch dort auf Sieg zu spielen", zeigt sich Schmidt angriffslustig.

Weiterhin fehlen dem Löwen-Coach Denis Vatany (Teilabriss des Außenbands im Knie), Kodjovi Koussou (Innenbandriss im Knie) und Christopher Dinkelbach (Bänderriss am rechten Sprunggelenk). Korbinian Vollmann befindet sich zwar nach überstandener Knochenhautreizung wieder im Mannschaftstraining, sein Einsatz ist aber fraglich. Dagegen kehrt Torjäger Bobby Wood ins Team zurück.

Für Schmidt keine leichte Situation, weil zuletzt gerade die Spieler, die von der Bank kamen, ihre Chance nutzten. Torhüter Michael Netolitzky, der Vitus Eicher vertrat, bot beim 3:0-Sieg über Rain eine tadellose Leistung. Die eingewechselten Robert Zeus und Simon Motz führten sich mit einer Torvorlage glänzend ein, Gianni Gotthardt erspielte sich eine Riesenchance, als er frei vor Keeper Kevin Maschke auftauchte. „Das ist erfreulich, dass sich die Einwechselspieler nahtlos angepasst haben und sogar Akzente setzen konnten", sagt Schmidt und zählt dazu auch Ivan Knezevic, der gegen Rain von Beginn an spielen durfte.

„Mit gemischten Gefühlen gegen ‚meinen' Verein" geht Klosterer-Coach Karsten Wettberg in die Partie. Der 71-Jährige möchte aber bei aller Verbundenheit zu den Löwen „keine Geschenke verteilen. Wir werden alles tun, um zu punkten." Mit dem Regionalliga-Start seines Teams ist der Trainerfuchs „zweifellos zufrieden", verweist aber auf die Schwierigkeiten, „die ein kleiner Dorfverein wie wir" hat. „Wir haben nur einige Vertragsspieler im Kader", erklärt Wettberg, weshalb einige Leistungsträger aus der Vorsaison von anderen Vereinen abgeworben wurde.

Dazu kam, dass aus beruflichen Gründen Matthias Wolf (Wirtschaftsprüfer) und Marian Faltermaier (Lehrer) nicht mehr für den SVS spielen können. Wenn dann noch Verletzungen wie bei Bernd Rosinger und Sascha Steinacher hinzukommen, dann wird es eng im Kader des aufsteigers. Auch deshalb könnte Wettberg mit einem Punkt gegen den TSV 1860 II leben. „Natürlich will man immer gewinnen, aber dass es schwer wird, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Die zweiten Mannschaften in der Regionalliga Bayern haben ganz andere Trainingsbedingungen als wir. Nach den häufigen Englischen Wochen zum Saisonstart sind sie im Vorteil."

Mike Ott
Mike Ott (Mitte) und die Junglöwen möchten auch gegen den VfB Stuttgart punkten.

Ein richtiges Spitzenspiel der A-Junioren-Bundesliga erwartet die Zuschauer am Samstag, 25. August, 15 Uhr, im Stadion An der Bucher Straße in Zorneding. Dort treffen mit dem TSV 1860 München und dem VfB Stuttgart zwei Teams mit einer makellosen Bilanz aufeinander. „Wir freuen uns auf das Spiel gegen eine Top-Mannschaft", sagt U19-Coach Ivica Erceg, „und hoffen, dass wir an die Leistung des Spiels gegen Eintracht Frankfurt anknüpfen können." Gegen den Nachwuchs des Erstligisten gab es einen hoch verdienten 1:0-Erfolg im ersten Saisonheimspiel. Letztes Wochenende folgte dann noch ein 2:1-Sieg beim FSV Frankfurt. „Alle Mann sind an Bord", so Erceg. „Glücklicherweise habe ich wieder die Qual der Wahl." Aber nicht nur die Plätze in der ersten Elf sind umkämpft, „auch bei den Kaderplätzen geht es sehr eng zu".

Die U17 der Löwen ist nach zwei Spieltagen ebenfalls noch ungeschlagen, spielt am Samstag, 25. August, 11 Uhr, bei Jahn Regensburg im Sportpark am Kaulbachweg. Auch diese Konstellation birgt eine gewisse Brisanz. Junglöwen-Coach Josef Steinberger schaffte vergangene Saison mit der U17 der Oberpfälzer überhaupt erst den Aufstieg in die B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest, wechselte anschließend zum TSV 1860.

Weitere Infos zur U17 unter www.jungloewen.de

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