13.09.2012

Dieses Wochenende sind wieder nur zwei Nachwuchsteams der Löwen im Einsatz. Die U21 empfängt in der Regionalliga Bayern am Samstag, 14 Uhr, die SpVgg Bayern Hof. Die U19 des TSV 1860, Tabellenführer der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest reist nach Mainz, trifft dort am Bruchweg am Sonntag, 11 Uhr, auf die 05er, während die B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest dieses Wochenende pausiert.
Alexander Schmidt, Trainer der U21, betätigt sich vor der Heimpartie am Samstag, 15. September, 14 Uhr, im Stadion Leuchtenbergstraße in Ismaning vor allem als Mahner. Nach zuletzt 13 Punkten aus sechs Spielen ist sein Team bis auf den 8. Tabellenplatz vorgerückt, empfängt nun den Vorletzten Bayern Hof.
„Qualitativ ist das ein starkes Team", sagt Schmidt über die Oberfranken. „Trotz der schlechten Platzierung des Gegners wird das kein einfaches Spiel für uns." Besonders die Offensive der Hofer sieht der 43-Jährige gut besetzt. „Mit Niklas Hörber und Cem Ekinci haben sie zwei klasse Stürmer. Dazu kommt mit Daniel Felgenhauer ein Spieler, der schon für Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga gespielt hat."
Zuletzt gelang Bayern Hof im Totopokal bei Bayernligist FSV Erlangen-Bruck mit 5:0 ein Befreiungsschlag. In der Liga selbst haben die Oberfranken in zehn Spielen erst dreimal getroffen. „Unverständlich", kommentiert Schmidt diese Fakten, „immerhin haben sie vergangene Saison in der Bayernliga den 2. Platz belegt."
Diese Verunsicherung, die das Team von Trainer Norbert Schlegel in der Liga bisher an den Tag gelegt hat, möchten die kleinen Löwen nutzen. Gleichzeitig müssen sie aber auf der Hut vor den Schwarz-Gelben sein. Den einzigen Saisonerfolg bei drei Unentschieden feierten sie ausgerechnet in Ismaning, gegen den dort ansässigen FC. „Dadurch haben sie den Platz gut in Erinnerung. Das kann psychologisch ein Vorteil sein", schätzt der Löwen-Trainer.
„Sicher werden wir nicht den Fehler machen, Hof zu unterschätzen." Deshalb fordert Schmidt von seiner Mannschaft, „gut gegen den Ball arbeiten, kompakt stehen. Wichtig ist, dass die Null steht. Vorne machen wir mit unserer Qualität immer ein Tor." Frappierend wäre jedoch ein Rückstand gegen die „Spotzer". „Das müssen wir vermeiden, dass wir sie unnötig aufbauen. Wir dürfen nicht den Fehler machen, ins offene Messer zu laufen", sagt Schmidt.
Fehlen wird am Samstag Kapitän Stefan Wannenwetsch wegen der 5. Gelben Karte aus dem Spiel beim FC Augsburg II. „Er ist nur schwer zu ersetzen", so Schmidt über den 20-Jährigen. Ansonsten sind bis auf die langzeitverletzten Denis Vatany (Teilabriss des Außenbands im Knie), Kodjovi Koussou (Innenbandriss im Knie) und Christopher Dinkelbach (Bänderriss am rechten Sprunggelenk) alle Mann an Bord.

Vier Spiele, vier Siege: Diese makellose Bilanz gilt es für die U19 von Trainer Ivica Erceg beim FSV Mainz 05 zu verteidigen. Am Sonntag, 16. September, 11 Uhr, geht es im Bruchwegstadion gegen ein Team, das mit vier Punkten aus vier Spielen im unteren Mittelfeld rangiert. Aber Achtung: Zuletzt hat die Mannschaft von Stefan Satori ein Ausrufezeichen beim 2:2 in München gegen den FC Bayern gesetzt. Der Erzrivale von der Säbener Straße war bis zu diesem Spiel ebenfalls verlustpunktfrei.
„Mainz hat eine gute Mannschaft, die versucht, modernen Fußball zu spielen", sagt Löwen-Coach Erceg über den Kontrahenten. Der 36-Jährige kennt den Trainer der 05er und seine Philosophie bestens. Nicht nur, dass Stefan Santori wie er aus Karlsruhe stammt, sondern auch, weil er seit dreieinhalb Jahren die U19 der Rheinhessen trainiert. Damit ist Santori ein halbes Jahr länger im Amt als Erceg und damit der dienstälteste Trainer der A-Junioren-Bundesliga. „Mainz investiert viel ins Spiel, versucht schnell hinter den Ball zu kommen und schaltet gut um. Von der Anlage ähnelt es unserem Spiel. Wir werden also darauf vorbereitet sein", erzählt Erceg.
Bereits am Samstag reist die Mannschaft Richtung rheinland-pfälzische Landeshauptstadt. Wegen einer Messe in Mainz müssen sie aber im pfälzischen Frankental übernachten, das rund 70 Kilometer vom Spielort entfernt liegt. Egal. Die Ausrichtung ist klar. „Unsere Ausgangsposition ist super", so Erceg, „wir wollen unseren Lauf mitnehmen und auch in Mainz punkten."
Das muss ohne Peter Kurzweg geschehen. Der Verteidiger ist nach seiner Roten Karte wegen einer angeblichen Notbremse noch ein Spiel gesperrt. Zudem ist der Einsatz von Christian Köppel fraglich. Dafür steht Erceg ab sofort Robert Glatzel zur Verfügung. Der Stürmer, der eigentlich zum Regionalliga-Kader der Löwen gehört, trainiert seit dieser Woche mit der U19. Im Testspiel am Mittwoch gegen den FC Ingolstadt hat er seine Treffsicherheit unter Beweis gestellt. Beim 4:2 Sieg erzielte Glatzel zwei Treffer. Michael Kapeller und Chaka Ngu'Ewodo waren die weiteren Torschützen.