25.10.2012

Dieses Wochenende sind die älteren U-Teams der Löwen allesamt im Einsatz. Die U21 tritt in der Regionalliga Bayern am Samstag, 14 Uhr, zu Hause gegen die Reserve des 1. FC Nürnberg an. Einen Tag später spielt die U19 in der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest um 11 Uhr beim SC Freiburg. Zeitgleich empfangen die B-Junioren des TSV 1860 auf dem Trainingsgelände die U17 der Freiburger.
Vier Spiele in Serie ist die Löwen-U21 in der Regionalliga Bayern ungeschlagen, trotzdem sieht Trainer Alexander Schmidt, der diese Woche seinen 44. Geburtstag feierte, sein Team am Samstag, 27. Oktober, 14 Uhr, im Stadion Leuchtenbergstraße in Ismaning gegen den 1. FC Nürnberg als Außenseiter. „Da müssen schon alle am Leistungslimit spielen, damit wir eine Chance gegen den Club haben. Nürnberg ist ein schwerer Brocken", betont Schmidt. „Das ist alles andere als Tiefstapelei!", schiebt er hinterher.
Schmidt begründet dies mit dem Kader der Franken. Leader des Teams ist Marek Mintal, einmal Torschützenkönig in der Bundesliga, zweimal in der Zweiten Liga, dazu noch zweimal in seiner slowakischen Heimat. Der mittlerweile 35-Jährige hat von seiner Torgefährlichkeit wenig eingebüßt, traf bereits siebenmal in 15 Spielen. Ein weiterer Hochkaräter in der Nürnberger U23 ist Mintals Landsmann Robert Mak, der nach seiner Trainerschelte via Twitter von Dieter Hecking bis auf Weiteres in die Club-Reserve versetzt wurde.
„Für mich sind die Nürnberger neben dem FCB die großen Favoriten auf Platz eins in der Regionalliga Bayern", sagt Schmidt deshalb. Denn neben Mintal und Mak haben die Franken mit Jann George und Antonio-Mirko Colak, dem Bruder des Ex-Löwen Jure Colak, weiteres exzellentes Offensivpersonal in der Hinterhand. Im zentralen Mittelfeld sind sie ebenfalls hervorragend besetzt. Der Ex-Lauterer Philipp Klement, den Sechzgern bestens bekannt aus dem verlorenen A-Junioren-Halbfinale gegen den 1. FCK 2011, sowie Sebastian Gärtner, wie Klement früherer Nachwuchsnationalspieler, verfügen über Spielmacherqualitäten. Felicio Brown Forbes oder Marvin Plattenhardt sind weitere überdurchschnittliche Kicker in Reihen der Cluberer.
Wenn überhaupt, dann ist vielleicht die Defensive das einzige Manko im Team von Michael Wiesinger, der als Spieler ebenfalls eine Löwen-Vergangenheit besitzt. Verteidiger Michael Ngadeu-Ngadjui ist gegen den TSV 1860 gesperrt. Der Kameruner sah im Auswärtsspiel bei der SpVgg Bayern Hof bereits nach 22 Minuten die Rote Karte. Trotz fast 70-minütiger Unterzahl egalisierten die Franken zweimal einen Rückstand, gewannen am Ende sogar mit 3:2.
Viel gravierender könnte sich da schon die Verletztenmisere bei den Club-Torhütern auswirken. Da mit Raphael Schäfer, Alex Stephan und Benjamin Uphoff drei von vier Torhütern ausfallen, hütet für die Profis auf Schalke Patrick Rakovsky das Tor. Von den verbleibenden Keepern, die gegen die Löwen in der U23 spielen könnten, verfügt nur Christian Bergmann über Spielpraxis. Das letzte seiner zwei Regionalligaspiele in der aktuellen Spielzeit bestritt der 26-Jährige am 10. August dieses Jahres.
Doch auch Schmidt muss einen zusätzlichen Spieler neben den langzeitverletzten Dennis Vatany und Robert Zeus ersetzten. Daniel Jais fällt definitiv mit einer Schambeinentzündung aus. Dazu ist wegen einer Erkältung der Einsatz von Markus Ziereis, mit neun Treffern erfolgreichster Torjäger seines Teams, gefährdet. Zwischen den Pfosten steht bei den Weiß-Blauen wieder Vitus Eicher.
Die Ausgangslage könnte für die U19 nach dem 3:1-Derbysieg am vergangenen Wochenende gegen den FC Augsburg kaum besser sein, da sich am Montag im direkten Duell Tabellenführer VfB Stuttgart und der Dritte, FC Bayern München, gegenüberstehen und sich gegenseitig die Punkte abnehmen. Apropos: Diese Partie wird live von Sport1 übertragen, da es wegen des DFB-Pokals kein Montagsspiel in der Zweiten Liga gibt. Anpfiff ist 20.15 Uhr.
Da könnte das Team von Trainer Ivica Erceg vor einem großen Fernsehpublikum als Spitzenreiter der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest grüßen. Ein Punkt im Breisgau würde bereits reichen, um zumindest vorübergehend die punktgleichen Stuttgarter von Rang Eins zu verdrängen. „Freiburg ist immer schwierig", weiß Erceg, der aber sein Team keineswegs chancenlos sieht. „Wir müssen so diszipliniert und leidenschaftlich wie gegen Augsburg spielen, dann können wir auch in Freiburg etwas holen." Jedes Spiel sei in dieser Liga knapp, sagt er. „Deshalb müssen wir immer an unsere Grenzen gehen."
Freiburg verfüge über eine technisch gute Mannschaft. „Darauf müssen wir uns einstellen und schauen, dass sie nicht ins Spiel kommen. Dem 36-Jährigen steht am Sonntag, 28. Oktober, 11 Uhr, im Freiburger Möslestadion der gleiche Kader wie gegen Augsburg zur Verfügung. Sebastian Wiesböck, Maurice Bartnik, Christian Köppel, Fabian Lüders und Tefik Öztürk fallen weiterhin aus.

Während die U19 nach Südbaden reisen muss, spielt die U17 gegen den SC Freiburg zu Hause. Anpfiff der Partie auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 ist am Sonntag, 28. Oktober, 11 Uhr. Mit einem Sieg über die Breisgauer könnte das Team von Trainer Josef Steinberger den Abstand auf den Zweiten Freiburg auf einen Punkt verkürzen. Dieser Platz ist in der B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest doppelt interessant, weil er in diesem Jahr zur Halbfinalteilnahme an der Deutschen U17-Meisterschaft berechtigt.